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Kultur Blog

Musik

Dave Stewart in Hamburg – (eu)rythmisch begleitet von jungen Talenten

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Geschrieben von: Oliver Ballendat - Donnerstag, 17. Oktober 2013 um 10:29 Uhr
Dave Stewart in Hamburg – (eu)rythmisch begleitet von jungen Talenten

Als Mitglied der Eurythmics schrieb Dave Stewart Popmusikgeschichte. Nun trat er im Hamburger Mojo Club auf.
Im Programmheft war der Abend des 4. Oktober als Zusammenspiel von Dave Stewart und Saint Lu ausgewiesen. Die junge Österreicherin startete mit ihren Bandkollegen scheinbar als gewöhnliche Vorband. Mit enormer Stimmgewalt und ausdrucksstarken Bewegungen baute die Sängerin, die bereits 2009 beim Reeperbahn Festival auftrat und in diesem Jahr bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest einen vierten Platz belegte, schnell Kontakt zum hanseatischen Publikum auf. Einige Stücke spielte sie gar vor der Bühne im Zuschauerraum und ließ mit ihrer rauen, lauten Stimme den Soul Train durch den Jazz-Keller an der Reeperbahn rauschen.

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Theater - Tanz

Nicht aus Pappe: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Mittwoch, 16. Oktober 2013 um 10:08 Uhr
Nicht aus Pappe: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“

Jonas Jonassons Bestseller „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ auf die Bühne zu bringen, ist zweifellos ein ambitioniertes Projekt, zumal für das durch finanzielle Lecks und Umbauarbeiten gebeutelte Altonaer Theater.
Größenwahnsinnig, haben vielleicht einige gedacht. Wie wollen die so eine wunderbar verrückte Reise durch das 20. Jahrhundert und drei Kontinente in drei Stunden erzählen? Mit umwerfenden Witz und Einfallsreichtum lautet die Antwort. Zur Uraufführung am Sonntag gab es stehenden Stakkato-Applaus für eine ganz und gar hinreißende Inszenierung, die punktgenau die liebenswerte Skurrilität der Romanvorlage trifft.

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Bildende Kunst

Alexander Calder - Avantgarde in Bewegung

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Geschrieben von: Christel Busch - Dienstag, 15. Oktober 2013 um 11:15 Uhr
Alexander Calder - Avantgarde in Bewegung

Düsseldorf lockt in diesem Herbst mit einer spektakulären Ausstellung.
Das K 20 am Grabbeplatz,der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, präsentiert frühe Arbeiten des amerikanischen Bildhauers Alexander Calder, der als erster Künstler Skulpturen in Bewegung versetzt. "Warum muss die Kunst denn statisch sein? Der nächste Schritt in der Bildhauerei ist Bewegung", erläutert er seine Vorliebe für die Kinetik. Im Fokus der Schau stehen die Mobiles. Von der Decke hängend oder stehend, bezaubern die filigranen, sanft schwingenden – manchmal auch klingenden – Objekte den Besucher.

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Bildende Kunst

Hieronymus Proske – das Repertoire in der Werkschau

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 11. Oktober 2013 um 10:01 Uhr
Hieronymus Proske – das Repertoire in der Werkschau

Eine Werkschau eines Künstlers über einen Arbeitszeitraum von 15 Jahren zu präsentieren ist einerseits Zusammenfassung dessen, was sich über eine solche Zeitspanne künstlerisch getan und verändert hat, andererseits ordnet sich ein Werk wie dieses in einen allgemeinen Kontext der Kunst ein.
Hieronymus Proskes „Repertoire“, die „Fundstätte“ oder modern ausgedrückt, die Gesamtheit seiner künstlerischen Werke, die verfügbar sind, ist nun in der Fabrik der Künste in Hamburg zu sehen. Vorweg sei gesagt, dass dieses Repertoire im Kern nur dann zu verstehen ist, wenn man die Verschmelzung von Sichtbarkeit der dechiffrierbaren Bildmotive mit der Unsichtbarkeit, also den Themen jenseits der Bildfläche wahrnimmt.

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Film

"Spieltrieb" – Robert Musil trifft auf Global Player

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Dienstag, 08. Oktober 2013 um 10:12 Uhr
Spieltrieb Regisseur: Gregor Schnitzler Darsteller: Michelle Barthel, Jannik Schümann, Maximilian Brückner, Richy Müller, Ulrike Folkerts, Sophie von Kessel, Helmut Berger

Verführung, Macht, Leidenschaft, Erpressung, darum geht es in Gregor Schnitzlers subtilem philosophischem Psychothriller nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh. Ein Schülerdrama als Spiegel unserer Gesellschaft.

Die Welt steht Kopf, das signalisieren schon die ersten Bilder des Films. Bis zu diesem Tag war die hochintelligente 15-jährige Ada (Michelle Barthel) überzeugte Außenseiterin, sie hat zwei Klassen übersprungen, wird von den Mitschülern verhöhnt, gequält, erniedrigt. Ihr Leben verändert sich, als Alev (Jannik Schümann) zum ersten Mal den Klassenraum betritt. Ironisch-süffisant, ungeheuer attraktiv, ein brillanter furchtloser Rhetoriker, so präsentiert er sich. Attitüde ersetzt Charakter. Alev, französisch-iranischer Abstammung, hat Schulen in den verschiedensten Ländern besucht, glänzt in der Rolle des erfahrenen selbstbewussten Kosmopoliten. Der 18-Jährige versteht sich darauf zu provozieren wie zu manipulieren, das gutbürgerliche Bonner Ernst-Bloch Gymnasium scheint die perfekte Bühne für seine teuflischen Pläne. Ada ist hingerissen von ihm wie alle anderen Mädchen.

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Fotografie

Candida Höfer. Düsseldorf

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Geschrieben von: Christel Busch - Montag, 07. Oktober 2013 um 09:30 Uhr
Candida Höfer. Düsseldorf

Die schemenhafte Gestalt einer jungen Frau spiegelt sich in Schaufensterscheiben. Die Kamera verdeckt das Gesicht. Die Hand drückt den Auslöser. Die junge Frau ist Candida Höfer.
Ihre Mitte der 70er-Jahre entstandenen Fotografien empfangen als großformatige "Projektion Düsseldorf III 2012" den Besucher der Ausstellung im Museum Kunstpalast in Düsseldorf.
Die Retrospektive "Candida Höfer. Düsseldorf" präsentiert rund 70 Fotoarbeiten der inzwischen international berühmten Fotokünstlerin. Arbeiten, welche zwischen 1972 und 2012 in Düsseldorf entstanden sind und jetzt erstmals vorgestellt werden: Bildergruppen, Projektionen aus farbigen Diapositiven, ihren Film "da forno" von 1975, Einzelbilder von menschenleeren Bibliotheken, Museen, Kirchen, Theatern sowie anderen öffentlichen Gebäuden.

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Film

Mumia – Botschaften aus der Hölle

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Geschrieben von: Harry Popow - Freitag, 04. Oktober 2013 um 11:40 Uhr
Mumia - Botschaften aus der Hölle

„Long Distance Revolutionary“ – Eine Dokumentation aus den USA über Mumia Abu-Jamal.
Da „lebt“ ein Mann in einem sechs Quadratmeter engen Raum. Dreiundzwanzig Stunden pro Tag. Halbdunkel. Er sitzt und schreibt. Mit der Hand. Ohne PC, ohne Internet. Tausende angriffslustige Kommentare. Weltweit - trotz starker Hindernisse - gesendet und veröffentlicht. Woche für Woche. Und er liest viel. Wenn Besuch zugelassen ist, trägt er Handschellen. Und täglich das Warten. Auf die Giftspritze. Monat für Monat. Jahr für Jahr. So eingepfercht muss er ausharren, der 1982 zum Tode Verurteilte. Und schreibt das Unbewiesene seiner angeblichen Schuld an der Ermordung eines Polizisten mit Artikeln und Büchern in die Welt hinaus. Es geht ihm nicht um sich selbst, um sein Ego. Er klagt die Vereinigten Staaten des schlimmsten Rassismus an. Und er lebt und übersteht die Qualen der Hölle und wird zum Idol aller Freiheitsliebenden, aller US-Afro-Amerikaner, zur Kultfigur. Und ist nicht zum Schweigen zu bringen, nicht totzukriegen. Bis 2011, als dieses Urteil aufgehoben und in ein lebenslanges Eingesperrtsein umgewandelt wird. Weil er Freunde hat, Mitstreiter, Sympathisierende.

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Film

Weltpremiere von „Banklady“

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Geschrieben von: Claus Friede - Donnerstag, 03. Oktober 2013 um 09:22 Uhr
Filmfest Hamburg: Weltpremiere für „Banklady“

Ein Dokumentarfilm inspiriert eine Schauspielerin so sehr, dass daraus ein Kinofilm wird.
Autor Martin Niggeschmidt (Süddeutsche TV) hatte mit seiner Dokumentation die in Vergessenheit geratene Geschichte der ersten Bankräuberin Deutschlands und ihres Komplizen 1999 wiederentdeckt. 2006 rekonstruierte dann Manfred Uhlig für die ARD die Geschichte des Räuberduos mit dem Film "Geld her - die Banklady".
Schauspielerin Nadeshda Brennicke sieht diese Spielszenen-Doku im NDR und erzählt die Geschichte Regisseur Christian Alvart („Antikörper, 2005) weiter, mit dem sie in der Vergangenheit schon öfters arbeitete. Alvart kann kaum fassen, dass der Stoff noch nicht im Spielfilm-Genre angekommen ist und greift sich den Stoff.

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Film

Backstage Las Vegas: “Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll”

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Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 30. September 2013 um 12:20 Uhr
Backstage Las Vegas: “Liberace- Zuviel des Guten ist wundervoll”

Michael Douglas spielt den exzentrischen schwulen Entertainer Liberace, Matt Damon dessen jugendlichen Lover.
Die stürmische wie tragische Beziehung der beiden inszeniert Regisseur Steven Soderbergh als ästhetisch virtuose Parabel über Einsamkeit, Macht und Glamour.

Der Thriller “Side Effects” sollte sein letzter Kinofilm sein, hatte der fünfzigjährige Regisseur erklärt. Der Abschied von der großen Leinwand scheint beschlossene Sache. Bitte nicht. Doch genau darum geht es in diesem oft bizarren aber meisterhaften Oeuvre, um Sterblichkeit, das Ende einer großen Liebe und eines großen Genies. Die fatale Attraktion des Showbiz ist gefährlich für beide Seiten, den Star, wie auch jene, die ihn vergöttern.

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Festivals, Medien & TV

Reeper-, Reeper-, Reeperbahn – die Kunst des Musikfestivals

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Geschrieben von: Mirjam Kappes - Samstag, 28. September 2013 um 12:05 Uhr
Reeper-, Reeper-, Reeperbahn - die Kunst des Musikfestivals

Wem die Schlangen zu lang, die Eintrittskarten zu teuer sind oder wer sich einfach neben Musik auch für Visuelles interessiert, kann beim Reeperbahn Festival in Hamburg im Bereich Kunst fündig werden: Ein Zwischenfazit.
Gemütlich und ganz nah dran: Die Vernissagen und Kunstausstellungen beim Hamburger Reeperbahn Festival finden überwiegend in kleinen, intimen Orten statt – und laden häufig auch noch zum Plausch mit den anwesenden Nachwuchskünstlern über ihre Arbeiten ein. In lockerer Atmosphäre hat man häufig das Gefühl, sich eher auf einer WG-Party mit guten Freunden zu befinden, vor allem, weil auch bei der Kunst die Musik auch nicht zu kurz kommt.

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