Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Johann Eduard Erdmanns Grundriss der Psychologie (Vierte, verbesserte Auflage, Fr. Chr. Wilh. Vogel, Leipzig 1862) empfiehlt sich als begleitende Lektüre zur Philosophie des (subjektiven) Geistes aus Hegels Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse und zu Heinrich Güßbachers Hegels Psychologie der Intelligenz (Würzburg 1988).
Diese genetisch-empirische Psychologie des menschlichen Geistes lohnt es allein schon folgender Einsichten wegen zur Kenntnis zu nehmen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das Album „Kôrôlén“ stellt eine ganz besondere Zusammenarbeit zweier musikalischer Weltgrößen dar: dem in Bamako/Mali 1963 geborenen Grammy-ausgezeichneten Kora-Virtuosen Toumani Diabaté und dem renommierten London Symphony Orchestra, das durch seine klassischen Darbietungen auf unzähligen Alben, Filmen und Bühnen zu großer Bekanntheit gelangte.
Diabaté gehört der traditionellen Griot-Familie der Sänger, Dichter und Instrumentalisten an; seine musikalische Verwurzelung lässt sich über Generationen zurückverfolgen. Heute ist er als einer der kreativsten Musiker auf dem gesamten afrikanischen Kontinent bekannt, der den ikonischen Klang der Kora fast im Alleingang einem weltweiten Publikum näherbrachte. Als großer Freund von genreübergreifenden Kollaborationen hat er bisher zwei Grammy-ausgezeichnete Alben mit dem Wüsten-Blues-Pionier Ali Farka Tourè aufgenommen, sowie in verschiedenen Projekten mit internationalen Größen wie Taj Mahl, Björk, Béla Fleck, Damon Albarn oder Afrocubism gearbeitet.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Das Ensemble Resonanz, unter der Leitung des römischen Dirigenten Riccardo Minasi, stellte Anfang der Woche ein neues Album vor, das sich primär mit einem der wichtigen und begnadetsten Barock-Komponisten des 18. Jahrhunderts beschäftigt: Giovanni Battista Pergolesi.
Der neapolitanischen Schule angehörige Pergolesi (1710-1736), jung, mit 26 Jahren an Tuberkulose verstorben, komponierte in seinem Todesjahr seine Version der „Stabat mater dolorosa“ (Schaut die Mutter voller Schmerzen, wie sie mit zerrißnem Herzen unterm Kreuz des Sohnes steht). Das mittelalterliches Gedicht, wohl aus dem 13. Jahrhundert stammend und in lateinischer Sprache verfasst, kann keinem konkreten Autor zugeordnet werden.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Fedor heißt der Held der ersten Geschichte mit dem Titel „Fire Rain“. Fedor ist ein Gejagter. Er trägt ein T-Shirt mit einem weißen Hasen auf schwarzem Grund.
Noch weiß er nicht, ob das der Grund für die Verfolgung ist. Fest steht, Zyklopen sind hinter ihm her. Begonnen hat die Verfolgungsjagd in einem Einkaufszentrum in der Neunundfünfzigsten. Wir befinden uns also in New York. Oder doch nicht? Jedenfalls ist in dieser Straße gerade ein besonders feistes Zyklopen-Exemplar hinter unserem Helden Fedor her und macht Hatz auf ihn: „Innerhalb kürzester Zeit vibrierte die Luft vom Knattern der Motoren“. Dürfen wir gespannt sein, auf das, was folgt? Oder sollten wir dieses Erstlingswerk in dieser literarischen Kategorie besser gleich wieder aus der Hand legen?
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- Geschrieben von: Claus Friede -
„Gods Rhythms Human“ (dt.: Götter Rhythmen Mensch) heißt das kürzlich erschienene Debütalbum des Schweizer Perkussionisten Fabian Ziegler.
Der 1995 geborene und an der Zürcher Hochschule der Künste ausgebildete Schlagzeuger (u.a. bei Martin Grubinger) hat sich ein großes Ziel gesetzt: „Ich möchte dem Publikum das Schlagzeug als Soloinstrument vermitteln. Da es sich leider noch nicht als Solist etabliert hat, nehme ich mir dies zur Aufgabe. Ich strebe eine Karriere als Solo- wie auch Kammermusiker an und möchte mit speziellen Projekten das Publikum mitreißen und begeistern“, sagt er in einem Gespräch.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Acht Episoden sind es, in denen der weltberühmte japanische Schriftsteller Haruki Murakami (72) in seinem neuen Buch „Erste Person Singular“ auf Ereignisse in seinem Leben zurückblickt.
Erstaunliche Geschichten, die geschickt auf der Grenze von Fiktion und Realität balancieren und mit den Möglichkeiten des Traumes spielen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das neue Album des norwegisch-amerikanischen Klangtüftlers Tortusa fasziniert mit Ambient, Dub, Noise und experimentellem Jazz. Drei der bekanntesten norwegischen Jazzmusiker haben Gastauftritte.
„Meine Titel sollen offen für Interpretationen bleiben“, sagt John Derek Bishop alias Tortusa. „Bre kann Gletscher bedeuten, aber auch ‚sich ausbreiten‘.“
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Am 13. März ist mein Freund und jahrelanger Diskussionspartner in Sachen ernst-heiterer Musikrezeption, der bildende Künstler Rudolf Jankuhn, verstorben.
Vergeblich nach Trost Ausschau haltend möchte ich etwas über seine Kunst sagen, um der aus dem Gefühl der Leere entspringenden Hilflosigkeit – ein emotionaler Notanker – nicht ganz und gar ausgeliefert zu sein.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Eine Kulturgeschichte der menschlichen Hand hat der Germanist Jochen Hörisch vorgelegt. Welcher Teil unseres Körpers eignete sich besser für ein solches Vorhaben als die Hände? Spielen sie nicht eine gewaltige Rolle in unserem Leben, in unserem Alltag wie in der Kultur?
Heute scheint es ja die uneingeschränkte Mehrheitsmeinung, dass es erst das so wunderbar entwickelte Gehirn ist, das den Menschen zum Menschen machte. Aber stimmt das wirklich?
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- Geschrieben von: Redaktion -
Die israelische Indie-Folk- und Pop-Band MARBL um Sängerin und Komponistin Moria Or veröffentlicht heute ihre neue Single „It ‘s Always Our O’clock Somewhere”!
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Nein, zur Gänze gelesen habe ich „Zettel’s Traum“ nie, nur einige Male darin herumstudiert. Immerhin halbwegs ernsthaft, denn ich bin seit Jahrzehnten ein Fan des großen Arno Schmidt.
Warum also habe ich das Buch nicht vorne bis hinten gelesen? Natürlich ist „Zettel’s Traum“ ein Foliant, sowohl dem physischen als auch dem intellektuellen Gewicht nach, ein Werk, an dem ein hochbegabter, vielleicht sogar genialer Autor fast ein Jahrzehnt lang geschrieben hat. Aber der Umfang von Büchern hat mich noch nie abschrecken können – im Gegenteil, ihre Länge zog mich oft genug magisch an. Warum also dann? Sicherlich war ein Grund der exorbitante Preis, der sich aber endlich mit dieser wohlfeilen und (natürlich!) stark gekürzten Leseausgabe erledigt haben sollte. Man kann es den Herausgebern gar nicht hoch genug anrechnen, dass sie jetzt endlich ein Werk, das wegen seines Preises und Umfangs über Jahre hinweg für viele Leser gar nicht in Frage kam, einem breiten Publikum zugänglich gemacht haben.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Das Ethno-Projekt ShooDJa-ChooDJa gehört zu den bekanntesten Weltmusik-Gruppen.
Mehrmals wurde es bereits mit dem russischen Weltmusik Preis ausgezeichnet.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Jón Kalman Stefánsson, geboren 1963 in Reykjavík, ist zweifelsohne ein herausragender Schriftsteller.
Geradezu beglückend sind die lyrischen Elemente in seinen Werken. Zudem beschreibt er die elendig karge Gegend seiner Romane so großartig, dass sie uns Lesern dennoch ans Herz wächst und alsbald ebenso wichtig wird wie die dort lebenden, meist wortkargen Menschen. Seite um Seite entblättert sich die eigentliche Einöde mehr und mehr zur lebens- und liebenswerten Welt im Kleinen.
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Der Empirismus des Schleiermacherschülers Friedrich Eduard Beneke ruht auf einem genetisch-psychologischen Fundament auf.
Mit seinem 1832 erschienenen Lehrbuch verfolgte Beneke zwei Absichten: Theoretisch fundiertes Wissen sollte mitgeteilt werden. Um allerdings nicht in „unfruchtbarer Abstraktheit“ zu verharren, hielt er es für geboten, dass die Wissenschaft der Logik „stets zugleich auch einer praktischen Anwendung fähig sein“ müsse (IV). Die praktische Anwendung ist die Bewährungsprobe des theoretischen Wissens nicht allein der Logik, sondern u.a. auch der Astronomie, Physik und Chemie.