Kultur Blog
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Ich wünschte, mehr Leute würden spüren, dass die Fotografie so ein Abenteuer ist wie das Leben selbst“, hatte Harry Callahan 1946 gesagt.
Damals war der Fotograf, der 1912 geboren wurde, noch ein junger Mann und hatte vor allem ein bevorzugtes Motiv: Seine schöne Frau Eleanor. Heute, vierzehn Jahre nach seinem Tod, gilt der Amerikaner als einer der einflussreichsten und innovativsten Fotografen der Geschichte. Dennoch blieb sein facettenreiches Werk in Europa bislang weitgehend unbekannt. insbesondere die Farbfotografie. Fest verankert im kollektiven Bilder-Gedächtnis ist lediglich eine Schwarz-weiß-Aufnahme, ein Bild, das zu den Ikonen der Fotografie des 20. Jahrhunderts zählt: Eine barbusige Nixe (Eleanor) mit langem, schwarzen Haar, die Augen geschlossen. Die Hamburger Deichtorhallen sind nun angetreten, die Sicht auf Harry Callahan zu erweitern. In der einer von Kuratorin Sabine Schnakenberg ganz wunderbar aufbereiteten Retrospektive wird sein umfangreiches Werk, das neben Porträts vor allem Naturaufnahmen und Stadtlandschaften zeigt, noch bis zum 23. Juni im Haus der Fotografie gezeigt.
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- Geschrieben von: Jan-Erik Burkard -

Der Kauf ihres ersten Kunstwerkes war Ursula und Jef Rademakers im Jahr 1988 noch gründlich auf den Magen geschlagen:
Vor lauter Entsetzen auf der Biennale von Paris ein sündhaft teures Gemälde einer Winterlandschaft gekauft zu haben, entschied sich das niederländische Ehepaar, den reservierten Tisch im extravaganten Restaurant kurzerhand zu stornieren und doch lieber bei einer Fastfood-Kette zu dinieren.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Der Countdown läuft und jeder Mitarbeiter der internationalen Gartenschau, kurz „igs" genannt, zählt mittlerweile die Tage und Stunden bis zur Eröffnung. Wer es nicht tut, dem zeigt die digitale Uhr im igs-Zentrum, wie rasch die Zeit verrinnt:
Eben noch bedeckten Schnee und Eis das rund 100 Hektar große Ausstellungsareal, das sich in Hamburg-Wilhelmsburgs Mitte rund um das IBA-Gelände erstreckt, nun stecken bereits Tulpen, Narzissen, Krokusse und Kaiserkronen ihre Köpfe aus der Erde. Und endlich können auch die 200.000 vorgezogenen Frühblüher gepflanzt werden.
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- Geschrieben von: Daniel Hirsch -

Über die Architektur des Nachwende-Berlins ist viel und leidenschaftlich gestritten worden.
Mehr als zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung zieht die Berlinische Galerie in ihrer Kabinettausstellung „Das Neue Berlin“ eine erste Bilanz über Gebautes und Ungebautes im Berliner Regierungsviertel – und wirft dabei einige interessante Fragen nach der Zukunft der baulichen Gestaltung unserer Hauptstadt auf.
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- Geschrieben von: Oliver Ballendat -

Vor den Kampnagel-Hallen sitzen Menschen im Freien, trinken Kaffee und genießen die letzten Sonnenstrahlen des ausklingenden Tages.
Weniger frühlingshaft waren hingegen die Orgelklänge der Schwedin Anna von Hausswolff und ihrer Band, die hier die Songs aus dem aktuellen Album 'Ceremony' präsentierten.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

„Ich fotografiere, damit die Dinge sichtbar erscheinen, die hinter den Dingen liegen."
Das Zitat von Knut Wolfgang Maron, einem der populärsten Vertreter der Subjektiven Fotografie, skizziert bildhaft seine im Staatlichen Museum Schwerin gezeigten Fotoarbeiten. Das Museum präsentiert die Serien „Von Profanem und Heiligem" aus dem Jahr 1992, „Bilder über Landschaften" sowie „Ein Leben", ein fotografisches Tagebuch über die letzten Lebensjahre seiner Mutter. Eine Fotokunst voller Symbole, Assoziationen und Metaphern, die den Betrachter zu einem intensiven Dialog herausfordert.
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- Geschrieben von: Ursula Zoller -

Zu ihrem 100. Geburtstag in diesem Jahr wird Meret Oppenheim mit mehreren Ausstellungen geehrt.
In Wien, in Berlin und derzeit auch in Hannover, wo das Sprengel Museum eine fein arrangierte Schau zeigt: „Über den Bäumen“ vereint gut 60 Arbeiten, vorwiegend aus dem zeichnerischen Werk der Künstlerin.
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- Geschrieben von: Annedore Cordes, u.a. -

Die Musikwelt feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag Richard Wagners.
Zum Jubiläum werden innerhalb von drei Wochen die zehn Hauptwerke des Bayreuther Meisters unter dem Dirigat von Opernchefin Simone Young an der Staatsoper gegeben. Wir sprachen mit einigen Künstlern und wollten gerne wissen: Was bedeutet Ihnen Richard Wagner? Welche Erlebnisse verbinden Sie persönlich mit dem Werk des Komponisten? Worin gründet Wagners Genialität? Oder: Was würden Sie Richard Wagner gerne fragen, wenn Sie ihm heute begegnen könnten?
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Halb Hamburg wird kommenden Sonnabend wieder auf den Beinen sein, um die größte Kulturparty des Jahres steigen zu lassen – die „Lange Nacht der Museen.“
Neu am 13. April: Es wird getwittert, was das Smartphone hält. Und damit auch alle alles sehen und lesen können, gibt es in zehn Museen „Twitter-Walls“ – die größte an der Fassade der Galerie der Gegenwart.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

„Ein Paranoiker ist jemand, der alle Fakten kennt“, sagte William S. Burroughs (1914-1997) einmal.
Er kannte alle Fakten: Mord, Heroinsucht, Homosexualität. In „Naked Lunch“, seinem Erstlingswerk von 1959, verarbeitete der amerikanische Schriftsteller seine Erlebnisse und Erfahrungen. Das Buch wurde in den USA ein Skandal und war bis Mitte der 60er-Jahre verboten. Dann wurde es Kult und zählt heute, neben Jack Kerouacs „On The Road“ und Allen Ginsbergs Gedicht „Howl“, zu den wichtigsten Werken der Beat-Generation. Die Hamburger Deichtorhallen zeigen nun in der Sammlung Falckenberg in Harburg eine umfangreiche Burroughs-Retrospektive, die den Schriftsteller erstmals als multimedialen Künstler vorstellt.
