Kultureinrichtungen und -vereine aus Mecklenburg-Vorpommern können ab kommender Woche Mittel zum Abbau von Barrieren beim Land beantragen. Insgesamt 100.000 Euro stehen für die Jahre 2026 und 2027 aus dem Sonderfonds der Fachstelle Kulturelle Teilhabe zur Verfügung. Diese zusätzlichen Mittel für mehr Barrierefreiheit reihen sich in das Engagement des Landes ein, Inklusion als Querschnittsaufgabe in Kunst und Kultur zu verankern.
Die Mittel können ab dem 21. September 2026 beantragt werden.
“Kunst und Kultur sind für alle Menschen da. Deshalb ist es wichtig, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen ohne Barrieren an Veranstaltungen und Projekten teilnehmen und sich einbringen können", sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Die Teilhabe an Kultur ist ein Menschenrecht. Für das Land Mecklenburg-Vorpommern ist es eine selbstverständliche Aufgabe, Kultureinrichtungen dabei zu unterstützen, ihre barrierefreien Angebote auszubauen.“
Denn Barrierefreiheit kommt vielen Besucherinnen und Besuchern zugute: Sie unterstützt Menschen mit Beeinträchtigungen dabei, selbstbestimmt durch Kulturveranstaltungen zu navigieren und ermöglicht es Kultureinrichtungen, niedrigschwellige und vielfältige Angebote für alle zu schaffen.
Über den Sonderfonds, der von der Fachstelle für Kulturelle Teilhabe verwaltet wird, können Investitionen gefördert werden. Dazu zählen unter anderem inklusive Medien wie Vorlesestifte oder akustische Anlagen, die sich direkt mit einem Hörgerät oder einem Implantat verbinden können sowie spezielle Wegeleitsysteme oder mobile Rampen.
Diese Investitionen helfen dabei, Kunst und Kultur zugänglich zu machen. „Mit dem Fonds wollen wir Mecklenburg-Vorpommerns Kultur darin bestärken, Barrieren vor Ort abzubauen“, sagte Ministerin Martin.
Das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten fördert seit 2024 über den Teilhabefonds inklusive und diverse kulturelle Kleinprojekte mit jährlich 50.000 Euro. Die Fachstelle für Kulturelle Teilhabe berät, qualifiziert und vernetzt Kulturaktive zu Barriereabbau und Diversität.
Die Fachstelle für Kulturelle Teilhabe ist ein Projekt, das über das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten gefördert wird. Im Rahmen der Fachstelle finanzierte der Teilhabefonds seit 2024 bereits 53 Projekte, die Inklusion, Teilhabe und Diversität in Kunst und Kultur stärken. Zwölf davon wurden im August dieses Jahres bereits neu bewilligt. Die Projekte, die seit August gefördert werden, machen zum Beispiel queeres Leben in Mecklenburg-Vorpommern sichtbar, fördern niedrigschwellige Atelierräume, Ausstellungen marginalisierter Künstlerinnen und Künstler und teilhabeorientierte Kulturveranstaltungen.
Die Anträge können bis zum 19. Oktober 2026 gestellt werden.
Informationen über die Antragstellung und Fristen erfahren Sie über die Fachstelle für Kulturelle Teilhabe
Fragen zum Fonds beantwortet die Fachstelle gerne unter 0381 3676 53 90.
Interessierte können sich ebenso unter https://kultur-land-mv.de/#veranstaltungen für die digitale Sprechstunde am 21.09.26 um 10 Uhr anmelden.
Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten
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