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Kultur Blog

Film

Kornél Mundruczó: „Underdog”

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Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 18. Juni 2015 um 10:08 Uhr
Underdog

Durch die Straßen von Budapest stürmt eine Meute wütender Hunde. Panik bricht aus. Schreiend flüchten die Menschen. Schwer bewaffnete Polizisten errichten Barrikaden. Schüsse fallen, Blut fließt, nichts hält das Heer der Vierbeiner auf. Die Stunde der Abrechnung ist gekommen.
Der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó inszeniert den hinreißenden surrealen Fantasy-Thriller „Underdog” als Allegorie auf den Rassismus seiner Heimat. Einzigartig in der Kinogeschichte: Der Filmemacher drehte das bildgewaltige melancholische Rache-Epos mit 250 Mischlingshunden aber ohne CGI-Effekte.

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Architektur

„Western Avenue Walk" – die Dokumentation einer Straße in Los Angeles

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Geschrieben von: Claus Friede - Mittwoch, 17. Juni 2015 um 10:00 Uhr
Western Avenue Walk - Viglas Schindel

An was denken wir, wenn der Name Los Angeles fällt? Wir denken an die ausufernde Stadt der Engel, an die Filmindustrie und all die textlich und bildlich erzählten Geschichten aus Vergangenheit bis in die ferne Zukunft aus Hollywood, an das kalifornische Leben in Malibu, Santa Monica und an sportlich durchtrainierte Typen in Venice Beach. Diese Stadt schafft Bilder und Gefühle.
Zumindest aber denken wir nicht an erster Stelle an Architektur. Kein „Leuchtturmgebäude“ wie das Empire State Building in New York, der Sears Tower oder das John Hancock Buliding in Chicago oder die Golden Gate Bridge in San Francisco lenken die Aufmerksamkeit zielorientiert auf ein einzelnes herausragendes Gebäude. Bei Architekten gilt Los Angeles jedoch als eine der Städte für Baukunst!

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Festivals, Medien & TV

Internationales Filmfest Emden-Norderney: Anna Maria Mühe, Rolf Becker und Bundespräsident a.D. Christian Wulff über politischen Sinn und Unsinn – und die Absurditäten des Alltags

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Geschrieben von: Dagmar Reichardt - Freitag, 12. Juni 2015 um 11:25 Uhr
Gala FFEN

Was haben Anna Maria Mühe und die „NSU“ (Nationalsozialistischer Untergrund), Rolf Becker und die Nazis, Christian Wulff und Norderney gemeinsam? – Antwort: Sie kommen auf dem 26. Internationalen Filmfest Emden Norderney zusammen, um über ihre Filmprojekte zu sprechen. Zum Teil machen sie in der historischen Landschaft Ostfrieslands gar gemeinsame Sache, und dabei geht es um Politik…

Jedes Jahr treffen sich bekannte Schauspieler, Branchenneulinge, Filmschaffende, Kritiker und Festivalgäste eine Woche lang in Deutschlands westlichster Seehafenstadt Emden. Beim beliebten „Film-Tee” oder, Friesisch ausgedrückt, „lecker Koppke Tee mit Kluntje und Rohm”, trank dieses Jahr Ehrengast Anna Maria Mühe – als frisch gekürte Preisträgerin des Emder Schauspielpreises 2015 – drei Tassen vom geblümten Rosenservice und plauderte dabei vor zahlreichen Zuschauern im Emder „Forum” mit Moderatorin Jenni Zylka über ihr neuestes, Aufsehen erregendes Filmprojekt.

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Film

„Victoria”. Außer Atem zwischen Kreuzberg und Berlin Mitte

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Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 11. Juni 2015 um 10:31 Uhr
Victoria Film Trailer

„Victoria” trifft mitten ins Herz. Das ungewöhnliche Gangsterdrama von Regisseur Sebastian Schipper explodiert vor Energie, Tempo, unbändiger Lebenslust und irgendwann auch Verzweiflung. Gedreht in einem Take, 140 Minuten ohne Schnitt. Deutsches Kino mit Kult-Potenzial.

Noch eine Stunde, dann geht auch diese Nacht ihrem Ende zu. Victoria (Laia Costa), eine junge Spanierin, ist neu in der Stadt. Sie tanzt allein in der Disco, sucht Anschluss, baggert vergebens den Barkeeper an, trifft draußen auf Sonne (Frederick Lau) und seine Kumpel, vier selbstsichere Berliner Jungen, laut, frech, schräge, ihre Macho-Sprüche klingen herrlich sinnlos, großspurig. Victoria ist verlegen, verblüfft, verwirrt.

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Kunsthandwerk, Grafik & Design

„Fast Fashion“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Mittwoch, 10. Juni 2015 um 10:05 Uhr
„Fast Fashion“

„Fashion Victims“ nennt man die (zumeist weiblichen) Konsumenten, die jeden Trend mitmachen, egal, ob er zum eigenen Typ passt oder nicht. Die wahren Opfer der Mode jedoch sind weit davon entfernt, irgendeinem Trend folgen zu können. Es sind die Textilarbeiter und vor allem -Arbeiterinnen, die unter meist katastrophalen Bedingungen in Billiglohnländern wie Bangladesch, China, Indien, Kambodscha oder Vietnam für die amerikanische und europäische Überflussgesellschaft schuften.
In der Ausstellung „Fast Fashion“ zeigt das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe derzeit die beklemmenden Schattenseiten der Mode, die hierzulande nur allzu gern verdrängt werden.

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Musik

Jackson Browne

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Geschrieben von: Redaktion - Dienstag, 09. Juni 2015 um 09:52 Uhr
Jackson Browne

Lässig, zeitlos, elegant: Mit dem lang ersehnten Album „Standing in the breach“ schafft Jackson Browne 2014 ein ehrwürdiges Comeback.
Hits wie „Doctor, My Eyes“, „Rock me on the water“ und „Take it easy“ waren der Beginn seiner erfolgreichen Singer- und Songwriter Karriere. David Crosby von Crosby, Stills, Nash & Young bezeichnete Jackson Browne einmal als den „verdammt besten Songwriter im heutigen Amerika, bei dessen Songs man eine Gänsehaut bekommt“. Nach sechs Jahren kommt er jetzt mit seinem neuen Programm nach Deutschland zurück. Am 21. Juni spielt er um 19 Uhr auf der Freilichtbühne im Hamburger Stadtpark und gibt uns vorher Auskunft über seine musikalischen und politischen Motivationen.

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Theater - Tanz

Molière: Der Bürger als Edelmann

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Sonntag, 07. Juni 2015 um 10:00 Uhr
Der Bürger als Edelmann

Dieter Hallervorden spielt im Ernst-Deutsch-Theater Molières eitlen und geltungssüchtigen „Bürger als Edelmann“. Ein Sommerspaß, eine Gesellschaftsposse mit einigen Ausrutschern und dem Komödianten Didi Hallervorden in seiner besten Rolle – als Didi Hallervorden.

Was für eine Zeit für einen Komödienschreiber wie Molière! Die Glanzzeiten der Adelsherrschaft neigen sich dem Ende zu, das Bürgertum steigt auf, wird ökonomisch mächtig, bereit den Adel an der Spitze der Gesellschaft abzulösen und bleibt dennoch gesellschaftlich weit hinter ihm angesiedelt. Dessen Angehörigen verteidigen ihren Primat, die alten Privilegien, feine Lebensart und Bildungschancen hochnäsig, auch wenn’s in ihrer Kasse längst mau aussieht.

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Festivals, Medien & TV

Filmfest Emden-Norderney: Auf der Suche nach Menschlichkeit

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Geschrieben von: Claus Friede - Samstag, 06. Juni 2015 um 09:30 Uhr
Filmfest Emden-Norderney: Auf der Suche nach Menschlichkeit

Das Filmfest Emden-Norderney öffnete in dieser Woche zum 26. Mal die Kinopforten. Wie kaum ein anderes Filmfestival im Norden zeichnet sich Emden nicht allein durch die Fokussierung auf Publikum und weniger auf Branche aus, sondern insbesondere auf eine gute, wohlüberlegte Programmatik.

Eröffnungsfilme bei Festivals werden recht gerne im Fach Komödie gewählt, ein lustiger und heiterer Einstieg ist da der bevorzugte verlässliche Freund und sorgt für gute Stimmung. Das Filmfest im äußersten Nordwesten der Republik geht da oft vielschichtigere Wege – heiteres Lachen nicht weniger ausgeschlossen.

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Film

„Kind 44”. Gefährliche Wahrheit

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Geschrieben von: Anna Grillet - Freitag, 05. Juni 2015 um 14:10 Uhr
Kind 44 Fim Trailer

Moskau 1953, Stalins letzte Säuberungswelle verbreitet Angst und Schrecken. Der Staatssicherheitsdienst sucht nach Verrätern des Sozialismus. Folter wie Hinrichtungen gehören zum Alltag. Ein ungewöhnlicher Schauplatz für einen opulenten epischen Thriller made in USA. Es geht um eine vermeintliche große Liebe und einen Serienkiller, um Verbrechen als Spiegel der Gesellschaft. Bisher war die politische Ära jener Zeit und auch der Gulag ein Tabu für Hollywood.
Eigentlich wollte Produzent Ridely Scott selbst Regie führen, früh hatte er sich die Filmrechte gesichert von “Kind 44”, dem Debütroman und Bestseller des britischen Autors Tom Rob Smith. Dann aber entschied er sich für den chilenisch-schwedischen Action-Spezialisten Daniél Espinosa als Regisseur. Das Drehbuch schrieb Richard Price.

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Film

„Die Frau in Gold” – Späte Gerechtigkeit oder nur ein Etappensieg?

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Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 04. Juni 2015 um 11:15 Uhr
Die Frau in Gold Film & Trailer

Der britische Regisseur Simon Curtis schildert den zermürbenden Kampf um die Restitution jenes berühmten Gustav-Klimt-Gemäldes, das die Nazis einst geraubt hatten: ‘Adele Bloch-Bauer I’.
Grandios Helen Mirren in der Rolle der jüdischen Emigrantin Maria Altmann. Die schmerzvollen Erinnerungen an den Terror des Hitlerregimes und die Flucht aus Wien in die USA quälen sie, aber geben ihr zugleich auch die Kraft für den fast aussichtlosen Rechtsstreit um das rechtmäßige Erbe ihrer Familie.

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