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Kultur Blog

Film

„The Place beyond the Pines” – ein Vater-Sohn-Drama

Details
Geschrieben von: Mirjam Kappes - Freitag, 28. Juni 2013 um 10:19 Uhr
„The Place beyond the Pines”

Ryan Gosling als Bankräuber, Bradley Cooper als Polizist: Im neuen Film von Regisseur Derek Cianfrance geht es um die schicksalhafte Kreuzung zweier Lebenswege, um Kriminalität und Moral, und darum was es heißt, eine Familie zu sein.
Fröhliche Jahrmarktsmusik dringt gedämpft durch die Tür. Ein tiefes, stoßartiges Ausatmen ist zu hören, und dann: die raschen Schnappgeräusche eines Klappmessers, auf und zu, auf und zu. Schon die ersten paar Sekunden von „The Place beyond the Pines“ sind akustischer Nervenkitzel, die spürbar in der Luft liegende Gefahr, das Adrenalin, das durch die Adern rauscht.

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Musik

Klezmer Tales - Yxalag: "Fargint Zikh"

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Donnerstag, 27. Juni 2013 um 09:29 Uhr
Klezmer Talers - Fargint Zikh - Yxalag

Regeln sind da um gebrochen zu werden, nicht aus Prinzip, sondern weil es Horizonte erweitert.
Das gilt zwar nicht für Glaubensfragen und schon gar nicht für orthodox-jüdische, aber für musikalische allemal.
"A Yiddishe Mamme" hieß das Debütalbum einer Gruppe von sieben Lübecker Musikstudenten, die sich 2008 den merkwürdigen Auftrittsnamen "Yxalag" gegeben haben. Behutsam und ungestüm zugleich tauchten die drei Musikerinnen und vier Musiker in die Welt der Klezmorim - und brechen Regeln.

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Fotografie

Tobias Zielony: "Jenny Jenny"

Details
Geschrieben von: Christel Busch - Dienstag, 25. Juni 2013 um 09:59 Uhr
Tobia Zielony - Troja und Jenny Jenny

Er gehört zu den renommiertesten Fotografen der zeitgenössischen Dokumentation: Tobias Zielony.
Seit Jahren gilt sein Interesse der sogenannten jugendlichen Subkultur, den "Losern" und "Underdogs". In seinen Fotoarbeiten porträtiert er diese jungen Menschen in ihrem sozialen Umfeld. Die Berlinische Galerie im Landesmuseum für Moderne Kunst präsentiert jetzt seine aktuellste Fotoserie "Jenny Jenny" sowie Fotografien aus der Reihe "Trona". Fotokunst von bedrückender Intensität!

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Bildende Kunst

Sprengel Museum Hannover: „Schwitters in England"

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Geschrieben von: Wilfried Dürkoop - Montag, 24. Juni 2013 um 14:07 Uhr

Kurt Schwitters, neben Wilhelm Busch, das zweite Genie aus Niedersachsen im Pantheon der Kunst, lebte als Exilant von 1940 bis zu seinem Tod 1948 in England. Das dort entstandene Werk des Meisters wird jetzt im hannoverschen Sprengel Museum präsentiert.

Schwitters, der einst traditionelle Heidelandschaften, Dorfdächer und Porträts malte und dann in den mageren Jahren nach dem Ersten Weltkrieg mit seinen Merz-Bildern – auf Holz geleimten oder genagelten Kinokarten, Staniolpapieren, Fahrscheinen, zerrissenen Schuhsohlen, Garderobennummern, Knöpfe oder Federn – berühmt und erfolgreich wurde, musste erleben, wie die Nationalsozialisten seine Kunst diffamierten, sie als „vollendeten Wahnsinn“ bezeichneten. Er brach 1937 heimlich nach Norwegen auf, wo er in den Jahren zuvor seine Urlaube verbracht hatte. Nach der Besetzung des Landes durch die Deutschen drei Jahre später floh er an Bord der „Fritjof Nansen“, dem letzten Eisbrecher, der das Land samt der norwegischen Exilregierung verließ, in Richtung England.

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Kultur, Geschichte & Management

Neuer Glanz an alten Türen: Wiedereröffnung des Savoy-Kinos in Hamburg

Details
Geschrieben von: Mirjam Kappes - Samstag, 22. Juni 2013 um 11:30 Uhr
Savoy Kino Hamburg Steindamm

Eine zweite Chance für das altehrwürdige Lichtspielhaus am Steindamm: Nach mehrmonatiger Renovierungsphase nimmt das Savoy als neues Originalversion-Kino in Hamburg seinen Betrieb wieder auf.
Eine zwanzig mal acht Meter große Leinwand, goldene Vorhänge, verstellbare Ledersessel aus Norwegen, Sektkühler im Logenbereich: Das neue Savoy-Filmtheater kann sich sehen lassen. Mehr als fünf Monate hat der Umbau gedauert, 1,2 Millionen hat er gekostet: Kinobetreiber Hans-Joachim Flebbe hat kräftig investiert, um das Savoy wieder bespielbar zu machen. Ein Herzensprojekt: „Der Zuschauerraum des Savoy ist einer der schönsten noch existierenden Filmtheatersäle Hamburgs,“ schwärmt Flebbe. Der ehemalige Cinemaxx-Gründer hatte schon lange den Plan, ein Premium-Kino in Hamburg zu eröffnen – und ist jetzt bei der traditionsreichen Filmspielstätte fündig geworden.

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Festivals, Medien & TV

Biennale di Venezia – Vanity Fair mit Herz für Außenseiter

Details
Geschrieben von: Florian Maaß - Freitag, 21. Juni 2013 um 10:05 Uhr
Biennale di Venezia

„One second please!” versucht ein Fotograf die Vorbeiziehenden im Eingangsbereich eines Pop-Art-Cafés erfolglos mit theatralischer Ansprache zum Stehenbleiben zu bewegen.
Sein Model steht genau hinter dem Strom der Besucher gleichmütig lächelnd, als erwarte sie gar keinen Erfolg des Unterfangens. Ein gelungenes Happening, das die verzweifelte Suche nach Aufmerksamkeit im aufgeregten Betrieb der 88 Pavillons und 155 Künstler (etwa so viele wie die letzten beiden Ausgaben zusammen) der 55. Biennale von Venedig kritisiert. Moment – ist das nicht...? Tatsächlich! Es ist Michel Friedmann, der versucht, Lebensgefährtin Bärbel Schäfer für ein Andenkenfoto ins rechte Licht zu rücken. Aber die aktuelle Biennale zaubert so viel Überraschendes aus dem Hut, dass auch der Auftritt der TV-Moderatoren gut als Programmteil hätte durchgehen können.

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Bildende Kunst

Zeitgenössische Kunst in Schloss Wiligrad: Sommersalon 13 – Sommergäste

Details
Geschrieben von: Christel Busch - Donnerstag, 20. Juni 2013 um 10:23 Uhr
Zeitgenössische Kunst in Schloss Wiligrad: Sommersalon 13 – Sommergäste

Der Kunstverein Wiligrad e.V. stellt in seiner Ausstellung "Sommersalon 13 – Sommergäste" die Leipziger Künstlerin Gudrun Petersdorff und ihren Malerkollegen Michael Kunert vor.
Als Gegenpol zur Malerei zeigt die Schau kleinformatige Plastiken der Bildhauer Michael Jastram aus Berlin und Winni Schaak aus Lübeck. Die Schau oszilliert sozusagen zwischen Skulptur und Malerei.
Bleibt für den interessierten Besucher nur die Frage, wo liegt Schloss Wiligrad?

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Theater - Tanz

Die getanzte Liebe: "Romeo und Julia" des Ballets de Monte-Carlo

Details
Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Mittwoch, 19. Juni 2013 um 14:18 Uhr
Romeo und Julia“ Gastspiel Les Ballets de Monte-Carlo - Photo d'Anja et Stephan : photo Gia TO

Was ist nur mit der Hamburger Ballettgemeinde los?
Da gibt es schon mal eines der raren Gastspiele, wie jetzt bei den 39. Hamburger Ballett-Tagen in der Hamburg Oper – und dann sind die Ränge halb leer. Liebe Leser, seien Sie versichert: Sie verpassen etwas! Die „"Romeo und Julia“-Version des Ballets de Monte-Carlo ist großartig. Gestern Abend gab es stehende Ovationen für eine technisch brillante Compagnie, ein durch und durch bezauberndes, dramatisch ausgereiftes  junges Liebespaar – und für einen Pater Lorenzo, wie man ihn bislang noch nicht zu Gesicht bekam. Für heute Abend gibt es noch Karten – nix wie hin.

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Film

"The Grandmaster" – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 17. Juni 2013 um 13:54 Uhr

Gesamtkunstwerk oder Blockbuster: Wong Kar-Wais melancholisches Martial-Arts-Epos verwirrt, fasziniert, bleibt unvergesslich.

Der Film erzählt vom Leben zweier Kung-Fu-Meister im China der 1930er-Jahre, von Verrat, Ehre, Liebe und Krieg. Inspiriert wurde Wong Kar-Wai zu “The Grandmaster” durch den legendären Wing Chun Lehrer Yip Man, der als Mentor von Bruce Lee gilt. Den Protagonisten spielt wie in “2046” und “In the Mood for Love” wieder Tony Leung Chiu-Wai. Als Yip Man ist er Erzähler und Chronist zugleich. “Kung Fu – zwei Worte, waagerecht und senkrecht. Nur der gewinnt, der stehenbleibt. Stimmst Du mir zu?” Der Zuschauer wird direkt angesprochen und am Ende der 123 Minuten soll er eine Entscheidung treffen. Regisseur Wong Kar-Wai, ein Virtuose der Abstraktion, geht es weniger um Körperbeherrschung oder Selbstverteidigung, sondern um die Philosophie und Ethik der Kampfkunst.

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Kultur, Geschichte & Management

Beruf Künstler - Spitzenverdiener oder Hungerleider

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Geschrieben von: Christel Busch - Donnerstag, 13. Juni 2013 um 10:10 Uhr
Beruf Künstler: Spitzenverdiener oder Hungerleider

Der Kunstmarkt boomt. Einer kleinen Zahl von Spitzenverdienern steht eine riesige Schar darbender Künstler gegenüber.
Carl Spitzwegs Bild "Der arme Poet" vor Augen, fahre ich zu zwei freischaffenden bildenden Künstlerinnen. Ich möchte herausfinden, ob das Klischee vom Hungerleider noch stimmt.

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