Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Raus in die Natur, raus in den Wald – eine musikalische Hommage an Freiräume.
Musik, Auffassung, Wording und Bildsprache erinnern an den Norden Europas – an Skandinavien und das Baltikum – Florian Hartz und seine Mitstreiter suggerieren auf ihrem neuen Album Erfahrungen, die sehnsuchtsgleich besonders in einem jungen Leben definiert werden. Es ist die Sehnsucht nach etwas Unverbrauchtem – rein und ursprünglich, idyllisch und lebensräumlich.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Mit Wolfram Eilenberger feiert schon wieder ein Autor mit philosophischen Büchern Erfolge. Handelt es sich bei seinen Werken um wirkliche Philosophie?
Es war am Altpapiercontainer, wo wir einander trafen, mein frühpensionierter Nachbar aus der Bankenbranche und ich. Er ist nicht gerade eine Leseratte, und so zog ich ihn ein wenig mit seiner Lektüre auf, bekam aber zu meinem Erstaunen zu hören, dass er ein eifriger Leser geworden sei.
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Welcher Art ist eigentlich der Gegenstand der reinen Mathematik? Und was ist sie selbst, worin besteht ihre spezifische Leistung?
Laut Hartmann ist ihr Objekt das ideale Sein, dem sie als Idealerkenntnis beizukommen sucht. Da allerdings von Erkenntnis zu sprechen nur dann sinnvoll ist, wenn das zu Erkennende mit dem Erkennenden nicht ab ovo identisch ist, stellt sich zunächst die Frage, ob dasjenige, was den Gegenstand mathematischer Idealerkenntnis bildet, überhaupt ein von seinem Erkanntwerden unabhängiges Ansichseiendes ist. Handelte es sich bei ihm nämlich bloß um einen dem Bewusstsein immanenten oder auch intentionalen Gegenstand, dann wäre es verfehlt, von ihm als einem Erkenntnisgegenstand zu sprechen.
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- Geschrieben von: Mirjam Kappes -
Weniger Roman, mehr Recherchetagebuch: „Aus der Zuckerfabrik“ von Dorothee Elmiger mäandert essayistisch-fragmentarisch von Szene zu Szene. Ein Erzähler-Ich notiert Beobachtungen, Begegnungen und Begebenheiten, mischt Faktuales und Fiktives, und entwirft dadurch ein Sammelsurium an Gedankensplittern, Momentaufnahmen und Materialansammlungen zu Südseesehnsüchten, Kolonialisierungsmacht und ungestilltem Appetit.
Es sind reale Begebenheiten, die Dorothee Elmigers Werk zugrunde liegen.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Der Roman „Die Vögel“ gehört längst zum Kanon zeitgenössischer Literatur in der norwegischen Heimat seines Autors Tarjei Vesaas.
Bestsellerautor Karl Ove Knausgård hat dieses Buch sogar als besten norwegischen Roman bezeichnet, der je geschrieben wurde. Bisher war der Roman hierzulande nur antiquarisch erhältlich.
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- Geschrieben von: Harry Popow -
Der Teufelspakt in der Sackgasse
Der Leser möge es dem Rezensenten nachsehen: Nach dem gründlichen Lesen dieser außerordentlich tiefgründigen Analyse in dieser gesellschaftskritischen Lektüre kann er nicht anders, als mit hoher Anerkennung den Hut zu ziehen. Aus dieser – soviel sei vorneweg gesagt – spricht soviel unendliche mühevolle Liebe: Zu den Menschen, zur Natur, zum Planeten Erde. Und, das muss gesagt werden: Kämpferischer Geist und Tatkraft, um Goethes Faust die beiden Autoren schier beneidet hätte. Während sich Dr. Faust vom Teufel dazu verführen lässt, seine hohen Ideale zugunsten einer billigen, aber menschlich zu verstehenden Ablenkung sausen lässt und schließlich zugrunde geht, versuchen heute – im Jahre 2020 –, ein ganzes Packt von Teufeln die Menschheit zu ruinieren. Und: Es hat unendlich mehr technische Möglichkeiten, als nur die Verführung durch „Wein, Weib und Gesang“, um jegliche Lust an Erkenntnis über Mensch und Welt im Keime zu ersticken. Was tun?
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Ein erfrischend unakademisches Buch über das Schreiben auf einem Blatt Papier hat der Philosoph Manfred Sommer geschrieben.
„Stift, Blatt und Kant“? Das ist ein merkwürdiger Titel, der aber das Thema dieses Buches und das Interesse des Autors sehr genau beschreibt. Zunächst nämlich geht es wirklich nur um das Verhältnis vom Bleistift zum Papier, aber es versteht sich, dass diese Banalität nicht das eigentliche Thema ist, denn von da aus kommt Manfred Sommer auf elementare Überlegungen der Erkenntnistheorie zu sprechen. Besonders geht es um die Rolle, die der Leib im Erkenntnisprozess und in der Selbsterfahrung eines Menschen spielt. Sommer fragt sich, „ob nicht, was Verstand ist, sich durch das begreifen läßt, was die Hand tut.“
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Was eigentlich ist der entscheidende Fehler des wissenschaftstheoretischen Ansatzes, der ganz ausdrücklich nicht derjenige Nicolai Hartmanns ist?
Dadurch, dass er diesen Fehler nicht nur vermieden, sondern das Prinzip desselben schonungslos in seinen diversen Publikationen offengelegt hat, hat er sich womöglich selbst ins wissenschaftliche Abseits manövriert und sich auf lange Sicht zum wissenschaftlichen Außenseiter gemacht, der er bis heute geblieben ist.
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- Geschrieben von: Mirjam Kappes -
Im Klimakatastrophen-Krimi „Malé“ erzählt Roman Ehrlich vom wortwörtlichen Untergehen einer Welt, die dem stetig steigenden Meeresspiegel zum Opfer fällt – interessiert sich aber eigentlich mehr für die Schicksale, Sehnsüchte und Selbstbefragungen seiner Protagonisten, die in der langsam versinkenden Stadt Malé aufeinandertreffen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Ein einzigartiger Künstler an einem legendären Ort: "Tripping with Nils Frahm" dokumentiert seine transzendentalen Liveshows in der geschichtsträchtigen Kulisse des Funkhaus Berlin.
Gleich vier Shows im Funkhaus Berlin gaben den Auftakt zu Nils Frahms ambitionierter "All Melody Tournee" Anfang des Jahres 2018, die sein gleichnamiges und allseits gepriesenes Studioalbum in den nächsten zwei Jahren auf die Bühnen dieser Welt brachte. In den folgenden über 180 ausverkauften Shows war der Ausnahmekünstler unter anderem im Sydney Opera House, in der Disney Hall in Los Angeles, im Barbican in London, in der Elbphilharmonie sowie auf zahlreichen großen Festivalbühnen zu Gast. Dennoch blieben Frahm die Konzerte im ehrwürdigen und für seine großartige Akustik gerühmten Saal 1 im Funkhaus Berlin in besonderer Erinnerung.
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Vorbemerkung: Um die einzelnen Abschnitte dieses Mehrteilers nicht unnötig aufzublähen, werde ich im Folgenden weitestgehend auf Zitate aus dem Original verzichten.
Eine differentielle Kategorialanalyse, wie Hartmann sie erarbeitet hat, hat sich um das Prinzipielle und Grundlegende u. a. im Aufbau des realen Seins zu kümmern.
Allenthalben handelt es sich um die Erforschung von Kausalitäten, Strukturen, Wechselwirkungszusammenhängen, Gesetzen etc. eines auf eine jeweils bestimmte Art organisierten/aufgebauten Realen. Nicht etwa die Gesetzlichkeit als solche und um ihrer selbst willen, sondern Realzusammenhänge sind das jeweils zu erforschende Objekt.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Es heißt „Die Pest“, und der Roman handelt auch wirklich von der Pest und spricht von nichts anderen. Und doch ist dieser Roman ein Buch über ein ganz anderes Thema. Sogar in der Wikipedia kann man lesen, dass „Die Pest“ eigentlich die Besetzung Frankreichs durch die Deutschen bedeutet.
Und mit dem Kampf gegen die Krankheit ist die Résistance gemeint. Die Schilderungen der Seuche und der ihr geschuldeten Situation in der Stadt sind aber so akkurat, nüchtern und dabei so lebenswahr, dass man dem Roman gerade in dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit schenken muss.
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Paul Nicolai Hartmann wurde am 20. Februar 1882 in Riga geboren. Er studierte zunächst Medizin im estländischen Dorpat, anschließend Philosophie in St. Petersburg, bevor er 1905 an die Marburger Universität wechselte.
Dort promovierte er 1907 bei Paul Natorp und Hermann Cohen. 1909 folgte seine Habilitation. Bis 1920 war er Privatdozent, danach Professor in Marburg. 1925 erfolgte seine Berufung nach Köln, 1931 nach Berlin. Seit 1946 lehrte er in Göttingen. Er ist am 9. Oktober 1950 in Göttingen gestorben.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Christian Löffler, deutscher Musiker, bildender Künstler und Produzent, stellt einen experimentellen Electronica-Tribut an Beethoven vor.
Ausgehend vom „Shellac Project“, einer digitalen Restaurierungsinitiative von Deutsche Grammophon, nutzte Löffler Material von 78er-Schellackschallplatten aus dem frühen 20. Jahrhundert für seine Arbeit.