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Kultur Kolumne

CDs KlassikKompass

Ludwig van Beethoven. The Koroliov Series XVI

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Donnerstag, 05. März 2015 um 13:49 Uhr
The Koroliov Series XVI

Ein neuer Höhepunkt der „Koroliov Series“: Der Hamburger Pianist Evgeni Koroliov interpretiert die drei letzten Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven – die CD führt einen eher stillen und gerade deshalb spektakulären Beethoven vor, neu befragt und ganz ohne Klischees.

Dass Evgeni Koroliov ein Bach-Interpret von höchster, aber völlig unaufgeregter Eleganz und Brillanz ist, einer, der de Kontrapunktik des Thomaskantors auf dem Klavier in klarster struktureller Durchdringung spielen kann, ohne die Seele der Musik auch nur für eine Sekunde aus dem Auge zu verlieren, ist längst nicht mehr nur Kennern bekannt.

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Follow Book

Beate Grimsrud: Verrückt und frei

Details
Geschrieben von: Fee Isabelle Lingnau - Mittwoch, 04. März 2015 um 13:16 Uhr
Beate Grimsrud

Psychosen: schmerzvoll – und unterhaltsam.
Der Roman ist nicht schön. Er ist unbequem. Er stößt bisweilen ab. Er tut manchmal weh. Und er ist recht unterhaltsam.


Beate Grimsruds autobiografischer Roman „Verrückt“ und frei erzählt den Lebensweg der Schriftstellerin Eli und all ihrer psychotischen Persönlichkeiten durch Kindheit, Karrieren, Psychatrien und Therapien. Mit fünf Jahren taucht die erste Jungenstimme in ihr auf: Espen. Bald folgen Emil und Erik. Diese drei bestimmen ihr Denken und Handeln. Erik lässt sie randalieren, sich verletzen, andere angreifen. Espen weint für sie. Sie alle reden auf sie ein und Eli kann kaum mehr tun als „Ja, ja, ja!" zu antworten und zu folgen.

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CDs JazzMe

David Helbock Trio: Aural Colors

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Geschrieben von: Sven Sorgenfrey - Dienstag, 03. März 2015 um 13:49 Uhr
David Helbock Trio  Aural Colors

Ein paar offene Dissonanzen über grollendem Bass, perkussive Pattern auf dem Flügel mit teils sordinierten Saiten, dann legt das Trio los mit scheinbar luftigem Latin-Fusion-Jazz und einer harmlos anmutenden Melodie. Damit eröffnet David Helbock das Feld, auf dem dieses Album spielt.
Da wären einerseits die “Sechs kleinen Klavierstücke op. 19″ deren dreie Helbock in sein musikalisches Universum holt. Andererseits der ganz normale Helbock’sche Jazz, der frei assoziierend aber zwingend logisch durch die Jazzgeschichte pflügt und alles Material, das ihm unter die Finger kommt mal in kleinen Schritten mal direkt wie ein Prisma in seine verwertbaren Grundbestandteile zerlegt, die dann wiederum Rohmaterial für Rekombinationen werden können.

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CDs JazzMe

Ryan Carniaux Quintet: Never Leave Your Baggage Unattended

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 27. Februar 2015 um 12:48 Uhr
Ryan Carniaux Quintet: Never Leave Your Baggage Unattended

Namhaft sind die Lehrer bei denen er am Berklee College in Boston studierte: Tiger Okoshi und Greg Hopkins. Der in New York City geborene Trompeter Ryan Carniaux ist selbst auf dem Weg namhaft zu werden.

„Never Leave Your Baggage Unattended“ ist sein zweites Album und das erste in Quintett-Formation. Die neun Stücke wurden von ihm, von seinem Mentor Wolfgang Lackerschmid und seinem Pianisten Mike Roelofs komponiert. Es ist eine Aneinanderreihung ausgesprochen lyrischer und melodischer Stücke und eine Reise durch die Traditionen unterschiedlicher Kontinente. Manchmal fühlt man sich sogar zeitversetzt in irgendeinen Jazzclub der 50er-Jahre.

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CDs KlassikKompass

Sol Gabetta und Bertrand Chamayou: The Chopin Album

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Donnerstag, 26. Februar 2015 um 13:54 Uhr
Sol Gabetta und Bertrand Chamayou The Chopin Album

Es sind nicht viele Werke, für die Frédéric Chopin (1810-1849) das sichere Terrain des Klaviers verlassen hat.
Die Cellistin Sol Gabetta hat jetzt mit ihrem langjährigen Freund und Duo-Partner Bertrand Chamayou für „The Chopin Album“ die drei großen und etliche kleinere Werke des Komponisten für Cello und Klavier eingespielt. Eine überraschende Entdeckungsreise zur Seele von Chopins Musik.

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Richard McGuire: Hier

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Dienstag, 24. Februar 2015 um 10:11 Uhr
Richard McGuire: Hier

Der US-Illustrator Richard McGuire blättert in seinem gezeichneten Buch „Hier“ (Dumont Verlag) auf, was in dreieinhalb Milliarden Jahren am Ort eines amerikanischen Südstaaten-Hauses so alles passiert ist. Eine Zeitreise mit ungewöhnlichen Perspektiven, faszinierenden Bildern – und eine zauberhafte Graphic Novel, die man immer wieder zur Hand nehmen kann, um Neues darin zu entdecken.

Was, wenn das wirklich so wäre, wie der Schreiber es sich als Junge einst zurechtträumte? Wenn sich Bilder allen materiellen Geschehens in atomaren Schichten als bleibende Spuren anlagerten an die Wände der Räume, in denen es passiert ist? Wenn sie dort überdauerten und irgendwann von Bild-Archäologen Schicht für Schicht abgetragen, restauriert und wieder sichtbar gemacht werden? Was würden wir dann zu sehen bekommen? Eine kontinuierliche Geschichte? Oder nur Fragmente gelebten Lebens? Was würde uns das bedeuten? Bekämen wir Antworten oder neue Fragen? Und was würden wir daraus lernen?

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CDs KlassikKompass

Ensemble Shoshan: Shabbat – Hebrew Songs

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Geschrieben von: Claus Friede - Montag, 23. Februar 2015 um 13:19 Uhr
Ensemble Shoshan: Shabbat – Hebrew Songs

Der Shabbat ist der höchste jüdische Feiertag und der wöchentlich gefeierte.
Er entspricht im Ursprung dem christlichen Sonntag als Ruhetag. Der Shabbes – im deutschen auch Sabbat genannt, ist durchzogen von immer wiederkehrenden schönen Regeln, die die Einheit mit Gott und der Familie fokussiert. Zehn Minuten vor Sonnenuntergang am Freitagabend beginnt zu Hause der Shabbat mit dem Zünden der Kerzen, mit Gebeten, dem Kadosch (Kiddush) und dem Brechen des Challoth (Shabbatbrot). Musik gehört zum Shabbat und in die Liturgie der Synagoge am Samstag. Er endet wieder zu Hause mit Mincha-Gebeten und abends beim Schein der Havdalah-Kerze nochmals mit einem Weinsegen und dem Aussprechen des gegenseitigen Wunsches für eine Shavua Tov (Gute Woche).

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CDs JazzMe

Omer Klein: Fearless Friday

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 20. Februar 2015 um 13:25 Uhr
Omer Klein: Fearless Friday

„Fearless Friday - Angstfreier Freitag“ klingt ein wenig wie aus der Rubrik „Autofreier Sonntag“, nur lässt sich nicht eindeutig entschlüsseln, warum der Freitag angstfrei sein soll und warum nicht auch alle anderen Tage der Woche es sein sollten.
Omer Klein gibt verbal darüber keine zufriedenstellende Auskunft, er delegiert die Interpretation seines Albumtitels lieber an den Zuhörer. „Fearless Friday“ ist hingegen musikalisch von Beginn an spannungsaufbauend, oft rhythmisch schnell, drei aneinandergereihte Fragmente aus fliegenden Fingerbewegungen auf Klaviatur, Percussions-Instrumenten und Kontrabasshals.

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Thomas M. Maritsch „Ökonomie des Müßiggangs" – Tiefgang & Höhenflüge

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Geschrieben von: Harry Popow - Freitag, 20. Februar 2015 um 10:15 Uhr
Waterhouse

„Ökonomie des Müßiggangs", so der Titel eines 680 Seiten dicken Buches von Thomas M. Maritsch. Der Untertitel: „Zur Sozio- und Psychopathologie von Arbeit, Eigentum und Geld – naturalistische Betrachtungen zur Wirtschaftsphilosophie“.
Da überbekommt den Leser mindestens das Nachdenken. Sich abrackern in der Arbeit wie ein Pferd und gleichzeitig faul sein, genießen? Wie soll das zusammengehen? Ohne Zweifel, man ist verwirrt. Sollst du weniger arbeiten und mehr genießen? Sollst du arbeiten, um endlich richtig zu leben? Macht dich etwa das Wirtschaften, sprich Arbeiten, so langsam kaputt, hast du keine Zeit mehr für dich und deine Familie? Und: Was ist überhaupt Ökonomie? Ist es nicht der berüchtigte Kapitalismus? Und wie ihn überwinden? Wer ist denn der Autor?

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Follow Book

„Die Stadt, das Land, die Welt verändern!“ – Ein Buch über die Kölner 68er

Details
Geschrieben von: Harry Popow - Dienstag, 10. Februar 2015 um 13:01 Uhr
Aufbruch vor dem Umbruch

Aufbruch vor dem Umbruch.
Man bezeichnet die Revolte von 1968 als Bruch in der jungen Geschichte der Bundesrepublik. Da hatte sich Widerstand gegen Staat und Gesellschaft – vorwiegend in lokalen Bereichen – durchgesetzt. Da wurden Erfahrungen gesammelt in linksradikalen, sozialistischen, sozialdemokratischen, kommunistischen, anarchistischen, trotzkistischen, autonomen, grünen und alternativen Kontexten. Was bleibt davon nutzbar für die heutige Zeit im Jahre 2015?

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CDs JazzMe

Max Raabe: Eine Nacht in Berlin

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Geschrieben von: Sabine Meinert - Freitag, 06. Februar 2015 um 13:11 Uhr
Max Raabe: Eine Nacht in Berlin

Kein anderer als Max Raabe knödelt so hingebungsvoll und gekonnt-altmodisch herzzerreißende Melodien aus den 20ern und 30ern des vorigen Jahrhunderts über Kakteen, zu lange Röcke, unwillige Liebhaber oder Badewannenkapitäne.
Die CD und DVD, die nun vorliegen, zeigen ihn und – wie immer – das Palast Orchester beim Zelebrieren einer Nacht in Berlin. Eingeleitet durch ein stilechtes Fahrrad-Solo des Herrn Raabe hin zum Admiralspalast, wo die Party im passenden Ambiente und mit teils angemessen gekleideten Publikum startet. Deshalb schnell das Eisbärenfell vor den DVD-Recorder gezogen und reingeschaltet.

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Follow Book

Die Ornamente des Asger Jorn

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Geschrieben von: Thomas Janssen - Mittwoch, 04. Februar 2015 um 14:42 Uhr
Die Ornamente des Asger Jorn

Das Buch des Lacan-Übersetzers Norbert Haas widmet sich Leben und Werk des dänischen Avantgardisten Asgar Jorn.
„Doch ein Unerkanntes, ein in seiner Lebenszeit nicht auflösbarer Bildrest, sollte ihm bis zu letzt bleiben.“ Es ist dieser „nicht auflösbare Bildrest“ im Werk des dänischen Avantgardisten Asger Jorn, dem der Autor in seiner jüngst im Schweizer Nimbus-Verlag erschienenen Monografie „Forver Jorn“ nachspürt.

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CDs JazzMe

Chris Gall – Piano Solo

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 30. Januar 2015 um 11:04 Uhr
Chris Gall – Piano Solo (c) Mike Meyer

Chris Gall ist ein deutscher Pianist, aus Bad Aibling, Jahrgang 1975, mit einer fundierten Klassik- und Jazz-Ausbildung am renommierten Berklee College of Music in Boston.
Sein Spiel, seine Arrangements und seine Kompositionen sind gekennzeichnet von genreübergreifenden Elementen: Er ist zwar im Jazz zuhause, aber Klassik, Minimal Music, Tango und Indie-Rock sind wichtige musikalische Energiequellen.

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CDs KlassikKompass

Frank Peter Zimmermann spielt Mozart

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Dienstag, 27. Januar 2015 um 12:36 Uhr
alt

Frank Peter Zimmermann hat auf seiner Stradivari „Lady Inchiquin“ drei Violinkonzerte von Mozart und zwei Einzelsätze neu eingespielt. Die großartige Aufnahme ist die erste von drei CDs bei Hänssler, auf denen Zimmermann alle Werke Mozarts für Violine und Orchester neu aufnimmt. Schon auf der ersten CD strahlt die überlegene Heiterkeit und gelassene Extraklasse eines Violinisten, für den Mozart die musikalische Mitte ist.

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