Bildende Kunst
Kultur - Kunst Teresa Margolles, Museion Bozen / Bolzano

Teresa Margolles ist Künstlerin, ausgebildete Gerichtsmedizinerin und lebt in Mexiko City.
In dieser Kombination ihres Tuns und Umfeldes steckt schon eine gewisse Brisanz, denn Margolles holt den Alltag aus Mexiko in europäische Museen.
Ciudad Juárez, eine Millionenstadt an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas, nimmt seit Jahren eine traurige Spitzenposition in der Verbrechensstatistik Mexikos ein. Mit ihrer Ausstellung „Frontera“ reflektiert Teresa Margolles über den von der organisierten Kriminalität in der Stadt und allgemein, in der mexikanischen Gesellschaft, verursachten Schmerz, über die Ohnmacht und die Aussichtslosigkeit, mit Mitteln, die jeden Ausstellungsbesucher packen.

 
Bildende Kunst

Kultur - Kunst  William Turner, der Maler der Elemente - Bucerius Kunst Forum

 

Alles bei diesem Maler sei so „ohne Form und voller Leerstellen“, dass es an das „erste Chaos der Welt(entstehung)“ erinnern würde, schrieb der britische Essayist William Hazlitt 1816 hämisch.


Es gäbe sogar Leute, die William Turners Bilder „Pictures of nothing“ nennen würden. Ganz offenkundig hatte der gute Mann nicht begriffen, welch profundes Naturverständnis Turners revolutionärer, weit vorgreifender Landschaftsmalerei zu Grunde lag. In der Ausstellung „William Turner. Maler der Elemente“ führt das Bucerius Kunst Forum ab dem 2. Juni eben dieses Verständnis vor Augen: Knapp hundert Aquarelle und Gemälde, überwiegend Leihgaben aus der Londoner Tate Gallery, dokumentieren in Hamburg, wie eng der künstlerischer Aufbruch des visionären Engländers mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen jener Zeit verbunden war. Zugleich spiegelt die Schau aber auch die religiöse Sichtweise des Malers, der Gott als Einheit mit Kosmos und Naturbegriff.

 
Bildende Kunst

Die Kunsthalle in Emden nähert sich während der Laufzeit des 22. Filmfests Emden und darüber hinaus einem Thema, das einen nachvollziehbaren Bogen zwischen den beiden Genres Film und Kunst spannt:

 

Gezeichnete, getuschte und collagierte Storyboards werden Werken der bildenden Kunst gegenüber- oder anhand gestellt.

 
Bildende Kunst
Galerie Hans

Seit 1982 ist er mit seiner Galerie im Heine-Haus am Hamburger Jungfernstieg kunsthändlerisch aktiv. Die Rede ist von Mathias Hans - einem Galeristen, Sammler und Kenner alter Meister.
Doch viel zu wenige kennen ihn und wissen, was er für Schätze in seiner Sammlung und in seinem Galerieangebot hat. Nun zeigt er eine Verkaufsausstellung mit dem Titel „Meister um Rembrandt – Vorläufer Schüler Zeitgenossen“.

 
Bildende Kunst
La vie - das Leben - André Attias

Das malerische Repertoire von André Attias ist weit gefächert. Kein Wunder, denn der 1946 in Marokko geborene Maler schaut auf ein vielfältiges, ereignisreiches und von unterschiedlichen Einflüssen geprägtes Leben.
In Rabat aufgewachsen, verließ die jüdische Familie in den frühen 1960er-Jahren ihre Heimat. Es ging zunächst nach Frankreich, später zog Attias über Israel nach Deutschland. Allein dieser – im wahrsten Sinne des Wortes – wandernde Lebensweg spiegelt sich im Werk des Malers an vielen Stellen der künstlerischen Thematik und in Form zahlreicher Ausdrucksmittel wider.

 
Bildende Kunst
Gilbert&George

„Denkt nicht an Kunst, denkt an Euch selbst“, lautet die Botschaft von Gilbert & George.
In den Hamburger Deichtorhallen zeigt das zweifellos skurrilste Künstlerpaar der Gegenwart die Monster-Schau „Jack Freak Pictures“: Monströs die Ausmaße der 120 Arbeiten, monströs auch die Inhalte: In ihrer neuen Serie mosaikartiger Rosettenbilder wimmelt es nur so vor Götzen, Gespenstern und Grimassen: Ein Panoptikum der Muster und Ornamente, ebenso grotesk wie amüsant, mit dem sich das schwule Künstlerpaar einen Jux zu machen scheint auf die Ängste und Albträume, die sie quälen. Dieser Werkkomplex ist nichts weniger als ein Abgesang auf alles Weltliche, eine heitere Abrechnung mit Kirche, Staat und Religion. Und mit sich selbst. Denn eines ist klar: Die Körperfetischisten im Rentneralter haben auch mit der eigenen Vergänglichkeit zu kämpfen.

 
Bildende Kunst
Jan Vermeer und seine Zeit

Der Kunsthistoriker und Maler Hajo Düchting hat sich in einem neu erschienenen Buch, einem der bis heute beliebtesten niederländischen Maler gewidmet: Jan Vermeer.
Der Buchtitel "Jan Vermeer und seine Zeit" klingt zwar etwas trocken und eher nach einer dieser Rundum-Ausstellungen, aber bereits beim Vorwort spürt man schon wie interessant und vielschichtig das Buch ist. In sechs Kapiteln geht der Autor verschiedenen Themen und synchronoptischen Betrachtungen nach, mischt Text und Bildbeispiele – auch anderer Maler – und setzt überzeugend alles miteinander in Beziehung. Da es kaum einen Maler gibt, der seiner Nachwelt so viele Rätsel aufgegeben hat wie Vermeer, scheint jede neue Publikation über ihn vielversprechend und bereichernd zu sein. Vermeers Leben, seine Gedankenwelt sind noch immer im Dunklen und sein, mit 34 bis 37 gezähltem Werk (die Zahlen schwanken in der Literatur und die Werke sind meist undatiert und unsigniert) ist gering und daher nicht wirklich triefgreifend und umfassend deutbar.

 
Bildende Kunst

Rolf Rose ist Maler, einer der wichtigsten und konsequentesten den ich kenne. Seine Werkschau im Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe ist zwar keine Retrospektive, aber sie gibt zumindest einen Einblick, in ein überaus spannendes Werk.

 

Rose kam erst spät und als Autodidakt zur Malerei. Der 1933 in Halberstadt geborene Künstler reiste als zwanzigjähriger nach Hamburg, um zehn Jahre später dann endlich das zu tun, was er schon als Schüler tun wollte: Kunst machen.


Claus Friede traf Rolf Rose in seinem Atelier, einer alten Mühle in Krempe, 50 km nordwestlich von Hamburg.

 
Bildende Kunst
Gerhard Richter - Bilder einer Epoche, Buzerius Kunst Forum

Weltweit wurde Gerhard Richter (79) mit großen Ausstellungen gefeiert, nur Hamburg, die Stadt in der er einst Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste war, zeigte noch nie eine Retrospektive seiner Werke.

Ein Jahr vor seinem 80. Geburtstag schließen das Bucerius Kunst Forum und die Hamburger Kunsthalle diese Lücke mit gleich zwei Präsentationen, die sich wunderbar ergänzen. Während am Rathausmarkt Gerhard Richter mit 50 „Bildern einer Epoche“ zu sehen ist, führt das Hubertus-Wald-Forum mit „Unscharf – nach Gerhard Richter“ vor Augen, wie das Stilmittel Schule machte. Das Bucerius Kunst Forum betritt mit seiner Richter-Schau übrigens Neuland: Das erste Mal zeigt es das Oeuvre eines Gegenwartkünstlers.

 
Bildende Kunst

Hamburger Maler Arnold Fiedler (1900-1985) zeitgleich in zwei Ausstellungen: Unter und zugleich vor dem Betrachter leuchtet das bunte Labyrinth einer Stadt.


Szenenwechsel – Ein einzelnes Segel driftet schemenhaft durch einen unwirklichen Raum. Weitere Szenen folgen. Es sind surreale Eindrücke, mit den Sinnen schwer zu verorten, und dennoch fühlt man sich davon berührt, ja erfasst. War das nur ein Traum – oder vielleicht die Bilder „Sao Paulo“ und „Traumsegel“ des Hamburger Malers Arnold Fiedler?

 
Bildende Kunst
Kosmos Runge - Der Morgen der Romantik

Philipp Otto Runge (1777-1810) wollte nichts weniger als den großen Weltentwurf.
Eine Kunst, die den „unendlichen Zusammenhang mit Gott“ spiegelt – in jeder Blüte, in jedem Dekor, vor allem aber in jenem Zyklus der „Zeiten“, seinem Hauptwerk, das ihn schon zu Lebzeiten bekannt machte. Er gehört gemeinsam mit Caspar David Friedrich zu den Begründern der deutschen Romantik, stand jedoch stets im Schatten seines prominenten Kollegen. Sicher auch, weil sein Werk unvollendet blieb. Runge starb im jungen Alter von 33 Jahren an Schwindsucht.

 
Bildende Kunst
Present Memories – Erinnerungen: Kindheit und Jugend

altDie Ausstellung „Present Memories“ im Kunstforum Markert in Hamburg zeigt rund 50 Werke dreier Künstler: Viola Matthies aus Hamburg, Gerwin Eipper aus München und des in Dannenberg lebenden Malers Hieronymus Proske.
Im englisch sprachigen Haupttitel steckt zunächst die Übersetzung: gegenwärtige oder derzeitige Erinnerungen. Gemeint sind also jene Erinnerungen, die wir von heute aus denken – rückwärtsgewandt. Betont man jedoch in dekonstruktivistischer Manier den ersten Begriff anders, so kommt man zu einem anderen Sinnzusammenhang und der Bedeutung von Geschenk, Gabe oder Wert. Erinnerungen sind demnach Gaben unseres Gedächtnisses. Der US-amerikanische Gehirnforscher Eric Kandel formulierte es so: Wir sind was wir sind, weil wir lernen, denken und erinnern. Das ist das große Thema dieser Ausstellung. Jedoch zielgerichtet. Im Fokus sind Kindheits- und Jugenderinnerungen. Und schließlich steckt auch das Präsentieren von Erinnerungen in der Überschrift. Diese Auslegung ist als ein Angebot zu verstehen, in die künstlerische Welt einzutauchen, um den eigenen Assoziationsketten Raum und Zeit zu geben.

 
Bildende Kunst
Himmel aus Gold - Indianischer Barock aus Ecuador

Noch bis zum 27. Februar 2011 färbt das Museum für Völkerkunde Hamburg den Himmel golden.

Unter dem Titel „Indianischer Barock aus Ecuador“ stellt die Ausstellung die Pracht religiöser Kunstwerke Quitos, der Hauptstadt Ecuadors, vor. In mehrerlei Hinsicht kann das Museum, trotz des etwas exotisch und fremd klingenden Titels, eine einzigartige Präsentation vorweisen: Die ältesten Werke haben seit 300 Jahren Ecuador noch nie verlassen, sie stammen größtenteils aus Gotteshäusern und sind bis heute in die tägliche Verehrung und Anbetung eingebunden, wie die Heilige Jungfrau Maria von Quito und schließlich verweist sie auf die engen Beziehungen zwischen Ecuador und Hamburg.

 
Bildende Kunst

 

Seit 2008 vergibt die in Düsseldorf ansässige und mit einer Repräsentanz in Abu Dhabi arbeitende Lepsien Art Foundation eine Patenschaft an einen der Stipendiaten des internationalen Förderprogramms junger Kunst in Düsseldorf. Nach der Malerin Larissa Bart (2008/09) und dem aus Taiwan stammenden Bildhauer Yin Ming-Ming (2009/10) erhielt der Irakische Maler und Zeichner Haure Madjid die diesjährige Patenschaft.


In seinen Werken stellen Ornamente ein wichtiges Thema dar. Seine aktuellen Arbeiten sind durch florale Zeichnungen, arabeske Linien und Ornamente geprägt. „Für mich ist das Thema Ornament in der Malerei insoweit interessant, als dass es seine universelle und autonome Sprache nicht verliert. Anfang des 19. Jahrhunderts beeinflussten Ornamente den romantischen Maler Philipp Otto Runge, und zu diesem Zeitpunkt hat die Geschichte des Ornaments in der europäischen Malerei begonnen. Bis jetzt fasziniert das Ornament die Künstler, egal woher sie stammen“, so Haure Madjid.

 

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