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Kultur Kolumne

Meinung

Der junge Köhnke

Details
Geschrieben von: Frank-Peter Hansen - Sonntag, 24. Mai 2020 um 09:14 Uhr

Da, meines Wissens, aus Anlass des Todes Klaus Christian Köhnkes am 24. Mai 2013 in der Kulturredaktion des Flensburger Tageblatts sich niemand dazu verstanden hat, über den gebürtigen Flensburger, dessen geistiger Höhenflug wahrhaft atemberaubend gewesen ist, etwas personen- und fachbezogenes zu Papier zu bringen, war es mir, vor allem aus Dankbarkeit, ein Bedürfnis, mit etwas Verspätung in diesem Sinne das Unterbliebene nachzuholen.

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Follow Book

Benjamín Labatut: Das blinde Licht

Details
Geschrieben von: Stefan Diebitz - Freitag, 22. Mai 2020 um 08:36 Uhr

Wie übersetzt man die Sprache der Mathematik in Metaphern und Vergleiche? Kann man sich bildlich vorstellen, wie das Innere eines Atoms aussieht?
Um die Erfahrung einer verborgenen Realität in Sprache und Bildern geht es in „Das blinde Licht“ des noch jungen chilenischen Autors Benjamín Labatut.

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CDs JazzMe

Mette Juul: New York – Copenhagen

Details
Geschrieben von: Sabine Meinert - Dienstag, 12. Mai 2020 um 14:11 Uhr

Kurz bevor das Reisen Corona-bedingt nicht mehr möglich war, legte die dänische Musikerin Mette Juul eine weitere Aufnahme vor, die schon Monate zuvor zeitgleich zu „Change“ (09/2019) recorded wurde. Das Album New York – Copenhagen zeigt sich als willkommene Erinnerung, die Konzertbesuche, Ferienausflüge und Städtetouren gedanklich zurückruft. Es erinnert an Abende, die beim Plaudern mit Herzensfreunden ausklangen und an denen das Lachen kein Ende nahm – warm und herzlich. Essenziell in diesen Zeiten, so scheint es.

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Klartext

Das Ende des Bücherjournals beim NDR?

Details
Geschrieben von: Peter Schmidt - Montag, 11. Mai 2020 um 15:37 Uhr

Ein offener und öffentlicher Brief an den Intendanten des Norddeutschen Rundfunks

Herrn Joachim Knuth
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg

Betr.: Meldung über das 300 Mio. Sparprogramm

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CDs KlassikKompass

Sarah Traubel: Arias for Josepha

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Dienstag, 05. Mai 2020 um 08:54 Uhr

 

Das hier vorgestellte Album ist nicht nur eine Hommage an eine besondere musikalische Zeit und eine legendäre Sopranistin, sondern insbesondere ein Beleg für ein engmaschiges Netzwerk um Wolfgang Amadeus Mozart. Gleichzeitig ist dies eine Österreich-Reise, ins Wien der Habsburger Monarchie des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.
Vor dem Hintergrund der Aufklärung zur Regentschaftszeit von Maria Theresia über Joseph II. bis zu Franz II. in denen es in Wien zum Kulturkampf und neuen kulturellen Theorien und Orientierungen kam, stellt die Sopranistin Sarah Traubel, gemeinsam mit dem Orchester der PKF- Prague Philharmonia unter der Leitung von Jochen Rieder, eine Reihe von Arien dieser Epoche vor.

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CDs JazzMe

Jens Wawrczeck: Celluloid

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Donnerstag, 30. April 2020 um 08:07 Uhr

 

Jeder, der regelmäßig und aufmerksam ins Kino geht, um sich von Filmen in eine andere Realität entführen zu lassen weiß, wie wichtig Filmmusik ist. Sie schafft Spannung, Stimmung, Vorstellungen und Erinnerungen.
Schauspieler und Sprecher Jens Wawrczeck geht es offensichtlich nicht anders. Sein erstes Album ist keines der vielen Hörbücher, die man sonst von ihm so wundervoll besprochen kennt, sondern eine Musik-CD, auf der die Liebe zum Film, zur Filmmusik, zu deren Songs und zu seinem Beruf zum Tragen kommt.

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Follow Book

Bram Stoker: Der Zorn des Meeres

Details
Geschrieben von: Stefan Diebitz - Mittwoch, 29. April 2020 um 08:44 Uhr

 

Im Mareverlag ist in einer hübschen Ausgabe die Erzählung „Der Zorn des Meeres“ erschienen – ein Titel, auf den ich vielleicht nicht geachtet hätte, hätte sein Autor nicht zwei Jahre später ein viel berühmteres Buch verbrochen: „Dracula“.
Bram Stoker (1847-1912) ist der Autor vieler Bücher. Sein neben „Dracula“ (1897) erfolgreichstes ist ein Lehrbuch für Justizbeamte, das noch lange nach seinem Tod aufgelegt wurde.

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Follow Book

Anna Burns: „Milchmann“

Details
Geschrieben von: Marion Hinz - Dienstag, 28. April 2020 um 08:18 Uhr

 

Über das Leben in Nordirland in den 1970erJahren: „Der Roman „Milchmann“ ist stilistisch vollkommen unverwechselbar. In einem Moment beängstigend, dann wieder inspirierend. Überwältigend“, so die Jury des Man Booker Prize, mit dem Anna Burns „Milkman“ 2018 als erster irischer Roman überhaupt ausgezeichnet wurde.
Das Buch wurde international zur Sensation, erhielt zahlreiche weitere Preise. Jetzt ist das brillante literarische Werk im Tropen Verlag auf Deutsch in der wunderbar stimmigen Übersetzung von Anna-Nina Kroll erschienen.

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Follow Book

Menschenwürde und das falsche moralische Bewusstsein

Details
Geschrieben von: Stefan Diebitz - Dienstag, 21. April 2020 um 08:54 Uhr

 

Wirklich, für mich war dieser Meister des Grauens ein Zeitgenosse, denn wie wäre es sonst möglich, dass man am Anfang der Romanverfilmungen mit Fuchsberger und Konsorten sein „Hier spricht Edgar Wallace“ hört?
In meiner Jugend hielt ich es für selbstverständlich, dass es der König des Kriminalromans höchstpersönlich war, der da sprach, aber in Wahrheit war er bereits seit vielen Jahren tot: Edgar Wallace (1875-1932), „The King of Thrillers“, versammelte sich bereits Anfang der 1930er Jahre zu seinen Ahnen und konnte also in den Sechzigern unmöglich anders als aus dem Jenseits zu uns sprechen.
Dass Wallace einer in jeder Hinsicht anderen Zeit als der unsrigen angehörte, kann man an einer ganz beiläufigen Bemerkung erkennen, mit der sich ihm und seinen Lesern ein Bösewicht als leibhaftiger Teufel offenbart. In den „Toten Augen von London“ erklärt nämlich ein durch und durch gewissenloser Mensch, dass für ihn „ein Mensch nichts weiter als irgendein anderes animalisches Leben“ sei, und der Police Inspector als die Verkörperung alles Guten kann angesichts dieser Bemerkung „kaum einen Schauder unterdrücken.“ Was hätten dieser Polizist und sein Erfinder wohl gesagt, wenn sie heutige Bücher über Moralphilosophie lesen würden?

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Follow Book

Untergegangen und vergessen: Indianische Kulturen

Details
Geschrieben von: Stefan Diebitz - Donnerstag, 16. April 2020 um 17:29 Uhr

 

Nein, nicht alle Deutschen waren oder sind Karl May-Leser, aber noch heute, so lange nach seinem Tod, dürfte die Anhängerschaft des sächsischen Homer gigantisch sein. Und so kennt den Namen Winnetou fast jeder.
Winnetou ist der Typ des edlen Wilden, ein begabter Mensch, der sich trotz der ungünstigen Umstände seiner Geburt zu einem kultivierten Individuum entwickeln konnte. Ohne Hilfe von außen wäre das natürlich niemals möglich gewesen – Apachen mochten gute Menschen sein, aber Kultur war nicht ihre Sache, und so waren sie dringend auf einen Kulturbringer aus dem Land der Dichter und Denker angewiesen. So dachte der Dichter am Schreibtisch seiner Villa Bärenfett, und so denken noch heute viele.

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Meinung

Aktualität einer alten Studie: „Macht und Masse“

Details
Geschrieben von: Stefan Diebitz - Mittwoch, 08. April 2020 um 11:14 Uhr

 

Eine unerwartete Aktualität hat in diesen Tagen die Studie „Masse und Macht“ gewonnen, die der spätere Nobelpreisträger Elias Canetti 1960 erscheinen ließ. In mehrfacher Hinsicht ist die Thematik des Buches für uns Heutige wichtig. Zunächst wegen seines Hauptthemas, der Masse, aber auch wegen der Corona-Krise, auf die man nach der Lektüre des Buches vielleicht ein wenig anders blickt.

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Follow Book

Axel Simon: Eisenblut

Details
Geschrieben von: Hans-Joachim Schneider - Montag, 06. April 2020 um 11:29 Uhr
Axel Simon: Eisenblut Foto: Rowohlt

Das alles für was?
„Eisenblut“ ist der erste Band einer Reihe, in der Gabriel Landow, gefallener Sohn einer ostpreußischen Getreidejunker-Dynastie, als Ermittler eingeführt wird.

Der Hamburger Autor Axel Simon wählt als Setting des Romans das Berlin des Jahres 1888 – das sogenannte Dreikaiserjahr.

Die einzelnen Kapitel beginnen jeweils mit „Noch xx Tage bis zum Tode des Kaisers“. (Gemeint ist der zweite Kaiser dieses Jahres, Friedrich III, der nach 99 Tagen Regentschaft an Kehlkopfkrebs starb.)

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CDs JazzMe

The Henry Girls: Shout, Sister Shout

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Donnerstag, 02. April 2020 um 08:08 Uhr
The Henry Girls Shout, Sister Shout

Sie sind Irish, sie sind Geschwister, sie sind gut!
In dem Dreihundert-Seelen-Nest Malin (Irish: Málainn), in der Grafschaft Donegal, ganz im äußersten Norden der irischen Insel sind die drei Musikerinnen zuhause. Karen, Lorna und Joleen McLaughlin nennen sich „The Henry Girls“, haben alle Musik studiert und sind Multiinstrumentalistinnen.

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Follow Book

Die letzten zehn Tage im Leben einer Ikone: „Ach, Virginia“. Ein Roman über Virginia Woolf

Details
Geschrieben von: Marion Hinz - Montag, 30. März 2020 um 09:01 Uhr
Die letzten zehn Tage im Leben einer Ikone Ach, Virginia. Ein Roman ueber Virginia Woolf

Virginia Woolf (1882-1941) ist eine Ikone der literarischen Moderne. Wie kaum eine andere Frau ihrer Zeit steht sie für das Ringen um Eigenständigkeit und Raum für sich. Ihr Leben war geprägt vom ständigen Wechsel zwischen Kreativität und Krankheit.
In seinem biografischen Roman „Ach, „Virginia“ bezeichnet Michael Kumpfmüller die große Schriftstellerin gleich zu Beginn als kleines Mädchen „das sie ja ist und bis zum Ende bleiben wird“. Das Ende, das ist der Tod. Das ist der mit Steinen in den Manteltaschen beschwerte Gang ins Wasser. Zum Zeitpunkt des Geschehens ist Virginia Woolf 59 Jahre alt.

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