Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ in der großartigen Aufnahme Friedrich Guldas. Neu abgenommen von den Masterbändern aus den Jahren 1972/73 – ein Klaviererlebnis der Sonderklasse.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Das „Te Deum“ und andere geistliche Vokalwerke von Arvo Pärt entwickeln, interpretiert vom Chor des Bayerischen Rundfunks, aus der raffinierten Schlichtheit der Kompositionen eine enorme spirituelle Kraft.
Die spirituelle Kraft der Einfachheit der chaotischen Welt entgegensetzen, als Traumbild dessen, was sein könnte. Das ist das Credo des estnischen Komponisten Arvo Pärt, die Leitlinie seiner Musik, mit der er seine Menschen berührt und bezaubert. Und wo würde dieses Konzept der Einfachheit besser passen als bei geistlicher Vokalmusik in der Tradition der christlichen Mönche?
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- Geschrieben von: Sabine Meinert -

Der Kontrabass steht selbst im Jazz-Orbit nicht immer im Rampenlicht. Esperanza Spalding hat begonnen, das zu ändern.
Ihrem Beispiel folgt die 30-jährige Hendrika Entzian und hat dabei genügend Selbstbewusstsein, um ihrem eigenen Quartett vorzustehen und es mit Eigenkompositionen auszustatten. Auf dem Debütalbum des Hendrika Entzian Quartets wird allerdings auch ein wenig improvisiert. Mit ein paar „Song-artigen Strukturen“ als Basis, wie Entzian erläutert. Und einem großen Klecks Intuition aller Beteiligten, wie man hört.
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- Geschrieben von: Fee Isabelle Lingnau -

„Adelaide kann fliegen. Dabei können Kängurus doch gar nicht fliegen! Oder? Genau darum rettet es auch ein Kind und ein Baby“... meine Tochter (4) spricht über Tomi Ungerers neustes Buch „Adelaide“.
Seit ich es an ihr „getestet“ habe, muss es immer wieder ihre Gutenachtgeschichte sein!
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Vom Wunderkind zum altersweisen Grübler – eine neue Doppel-CD dokumentiert das Lebenswerk des Pianisten Josef Bulva. Ein Mann mit einer erstaunlichen Geschichte, früher Virtuose von hohen Graden, heute ein Analytiker an den Tasten, dazu ein Comeback-Spezialist von eisernem Willen. „Josef Bulva plays Franz Liszt“ dokumentiert die Abschnitte seiner Lebensreise am Klavier.
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- Geschrieben von: Willy Theobald -

Begeisterung: Frank Zappa hat sich geirrt! Der Jazz ist nicht tot – und er riecht auch nicht schlecht.
Dies beweist Ron Carter (*1937) mit seinem neuen Album, das er mit der WDR-Bigband eingespielt hat. Auf “My Personal Songbook” kultiviert das Ausnahmetalent aus Michigan die besten Momente zeitlos guten Jazz’. Schon der Opener “Eight” zeigt wohin die Reise geht – zu der lebendigen Tradition großer moderner Orchester in den fünfziger und sechziger Jahren.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Klavierquartette von Schumann und Brahms, dazu ein Einzelsatz von Gustav Mahler – eine exzellente Kammermusik-Viererbande um Daniel Hope legt jetzt eine Neueinspielung eingängiger und populärer Werke vor. Ideal für Kammermusik(wieder)einsteiger.
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- Geschrieben von: Mirjam Kappes -

In seinem Debütroman „Hasenmeister“ entwirft Tilman Strasser das tragisch-komische Porträt eines Musikers, der den Verstrickungen seiner eigenen Vergangenheit nicht zu entkommen weiß.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Krise, Drama, Verzweiflung, Rache, Hass und zärtlichste Erinnerung an vergangene Liebe – das alles steckt in den Konzertarien von Beethoven, Mozart, Haydn und Mendelssohn, die die junge Sopranistin Christiane Karg auf ihrer aktuellen CD „Scene!“ präsentiert.
Sie interpretiert diese sechs Opern en miniature auf einem neuen faszinierenden Gipfel ihres Könnens. Begleitet wird sie dabei vom Originalklang-Ensemble Arcangelo unter Jonathan Cohen.
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- Geschrieben von: Sabine Meinert -

Waren Sie schon mal in den Salons von New Orleans? So richtig fesch aufgerüscht und in bester Stimmung? Ein lauer Abend direkt am Mississippi wartet auf sie: Kleider rascheln auf einer Veranda nah am Fluss, Marabu-Federn wippen, es gibt einen rauchigen Scotch und feine Musik.
Dee Dee Bridgewaters neues Album bringt Ihnen das alles nach Hause. Denn die 65-jährige Jazzsängerin fängt die Atmosphäre unvergleichlich ein. Man hört förmlich, wie die Eiswürfel im Glas klickern, sieht die Rocksäume schwingen, fühlt den Wind in den Uferbäumen. Und ist dort – in New Orleans.
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- Geschrieben von: Dalia Staponkutė -

Ob ich es mag oder nicht, ich bin Teil der interkontinentalen Wanderschaften in der heutigen Zeit, eine Migrantin und mehrsprachige Mutter und zerbreche mir meinen „reiseschweren“ Kopf, brüte über dem Problem von einsprachigen Eltern und ihrer mehrsprachigen „gemischten" Nachkommen.
Es ist, so kann man das wohl sagen, eine Art Drama. Eines, in dem meine persönlichen Erfahrungen eine nicht unbedeutende Rolle spielen.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Jahrhunderte lang vergessen, nun gleich zwei Gesamtaufnahmen von Agostino Steffani: „Niobe, Regina di Tebe“ ist ein faszinierendes Beispiel für barocke Opernkunst, der Italiener – damals in München angestellt – zog virtuos alle emotionalen Register für ein Meisterwerk, das Thomas Hengelbrock 2008 mit seinem Balthasar-Neumann-Ensemble wiederentdeckte und in London mit überbordender Musizierfreude live aufnahm. Das Boston Early Music Festival Orchestra legte kurz danach eine Studio-Aufnahme vor.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Das Doppelhorn ist ein ästhetisch wunderschönes Instrument. Es ist eine Kombination des B-Horns mit dem F-Horn und bietet somit eine große Flexibilität an Intonation und Klangfarbe.
Im Orchester hat sich es sich als universelles Instrument etabliert. Als Soloinstrument ist es eher Rarität. Der Echo Klassik-Gewinner 2014 in der Kategorie Nachwuchs Felix Klieser spielt dieses Hornmodell 103 der Gebrüder Alexander und liebt „den besonderen Klang“ und somit in „beiden Hornwelten zuhause sein zu können“. Durch ein Ventil schaltet der Musiker entweder das kürzere B-Horn oder das längere F-Horn.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Das Nederlands Kamerorkest unter Gordan Nikolic hat die beiden fast vergessenen Symphonien des französischen Komponisten Charles Gounod eingespielt. In der Aufnahme gut zu hören: Die Entwicklungslinien seiner Musik, die von Haydn, Mozart und Beethoven bis zu Felix Mendelssohn reichen. Kennengelernt hat er diese Musik durch Mendelssohns Schwester Fanny Hensel während eines Studienaufenthalts in Rom.
