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Der Konzeptkünstler, Menschenrechtsaktivist und 2015 aus China nach Berlin umgesiedelte, seit 2019 von Cambridge aus tätige ehemalige Absolvent der Pekinger Filmakademie Ai Weiwei (geb. 1957 in Peking) zeigt seinen neuesten Film „Coronation“ morgen Nachmittag im Berliner „Kino in der Kulturbrauerei“.

 

Der Dokumentarfilm führt dem Zuschauer bislang ungesehene Bilder aus der Zeit des Lock-Downs in Wuhan, China, vor und konfrontiert ihn mit dramatischen Szenen in Krankenhäusern, Privatwohnungen und Quarantäne-Vierteln während des Ausbruchs von COVID-19 im Frühjahr 2020. Zusätzlich zu seinem eigenen Filmmaterial, das noch aus der SARS-Zeit in China 2003 stammt, hat Ai Weiwei aus insgesamt rund 500 Stunden Filmmaterial eine Reihe verschiedener Sequenzen ausgewählt und mit seinem Team zu einem fast zweistündigen Streifen montiert, die gewöhnliche Bürger, Dutzende von Freiwilligen und bezahlte Undercover-Crews vor Ort in Wuhan gefilmt haben. In „Coronation“ gibt der Regisseur, der den Film von Europa aus koordiniert und produziert hat, einen erschreckenden Einblick in das Leben während des Lock-Downs und die pandemische Ausnahmesituation, in der sich die chinesische Gesellschaft unter staatlicher Kontrolle noch vor Monaten befand.

 

Die Filmvorführung von „Coronation“ findet in Berlin nach mehreren Absagen in den USA nun auch in der deutschen Hauptstadt unter erschwerten Bedingungen statt. Eigentlich wollte Ai Weiwei den Film „Coronation“ mit einer Kunstinstallation im öffentlichen Raum verbinden, für die er acht Schlauchboote an die Außenfassade des IMAX-Kinos im Sony Center Berlin hängen wollte. Unter dem geplanten Titel „Reframe“ sollten dazu zwei Dokumentarfilme von Ai Weiwei – nämlich „Coronation“ (2020) und „Vivos“ (2019) – als Sonderscreenings gezeigt werden. Im Rahmen des Human Rights Film Festival sollte Ai Weiweis Beitrag ursprünglich in den ersten zwei Oktoberwochen in Berlin auf das globale Thema von Migration, Flucht und Exil unter besonderer Bezugnahme auf die seit 2015 andauernde humanitäre Krise im Mittelmeer sowie die Corona-Pandemie aufmerksam machen. Doch sowohl die Kunstinstallation als auch die Filmvorführungen sind durch die Eigentümer des Sony Center Berlin (Oxford Properties) am 1. Oktober kurzfristig abgesagt worden. Nun kann morgen zumindest der cineastische Teil von Ai Weiweis öffentlich geplantem Kunstwerk im „Kino in der Kulturbrauerei“ gesehen werden.

 

Screening-Programm am 10.10.2020 im Kino in der Kulturbrauerei, Berlin:

17:00 Uhr: „Coronation“ (115 Min.)
20:30 Uhr: „Vivos“ (112 Min.)
Adresse: Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin (Stadtbezirk Pankow, Prenzlauer Berg)

Tickets:
https://www.humanrightsfilmfestivalberlin.de/en/coronation

Trailer von „Coronation“ auf Vimeo:
https://vimeo.com/ondemand/267483

Quelle:
https://www.aktiongegendenhunger.de/aktuelles/filmvorfuehrungen-aiweiwei-finden-statt

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