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Die OÖ Landes-Kultur GmbH hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) und den österreichischen Kulturforen das Artist in Residence Programm OÖ AIR.GOV ausgeschrieben.

 

Ausgewählt wurden für
OÖAIR.GOV 2025, von September bis November in einem österreichischen Kulturforum
(ÖKF)
ÖB ACCRA:
Verena Andrea Prenner

ÖKF BUDAPEST
Karoline Pöhn

ÖKF Pretoria – für CAPE TOWN
Jacob Bartmann

ÖKF WARSCHAU
Marie-Andrée Pellerin

Nach der Rückmeldung der beteiligten Leiter:innen der österreichischen Kulturforen und ihrer Partner:innen entschied die Jury, bestehend aus: 
Tünde Huber, Leiterin der Abt. V.2 Durchführung kultureller und wissenschaftlicher Veranstaltungen im Ausland, Thomas Kloiber, Referatsleiter V.2b – Ausstellungen und digitale Medien, vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), Alexandra Kahl, Künstlerin, Stipendiatin des OÖAIR.GOV Residency Programms 2023, Michaela Seiser, Abteilungsleiterin Kuratierung OÖ Landes-Kultur GmbH und Genoveva Rückert, Kuratorin OÖAIR Artist in Residence, von der OÖ Landes-Kultur GmbH.

Das Spektrum der ausgewählten Einreichungen erstreckt sich über alle Medien, von Fotografie und performativen Ansätzen, über Audioinstallation und Mode und Textilkunst bis hin zur Skulptur und insbesondere Keramik.

Der Auslandsaufenthalt und das Netzwerk der Österreichischen Kulturforen bieten den Gastkünstler:innen die Möglichkeit, die eigene Arbeit in einem neuen Kontext weiterzuentwickeln:

Verena Andrea Prenner beschäftigt sich künstlerisch und soziologisch mit der textilen Tradition in Ghana und dem „Einbruch“ europäischer Second-Hand-Kleidung in Afrika. Eine Serie ihrer mit selbst gemachten Kostümen inszenierten Fotografien wird aus der Recherche entstehen.

Karoline Pöhn führt in Budapest die Beschäftigung mit industriellen Nebenprodukten der Textilproduktion ihrer Werkserie „NOBODY EXHIBITIS“ weiter. Dabei lotet sie das ästhetische und konzeptuelle Potenzial lokaler industrieller Überschüsse oder alltäglicher textiler Reste sowie die narrative Kraft ihrer Herkunft, Struktur oder Funktion in wandelbaren großformatigen Skulpturen aus.

Jacob Bartmann wird sich im bedeutenden Keramik-Studio Imiso in Cape Town mit dem skulpturalen Potenzial von Speichern beschäftigen. Alltagsobjekte wie eine Regentonne, ein Buch oder eine Festplatte aber auch das Museum, sind im erweiterten Sinn Gefäße und Träger materieller oder immaterieller Werte wie Wasser, Energie, Informationen, Saatgut oder kulturelles Wissen.

Marie-Andrée Pellerin wird ihr Projekt „Wind Blurs Lines” in Warschau und im Tatra-Gebirge in Polen weiterentwickeln, um ihre langjährige Auseinandersetzung mit dem Wind zu vertiefen. Eine Klangkomposition aus natürlichem Wind und Tönen von Blasinstrumenten wird dabei zu einer Metapher für eine grenzenlose Zusammenarbeit zwischen Polen und Österreich.

Sepp Schellhorn, Staatssekretär für Auslandskultur im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten:
„Kultur ist vielleicht unsere leiseste Diplomatie – aber oft die wirksamste. Durch jenes ResidencyProgramm bietet das Außenministerium oberösterreichischen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, internationale Netzwerke zu knüpfen und ihr Schaffen durch neue Einflüsse zu bereichern. Ich freue mich, dass mit Südafrika und Ghana zwei neue Destinationen in das Programm aufgenommen wurden, die unser verstärktes außenpolitisches Interesse am Austausch mit dem afrikanischen Kontinent widerspiegeln. Den Stipendiatinnen und dem Stipendiaten wünsche ich erfolgreiche, inspirierende Aufenthalte in Warschau, Budapest, Accra und Kapstadt.“

 

Landeshauptmann Thomas Stelzer:
„Die Bandbreite der ausgewählten Projektvorschläge ist sehr vielfältig und reicht ausgehend von Recherchen und der Auseinandersetzung mit lokalen Besonderheiten bis zur Beschäftigung mit der spezifischen Ökonomie, Kultur und Geschichte des jeweiligen Landes und Ortes. Erfreulicherweise sind sowohl jüngere und aufstrebende Künstlerinnen und Künstler als auch etablierte und renommierte Persönlichkeiten vertreten.“

Mit Abstand die meisten der 23 Einreichungen gingen für das Österreichische Kulturforum in Warschau ein, das auch einen Ausstellungsraum und eigenen Kurator hat. Budapest hat mit seiner spannenden Kunstszene und dem Aufenthalt im Art Quarter Budapest viel zu bieten. Besonders spannend wird es mit der Unterstützung der afrikanischen Partner den jeweiligen Kulturraum in Südafrika und Ghana zu erfahren.

Quelle und alle Details zu laufenden Ausschreibungen und Wettbewerben: https://www.ooelkg.at/de/wettbewerbe-und-stipendien.html

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