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Zwei Leben für die Kunst Ida Dehmel (1870 -1942) förderte die Kunst, nicht nur als Muse bedeutender Dichter. Die Wahlhamburgerin gründete 1926 die GEDOK, um in einer Gemeinschaft gezielt moderne Künstlerinnen aus allen Kulturbereichen zu unterstützten und mit Fördernden zu vernetzen.

 

Ihr eigenes Leben verglich sie mit einem „Schatz Perlschnüre“. Als Jüdin seit den dreißiger Jahren zunehmend mundtot gemacht, nahm sie
sich 1942 das Leben. Dehmels Einsatz für Frauenrechte und die Freiheit der Kunst feiert die GEDOK anlässlich ihres hundertsten Gründungsjahres bundesweit. In Lübeck erinnert der Salon IDA an unsere Ahnin, eine engagierte Frau, die ihren „Mitschwestern“ Vielfalt und Toleranz vorlebte – etwas, das heute wieder bedroht ist. Der Name Salon IDA ist auch eine Verbeugung vor der Lübecker Literatin Ida BoyEd (1852-1928). Diese protegierte seit dem Erscheinen der Buddenbrooks nicht nur den zwanzig Jahre jüngeren Thomas Mann, sondern bereicherte als „Dichterfürstin“ das Kulturleben der Hansestadt mit einem literarischen Salon.

 

Plakat A4 Salon IDA I

 

„Nichts ist so sicher wie dein Wollen.“
Die Schriftstellerin Ida Boy-Ed musste viele Niederlagen und Rückschritte hinnehmen, bis sie endlich vom Schreiben leben konnte. Zeitlebens blieb sie ihrer Heimatstadt Lübeck treu: Hier schrieb sie mehr als 70 Romane und veröffentlichte Erzählbände, einige ihrer Bücher wurden auch ins Niederländische, Dänische und Schwedische übersetzt. Als berühmt gewordene Schriftstellerin lud sie angehende Künstler*innen und interessierte Gymnasiat*innen in ihren Salon ein. Der Lübecker Senat verlieh Boy-Ed für ihre Verdienste um die Stadt und anlässlich ihres 60. Geburtstages im Jahr 1912 ein dauerhaftes Wohnrecht: Im ehemaligen Zöllner-Haus neben dem Burgtor lebte Ida bis zu ihrem Tod. In einem literarischen und bebilderten Vortrag bringt uns die Autorin Marion Hinz den Werdegang und das Werk der von vielen vergessenen Schriftstellerin näher.

 

Ein passender Auftakt für den Salon IDA, der anlässlich des 100. GEDOK-Jubiläums die Literatur von Frauen feiert.


Marion Hinz: Ihr Schwerpunkt ist die Lyrik (Leicht ist mein Herz, Husum Verlag), als Journalistin leitet sie das Ressort Literatur bei KulturPort.de, ihr besonderes Interesse gilt Künstlerinnenbiografien.

 

Quelle: GEDOK, Lübeck

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