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Kultur Kolumne

CDs JazzMe

Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads

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Geschrieben von: Claus Friede - Montag, 17. September 2018 um 08:23 Uhr
Ludwig und Benyamin Nuss: Songs & Ballads

Zwei Instrumente, zwei Musiker – Vater und Sohn – ein Duo-Debüt-Album mit Liedern und Balladen. Zwei die sich verstehen und sich offensichtlich mit musikalischer Leichtigkeit auskennen.
Die elf Titel des Albums von Posaunist Ludwig und dessen Sohn Benyamin Nuss am Piano sind alle durchweg in einem schwebenden, fließenden Zustand eines „Easy Listening“-Stils. Es gibt keine großen musikalischen Herausforderungen, keine für den Hörer, aber alles erscheint sehr konzentriert und von hoher musikalischer und spielerischer Qualität. Jeder, der das neue Album erlebt, kann sich ganz dem gleitenden Wohlklang hingeben.

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CDs JazzMe

Lana Cenčić: Sama

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Geschrieben von: Claus Friede - Mittwoch, 12. September 2018 um 08:21 Uhr
Lana Cenčić: Sama

Ein Soloalbum, dass vom ersten Song an besticht. Die Kroatin Lana Cenčić, mit Wohnsitz in New York und beeindruckender Stimme nennt ihre neue Platte „Sama“ (dt.: allein). Wenn man darauf schaut, wer alles was zur Produktion von „Sama“ beigetragen hat, dann war sie zwar nicht allein, aber sie hat einen Großteil selbst übernommen.

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Requiem und Monolog, Prosa und Poesie: „Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Donnerstag, 06. September 2018 um 08:14 Uhr
Carmen-FRancesca Banciu – Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten

Mit dem dritten und letzten Roman ihrer Trilogie ist Carmen-Francesca Banciu ein großer Wurf gelungen: „Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!“ ist für den Deutschen Buchpreis 2018 nominiert.
Er gehört zu den zwanzig Titel der Longlist. Zu Recht, denn dieses Buch ist ein sprachliches Kleinod, ein literarisches Requiem, ein mitreißender Monolog. Im Mittelpunkt steht der Abschied der Tochter vom sterbenden Vater. In allen drei Romanen dieser Reihe hat die 1955 in Rumänien geborene, seit 1991 in Deutschland lebende Autorin Abschied genommen. Sie verließ ihr Heimatland, nachdem sie 1985 nach der Verleihung des Internationalen Kurzgeschichtenpreises der Stadt Arnsberg Publikationsverbot in Rumänien erhielt. Schon in ihrem ersten auf Deutsch geschriebenen Roman „Vaterflucht (1998, Volk und Welt Verlag, Berlin) setzte sie sich mit ihrer Herkunft, mit den Eltern und dem Heimatland auseinander. Fortgeführt wurde die intensive Auseinandersetzung mit der Heimat Rumänien, mit den familiären und politischen Verhältnissen in „Das Lied der traurigen Mutter“ (2007, Rotbuch Verlag).

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Historischer Zeitroman „furor maris“ von Jörgen Bracker: Spannende Lektüre für Störtebeker-Fans

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Geschrieben von: Marion Hinz - Mittwoch, 22. August 2018 um 08:08 Uhr
Historischer Zeitroman „furor maris“ von Jörgen Bracker: Spannende Lektüre für Störtebeker-Fans

Mit „furor maris – Gespenstische Lissabonreise“ legt der Hamburger Archäologe und Historiker Jörgen Bracker seinen zweiten Band der Störtebeker-Trilogie vor. Wer das erste Buch bereits gelesen hat, der weiß: Claus Störtebeker ist nicht tot, er lebt!
Das behauptet jedenfalls die Gerüchteküche – und der Autor. Glauben wir ihm. Denn möglich wär`s.

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Gedichte, die Bilder aus Worten sind: Günter Kunert – „Aus meinem Schattenreich“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Mittwoch, 15. August 2018 um 08:25 Uhr

Oft wird gespöttelt: Günter Kunert sei ein Pessimist, ein Schwarzseher, eine Art männliche Kassandra von Kaisborstel. In diesem Dorf bei Itzehoe lebt der 1929 in Berlin geborene Schriftsteller seit 1979, seit seinem Weggang aus der DDR. Längst gehört Kunert zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern der Gegenwart. In seinem jüngsten Gedichtband „Aus meinem Schattenreich“ (Carl Hanser Verlag) zeigt der Dichter einmal mehr seine hohe Kunst, schreibend zu denken und denkend zu schreiben. Wie immer geht er Widersprüchen auf den Grund und hilft der Wirklichkeit auf die Sprünge.

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Starkes journalistisches Dokument: „Sweet Occupation“ von Lizzie Doron

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Geschrieben von: Marion Hinz - Mittwoch, 08. August 2018 um 09:52 Uhr

„Die Tragödie des Anderen zu verstehen, ist die Voraussetzung, um einander keine weiteren Tragödien zuzufügen“.

Dieser Satz steht auf der Titelseite von „Sweet Occupation". Ein Satz, der Programm und Appell zugleich ist. Ein Jahr lang hat die Autorin von Lizzie Doron mit ehemaligen israelischen Soldaten und einstigen palästinensischen Terroristen Gespräche geführt. Mit Fünf Männern, die im Gefängnis saßen und nun als Friedenskämpfer den Kreislauf der Gewalt im Nahen Osten gewaltfrei durchbrechen wollen. Im Rahmen des Literatursommers Schleswig-Holstein präsentierte die Autorin ihr Buch im ausverkauften Lesesaal der Buchhandlung Hugendubel in Lübeck.

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Eindringlicher Holocaust-Roman von Affinity Konar: „Mischling“ – keine leichte, aber lohnende Lektüre

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Geschrieben von: Marion Hinz - Mittwoch, 25. Juli 2018 um 08:12 Uhr
Eindringlicher Holocaust-Roman von Affinity Konar: Mischling

„Ich kann nicht behaupten zu wissen, wie man über den Holocaust schreiben soll“, sagt Affinity Konar. Sie hat es dennoch getan und den Roman „Mischling“ geschrieben.
Der Holocaust – vor allem die unsäglichen Menschenversuche des Dr. Mengele – ließ sie nicht mehr los, seit sie als 16-jährige erstmals Augenzeugenberichte las, die 1994 unter dem Titel „Die Zwillinge des Dr. Mengele" (Originaltitel: "Children of the Flames") auf Deutsch erschienen.

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Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte

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Geschrieben von: Marion Hinz - Freitag, 13. Juli 2018 um 08:36 Uhr
Ilse Helbich: Kluge Chronistin des Alters – „Im Gehen“ gefundene Gedichte

Auch heute noch geschehen beglückende Wunder: Mit 80 Jahren veröffentlichte die 1923 in Wien geborene Ilse Helbich ihren ersten Roman unter dem Titel „Schwalbenschrift“.
Dieses erfolgreiche Debüt eingeschlossen, schrieb sie seitdem sechs Bücher voller Erinnerungen, Erzählungen und Aufzeichnungen. Jetzt ist Ilse Helbich 94 Jahre alt und hat 2017 ihren ersten und – wie sie selbst sagt – zugleich letzten Gedichtband veröffentlicht. „Im Gehen“ heißt das Buch. Und das aus gutem Grund: Viele dieser Gedichte sind im Gehen entstanden, beim Durchschreiten des heimischen Kamptals bei Wien.

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Trio Elf & Marco Lobo – und die „Música Popular Brasileira“

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 06. Juli 2018 um 08:00 Uhr
Trio Elf & Marco Lobo – und die „Música Popular Brasileira“

Die brasilianische Liedkunst – die dort den Status von Popmusik hat – nennt sich pragmatisch „Música Popular Brasileira“. Den Musikern des Trio Elf, Walter Lang, Peter Cudek und Gerwin Eisenhauer ist sie bereits vor zehn Jahren nahegebracht worden.
Der Perkussionist Marco Lobo, geboren in Salvador da Bahia und heute in Rio de Janeiro zuhause, lud die Band mehrmals nach Brasilien ein und tourte mit ihnen auch durch Europa. Daraus ergab sich nicht nur die Sympathie für die Vielfalt der Musik der beiden Heimaten der Protagonisten, sondern auch ein kongeniales Zusammenspiel.

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Matthias Senkel: Dunkle Zahlen

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Geschrieben von: Fee Isabelle Lingnau - Mittwoch, 04. Juli 2018 um 08:06 Uhr
Matthias Senkel: Dunkle Zahlen Foto Dietze Matthes & Seitz

Ich finde E-Books ja großartig! Selbst seitenreiche Wälzer lassen die Arme nicht müde werden. Die Beleuchtung ist immer ideal. Und in Fachliteratur findet man zielgerichtet die richtige Stelle. Matthias Senkel aber lehrt mich das analoge Buch lieben.
Bereits durch seinen Erstling „Frühe Vögel“ konnte die Leserin auf mehreren Wegen durch die Seiten kommen. Auf jedem bekam die Handlung eine andere Tönung. Ebenso jetzt bei „Dunkle Zahlen“: Da wäre der klassische Weg einen Roman zu lesen – von vorne nach hinten. Oder man folgt der Sortierung des Inhaltsverzeichnisses. Dieses Inhaltsverzeichnis steht aber mitnichten vor der Geschichte. Weiteres Material zum Lesen des Romans steht zwischen den Kapiteln, etwa ein Abkürzungsschlüssel, ein Witzarchiv, verworfene Motti, ein Kreuzworträtzel.

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Die Juden vom Altrhein

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 22. Juni 2018 um 08:58 Uhr

Biografische Text- und Bilddokumentation von den Anfängen bis zum Holocaust und dem Weiterleben in der Emigration, von Gabriele Hannah, Martina Graf und Hans-Dieter Graf.


Er gehört zu dem ältesten und wichtigsten von Juden besiedelten Landstrich in Deutschland – der Altrhein. Das nördlich von Worms zwischen Rhein und Hügelland gelegene Gebiet, in dem die rheinhessischen Altrheinorte Gimbsheim, Eich und Hamm liegen, war für mehr als 300 Jahre Heimat jüdischer Familien. Als Landjuden waren sie Teil des deutsch-jüdischen Lebens, das in dieser Region 1939 mit dem der Vertreibung des letzten jüdischen Bewohners aus Gimbsheim unwiederbringlich verlorenging.

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Eurasians Unity. Das Debüt-Album

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Geschrieben von: Claus Friede - Dienstag, 19. Juni 2018 um 08:19 Uhr
Eurasians Unity. Das Debüt-Album

5 Sprachen, 7 Länder, 8 Musiker und Musikerinnen

Sie kommen aus Deutschland, der Ukraine, Bulgarien, Aserbaidschan, Usbekistan, Polen und aus dem Iran und bewahren die Musiken ihrer jeweiligen Heimat in ihren Instrumenten. Das Projekt „Eurasians Unity“ unter der Leitung der in Köln lebenden Saxophonistin Caroline Thon begeistert seit 2014 mit den Life-Auftritten ihr Publikum.

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Manfred Otto: Stein auf Stein dem Himmel entgegen.

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Geschrieben von: Harry Popow - Donnerstag, 14. Juni 2018 um 08:34 Uhr
Manfred Otto

Ein DDR-Arbeiter gibt zu Protokoll: Mit Presslufthammer und Maurerkelle
Manfred Otto: Stein auf Stein dem Himmel entgegen. Aus dem Arbeitsleben eines Schornsteinmaurers / Zwischen Aufstieg & Abstieg / Zwischen Aufbruch & Abbruch

Kaum zu glauben: Ein Mann erbaute 70 Schornsteine, reparierte 45 und riss 12 voller Schmerz nach der Wende 1989 wieder ab, genannt die Abbruchzeit. Von 1959 bis 1990 schuftete er im Schweiße seines Angesichts an 324 Baustellen in der DDR. Legte 527.020 laufende Meter im sogenannten „Steigegang“ zurück. War stolz auf seinen Beitrag, volkswirtschaftlich wichtige Betriebe mit in Gang zu halten. Und stellt nüchtern und ohne Gehabe am Schluss seiner arbeitsreichen Zeit, die keine Arbeitslosigkeit kannte, fest: „Ich habe mein ganzes Leben hart gearbeitet und mich nie um die große Politik gekümmert. Erst heute juckt es mich bisweilen, mich doch noch einzumischen.“ Er kann zum Beispiel nicht verstehen, weshalb es die 600 Bundestagsabgeordneten, die sich selbst so großzügig ihre eigenen Diäten erhöhen, in 30 Jahren nicht geschafft haben, eine gerechte Lohn- und Rentengleichheit für Ost- und Westdeutsche durchzusetzen.

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Die poetischen Welten des Jürgen Nendza: „Das Tageslicht hockt über uns“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Donnerstag, 07. Juni 2018 um 08:31 Uhr
Die poetische Welten des Jürgen Nendza: „Das Tageslicht hockt über uns“

Der in Aachen lebende Lyriker Jürgen Nendza wird mit dem Christian-Wagner-Preis 2018 für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Überreicht wird der Preis am 17. November im baden-württembergischen Leonberg. Das ist eine frohe Botschaft auch für seine Leser.
Die acht Lyrikbände des mehrfach ausgezeichneten Dichters sind seit 1992 in verschiedenen Verlagen erschienen, die letzten drei Bände im „poetenladen“. Nendzas „sprachsensiblen und formal strengen Gedichte, die Wahrnehmung, Geschichte und Landschaft synchronisieren, sind vorbildliche Lektionen in poetischer Genauigkeit", begründet die Jury u.a. ihre gute Wahl. Und laut Literaturkritiker Michael Braun zählt Jürgen Nendzas Buch „picknick“ zu den zehn empfehlenswertesten Gedichtbänden deutschsprachiger Lyrik 2018.

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