Bildende Kunst in und um Hamburg
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Rolf Rose ist Maler, einer der wichtigsten und konsequentesten den ich kenne. Seine Werkschau im Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe ist zwar keine Retrospektive, aber sie gibt zumindest einen Einblick, in ein überaus spannendes Werk.
Rose kam erst spät und als Autodidakt zur Malerei. Der 1933 in Halberstadt geborene Künstler reiste als zwanzigjähriger nach Hamburg, um zehn Jahre später dann endlich das zu tun, was er schon als Schüler tun wollte: Kunst machen.
Claus Friede traf Rolf Rose in seinem Atelier, einer alten Mühle in Krempe, 50 km nordwestlich von Hamburg.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Weltweit wurde Gerhard Richter (79) mit großen Ausstellungen gefeiert, nur Hamburg, die Stadt in der er einst Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste war, zeigte noch nie eine Retrospektive seiner Werke.
Ein Jahr vor seinem 80. Geburtstag schließen das Bucerius Kunst Forum und die Hamburger Kunsthalle diese Lücke mit gleich zwei Präsentationen, die sich wunderbar ergänzen. Während am Rathausmarkt Gerhard Richter mit 50 „Bildern einer Epoche“ zu sehen ist, führt das Hubertus-Wald-Forum mit „Unscharf – nach Gerhard Richter“ vor Augen, wie das Stilmittel Schule machte. Das Bucerius Kunst Forum betritt mit seiner Richter-Schau übrigens Neuland: Das erste Mal zeigt es das Oeuvre eines Gegenwartkünstlers.
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- Geschrieben von: Anja Stupp -
Hamburger Maler Arnold Fiedler (1900-1985) zeitgleich in zwei Ausstellungen: Unter und zugleich vor dem Betrachter leuchtet das bunte Labyrinth einer Stadt.
Szenenwechsel – Ein einzelnes Segel driftet schemenhaft durch einen unwirklichen Raum. Weitere Szenen folgen. Es sind surreale Eindrücke, mit den Sinnen schwer zu verorten, und dennoch fühlt man sich davon berührt, ja erfasst. War das nur ein Traum – oder vielleicht die Bilder „Sao Paulo“ und „Traumsegel“ des Hamburger Malers Arnold Fiedler?
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Philipp Otto Runge (1777-1810) wollte nichts weniger als den großen Weltentwurf.
Eine Kunst, die den „unendlichen Zusammenhang mit Gott“ spiegelt – in jeder Blüte, in jedem Dekor, vor allem aber in jenem Zyklus der „Zeiten“, seinem Hauptwerk, das ihn schon zu Lebzeiten bekannt machte. Er gehört gemeinsam mit Caspar David Friedrich zu den Begründern der deutschen Romantik, stand jedoch stets im Schatten seines prominenten Kollegen. Sicher auch, weil sein Werk unvollendet blieb. Runge starb im jungen Alter von 33 Jahren an Schwindsucht.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Im englisch sprachigen Haupttitel steckt zunächst die Übersetzung: gegenwärtige oder derzeitige Erinnerungen. Gemeint sind also jene Erinnerungen, die wir von heute aus denken – rückwärtsgewandt. Betont man jedoch in dekonstruktivistischer Manier den ersten Begriff anders, so kommt man zu einem anderen Sinnzusammenhang und der Bedeutung von Geschenk, Gabe oder Wert. Erinnerungen sind demnach Gaben unseres Gedächtnisses. Der US-amerikanische Gehirnforscher Eric Kandel formulierte es so: Wir sind was wir sind, weil wir lernen, denken und erinnern. Das ist das große Thema dieser Ausstellung. Jedoch zielgerichtet. Im Fokus sind Kindheits- und Jugenderinnerungen. Und schließlich steckt auch das Präsentieren von Erinnerungen in der Überschrift. Diese Auslegung ist als ein Angebot zu verstehen, in die künstlerische Welt einzutauchen, um den eigenen Assoziationsketten Raum und Zeit zu geben.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Noch bis zum 27. Februar 2011 färbt das Museum für Völkerkunde Hamburg den Himmel golden.
Unter dem Titel „Indianischer Barock aus Ecuador“ stellt die Ausstellung die Pracht religiöser Kunstwerke Quitos, der Hauptstadt Ecuadors, vor. In mehrerlei Hinsicht kann das Museum, trotz des etwas exotisch und fremd klingenden Titels, eine einzigartige Präsentation vorweisen: Die ältesten Werke haben seit 300 Jahren Ecuador noch nie verlassen, sie stammen größtenteils aus Gotteshäusern und sind bis heute in die tägliche Verehrung und Anbetung eingebunden, wie die Heilige Jungfrau Maria von Quito und schließlich verweist sie auf die engen Beziehungen zwischen Ecuador und Hamburg.
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- Geschrieben von: Necmi Soenmez und Haure Madjid -
Seit 2008 vergibt die in Düsseldorf ansässige und mit einer Repräsentanz in Abu Dhabi arbeitende Lepsien Art Foundation eine Patenschaft an einen der Stipendiaten des internationalen Förderprogramms junger Kunst in Düsseldorf. Nach der Malerin Larissa Bart (2008/09) und dem aus Taiwan stammenden Bildhauer Yin Ming-Ming (2009/10) erhielt der Irakische Maler und Zeichner Haure Madjid die diesjährige Patenschaft.
In seinen Werken stellen Ornamente ein wichtiges Thema dar. Seine aktuellen Arbeiten sind durch florale Zeichnungen, arabeske Linien und Ornamente geprägt. „Für mich ist das Thema Ornament in der Malerei insoweit interessant, als dass es seine universelle und autonome Sprache nicht verliert. Anfang des 19. Jahrhunderts beeinflussten Ornamente den romantischen Maler Philipp Otto Runge, und zu diesem Zeitpunkt hat die Geschichte des Ornaments in der europäischen Malerei begonnen. Bis jetzt fasziniert das Ornament die Künstler, egal woher sie stammen“, so Haure Madjid.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Der Niederländer Jos Letschert präsentiert in der Galerie des Levantehauses an der Mönckebergstraße in Hamburg eine Auswahl seiner Bilder und Zeichnungen in der Ausstellung „Double Dutch“.
Der Titel umspielt unterschiedliche Assoziationen des doppelten Holländers. Double Dutch meint zum einen ein Kinderspiel mit zwei Springseilen, die von zwei Personen in Gegenrichtung zueinander bewegt werden und einer weiteren Person, die sich tänzerisch und rhythmisch dem vorgegebenen Takt der Seile springend unterordnen muss. Außerdem erklärt Jos Letschert augenzwinkernd, dass der Begriff für all jene verwendet wird, die wenig Sprachbegabung haben.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Die Lichtprojektion „Kelvin“, des in Hamburg lebenden Künstlers Till Nowak auf den historischen Wasserturm in Neumünster (Schleswig-Holstein) bildet eines der künstlerischen Highlights der Stadt und definiert ein Wahrzeichen neu.
Im Gegensatz zu den sonst üblichen Gebäudeilluminationen thematisiert und verbindet „Kelvin“ verschiedene stabile und sich verändernde Zustände und Gegebenheiten: Architektur – Funktion – Jahres- und Tageszeiten – Außentemperatur.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Im Zeitraum August bis Oktober 2010 präsentieren drei Kunstinstitutionen in der Metropolregion Hamburg zeitgenössische Kunst aus China: die Stiftung Landdrostei in Pinneberg, der Kunstverein Elmshorn und die Galerie Atelier III in Barmstedt.
Die Ausstellung „The Beijing View“ wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CHINA TIME Hamburg 2010“ parallel gezeigt. Zu sehen sind Malerei, Fotografie und Bildhauerei aus dem Großraum Peking.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

15 Quadrat Kunst macht Schule ist ein gemeinnütziges Projekt für Schüler und Schülerinnen. Gestaltet von Künstlern und initiiert vom Kunstclub Hamburg.
Das Gemeinsame Ziel ist es, Jugendliche unterschiedlichster intellektueller und kultureller Voraussetzungen an die zeitgenössische Kunst heranzuführen und sie damit in ihrer Kreativität und sozialen Kompetenz zu fördern. Im Dialog möchte die Initiative sie auf Kunst und Kultur neugierig machen.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Schon einmal berichtete Kultur-Port.De über den japanischen Künstler Motio Yamamoto und seine Werken aus gestreuten Salzkörnern.
Bislang arbeitet Yamamoto in kleineren, überschaubaren Räumen, nun hat er sich den riesigen Kirchenraum von St. Peter in Köln vorgenommen. Auf einer Fläche von 113 Quadratmetern entsteht ein Kreis von zwölf Metern Durchmesser.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

"Das schönste Museum der Welt" ist kein neuzeitlicher Werbeslogan, um die aktuelle Ausstellung im neueröffneten Essener Folkwang Museum medial zu platzieren, vielmehr handelt es sich um ein Zitat aus dem Jahre 1932.
Als der amerikanische Kunsthistoriker und Mitbegründer des Museums of Modern Art (MoMA) in New York, Paul J. Sachs das Folkwang Museum besuchte, war er offensichtlich so hingerissen, dass er diesen Ausspruch tat.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
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Klaus Markert, Jahrgang 1935, ist seit früher Jugend von zwei Dingen geprägt worden: Vom Unternehmertum und von der Kunst.
1947 malt er sein erstes Bild, im Bewusstsein Kunst machen zu wollen und bis heute hat sich diese Leidenschaft erhalten. Dass er außerdem ein erfolgreicher Unternehmer war zeigt, dass er beide Lebensbereiche konsequent und zielgerichtet anging. Während er seine Bilder, Zeichnungen und Grafiken mit CM (Claus Markert) signiert, so unterschieb er als Unternehmer mit KM (Klaus Markert). Dieser vermeintlich kleinen Differenz widmet sich das folgende Gespräch.