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Kultur Blog

Musik

Giacomo Puccini „La Fanciulla del West“ – Keine Spur von Kitsch

Details
Geschrieben von: Kerstin Schüssler-Bach - Montag, 08. Dezember 2014 um 10:23 Uhr
Giacomo Puccini „La Fanciulla del West“

„La Fanciulla del West“ gilt Kennern als die beste Opernpartitur von Giacomo Puccini (1858-1924).
Über 80 Jahre war das Stück nicht in Hamburg zu sehen. Wie schon bei ihrer erfolgreichen „Madama Butterfly“ legen Regisseur Vincent Boussard, Bühnenbildner Vincent Lemaire und Kostümbildner Christian Lacroix nun „La Fanciulla del West“ von Klischees frei. Der Dirigent Carlo Montanaro ist kompetenter Anwalt dieser außerordentlich vielfarbigen Musik.

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Film

„The Drop – Bargeld”. Etwas Pitbull steckt in uns allen

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Mittwoch, 03. Dezember 2014 um 10:26 Uhr
The Drop – Bargeld

Michael R. Roskam inszeniert seinen melancholisch mysteriösen Neo-Noir als eigenwilliges Schuld- und Sühnedrama. Wieder atemberaubend: Tom Hardy

Der Titel des Thrillers bezieht sich auf die Gepflogenheit der Gangster, ihre nächtlichen Einnahmen aus Prostitution, Drogendeals oder illegalen Wetten kurzfristig in zwielichtigen Kneipen zu deponieren. Auf diese Weise verliert sich die Spur des schmutzigen Geldes, es wechselt ungesehen den Besitzer, die Gesetzeshüter tappen im Dunkel. Der schweigsame höfliche Bob (Tom Hardy) steht in so einer Bar hinter den Tresen, „Cousin Marv’s” heißt sie und tatsächlich ist Marv auch sein Cousin (James Gandolfini), ein sehr unleidlicher obendrein. Hier in Brooklyn wurde er früher mal respektiert, gefürchtet.

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Theater - Tanz

Alain Platel: „Tauberbach“

Details
Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Dienstag, 02. Dezember 2014 um 09:57 Uhr
Alain Platel: „Tauberbach“

Was heißt normal, was heißt behindert?
In Alain Platels Stück „Tauberbach“ sind wir alle beschädigt – und Teil einer Wahnsinnswelt, die der belgische Choreograph und seine Compagnie „Les ballets C de la B“ als einzige große Müllhalde zeigen. Mit Platels furiosem apokalyptischem Abgesang auf Humanismus und Zivilisation endete am Wochenende auf Kampnagel das Hamburger Theaterfestival.

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Fotografie

Martin Parr. We love Britain!

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Geschrieben von: Christel Busch - Montag, 01. Dezember 2014 um 10:42 Uhr
Martin Parr. We love Britain!

Eine Unterhose von Feldmarschall Montgomery, Queen Elisabeth als Pappfigur am Buffet, Funkenmariechen in den Farben des Union Jack, ein Tattoo „English and Proud" auf dem Nacken eines Soldaten...
Seit vier Jahrzehnten hält der britische Fotograf Martin Parr absurde Alltagssituationen, skurrile Eigenheiten und Traditionen seiner Landsleute mit der Kamera fest. Auf Einladung des Sprengel Museums fahndet Parr nach Spuren einer möglichen „Britishness" in Niedersachsen. Er wird fündig. Unter dem Titel „We love Britain!" entlarven seine Fotografien das Banale und Absonderliche der britischen Lebensart und Kultur in der niedersächsischen Provinz.

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Kultur, Geschichte & Management

Miriam Gillis-Carlebach – Pädagogik wurde zu meiner Leidenschaft

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 28. November 2014 um 10:08 Uhr
Miriam Gilles-Carlebach

Ihr Vater, Dr. Joseph Carlebach (1883-1942), war der letzte Oberrabbiner des Synagogenverbandes in Hamburg während des Dritten Reich.
Er, seine Frau und drei seiner Töchter wurden in der Nähe von Riga im Dezember 1942 nach Auflösung des Konzentrationslagers „Jungfernhof“ ermordet.
Als Rabbiner, promovierter Wissenschaftler und Pädagoge galt Joseph Carlebach an der Talmud Tora Schule in Hamburg als schöpferischer Erzieher. Aus Wikipedia zitiert erklärt sich seine Maxime: „Er ging individuell auf den einzelnen Schüler ein und leitete ihn durch das Interesse am Thema zu selbständigem Lernen und Entdecken an. Dabei verstand der Lehrer sich als älterer Freund des Schülers. Grundlage und Ausgangspunkt der Lehre Carlebachs war der jüdische Glaube, der alle Lebens- und Wissensbereiche durchdringen und die Ganzheit und Einheit von Seele und Geist garantieren sollte.”

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Bildende Kunst

Heimo Zobernig – Statusverschiebungen

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Geschrieben von: Christel Busch - Mittwoch, 26. November 2014 um 10:00 Uhr
Heimo Zobernig

Die „kestnergesellschaft“ in Hannover präsentiert Skulpturen und Malereien des österreichischen Künstlers Heimo Zobernig.
Seit den Achtzigerjahren gehört Zobernig zu den wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen Kunst in Österreich, so bestreitet er 2015 auf der Biennale von Venedig den Österreichischen Pavillon.
Die Ausstellung in Hannover zeigt handwerklich und industriell gefertigte Gebrauchsmöbel, die aus dem Kontext der Alltagswelt herausgenommen und zu skulpturalen Artefakten, zu Kunstwerken, erhöht werden. Zobernigs Objektkunst kommuniziert mit seinen separat ausgestellten abstrakten Gemälden. Seine Arbeiten tragen keine Namen, sie heißen einfach und stringent „ohne Titel".

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Kultur, Geschichte & Management

Hamburgs Geschichte – Mythos Hammaburg

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Dienstag, 25. November 2014 um 10:10 Uhr

Um Hamburgs Anfänge ranken sich fantastische Geschichten und Legenden, doch was ist wahr? Neuentdeckungen und eine Ausstellung im Archäologischen Museum geben Auskunft.

„Hopfenmarkt? Kenn‘ ich nicht“, sagt der Taxifahrer. Dabei stehen wir fast davor. Das Areal am Mahnmal St. Nikolai ist heute ein von Bäumen gesäumter Parkplatz. Kein einladender Ort, aber historisch unerhört bedeutsam. Hier wurde 1061 die „Neue Burg“ errichtet, die Keimzelle der Hamburger Neustadt. Seit August arbeiten Archäologen am Hopfenmarkt. Im Zuge einer Neubebauung erhielten sie die Chance, Grabungen in einem 360 Quadratmeter großen Areal Ecke Hahntrapp durchzuführen.

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Kunsthandwerk, Grafik & Design

Die fünf Leben des Henri de Toulouse-Lautrec

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Geschrieben von: Corinna Jedieß und Charlotte Lacroix - Montag, 24. November 2014 um 09:57 Uhr
Henri de Toulouse-Lautrec

Als einer der bedeutendsten französischen Maler und Grafiker des Post-Impressionismus fing Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901) wie kein anderer Künstler seiner Zeit das Pariser Leben der Belle Époque ein.
Doch bis heute hat nicht nur die Faszination für seine Werke überlebt, sondern auch die längst als „antiquarisch“ gehandelten Objekte seines Lebens. Das „Zentrale Verzeichnis Antquarischer Bücher" stellt in Zusammenarbeit mit KulturPort.De anlässlich des 150. Geburtstages des Künstlers und Grafikers Henri de Toulouse-Lautrec fünf Besonderheiten vor.

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Festivals, Medien & TV

Cinefest Hamburg 2014: Gegen-Öffentlichkeiten im Dokumentarfilm

Details
Geschrieben von: Mirjam Kappes - Freitag, 21. November 2014 um 09:45 Uhr
Cinefest Hamburg 2014

Das Hamburger Cinefest widmet sich dieses Jahr dem Dokumentarfilm: Beleuchtet wird die Entwicklung der Gattung an historischen Beispielen der deutschen und europäischen Filmgeschichte.

Leichte, mobile 16mm-Kameras und tragbare Tonbandgeräte: Durch neue technische Möglichkeiten begann für den Dokumentarfilm in den 1960er-Jahren eine besonders produktive Phase. Dadurch, dass dokumentarische Aufzeichnungssituationen und -prozesse für Filmemacher nun flexibler gestaltbar wurden, änderten sich auch filmische Darstellungspraktiken und Herangehensweisen. Gleichzeitig markierten die 60er auch eine Zeit großer politischer und gesellschaftlicher Umwälzungen: Proteste gegen den Vietnamkrieg, gegen Atomkraft oder für eine liberalere Gesellschaftsordnung prägten den öffentlichen Diskurs.

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Film

„Die Tribute von Panem 3” – Der Spotttölpel im Untergrund

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Mittwoch, 19. November 2014 um 10:35 Uhr
Die Tribute von Panem

„Wenn wir brennen, dann brennen Sie mit uns.” Vom dystopischen Actionspektakel zum erschreckend aktuellen Revolutionsdrama.
Eine mutige Entscheidung von Regisseur Francis Lawrence. Hinreißend: Jennifer Lawrence als Katniss Everdeen und Rebellin wider Willen. Die Produzenten des Kino-Franchise haben sich bei Suzanne Collins Romantrilogie an das erprobte Prozedere von „Harry Potter” und „Twilight” gehalten. Sie splitten die Handlung des letzten Bandes in zwei Filme- mit verblüffendem Resultat: „Mockingjay Teil 1” entwickelt eine solch düstere, emotionale Wucht wie sie weder „Tödliche Spiele” noch „Catching Fire” je erreichten. Vielleicht auch gar nicht erreichen sollten. Manche Kritiker in den USA empfinden den so untypischen Fantasy-Blockbuster als langatmigen Lückenbüßer, für andere ist er eine Offenbarung.

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