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Duboule | Tavelli | Oester. Foto: Nadia Tarra

Das Schweizer Trio Duboule | Tavelli | Oester (D | T | O) gehört zu den eigenwilligsten und innovativsten Ensembles der aktuellen Jazzszene.

Geleitet von Gitarrist Théo Duboule und Schlagzeuger Noé Tavelli und geprägt von ihrer tiefen Verbundenheit mit afro-diasporischen Traditionen, kühner experimenteller Improvisation und einem radikal-künstlerischen Geist, kreiert das Trio einen rohen und dringlichen Sound.

 

Nach dem von der Schweizer Kritik gefeierten Debüt „Street Sight“ (2022) geht D | T | O mit „Isobar“ nun den Schritt über die Landesgrenzen hinaus. Es ist ein kompromissloses, intensives neues Album geworden, das an nur zwei Tagen im September 2024 im Studio de la Fonderie in Fribourg aufgenommen wurde. Als besonderer Gast ist auf drei Stücken der legendäre Trompeter und Träger des Schweizer Musikpreises Matthieu Michel am Flügelhorn zu hören.

 

Im Gegensatz zu vielen nach harmonischer Dichte strebenden, gitarren-geführten Jazzgruppen schlägt D | T | O einen anderen Weg ein – eher vergleichbar mit McCoy Tyners modaler Kraft als Bill Evans’ harmonischem Reichtum. Die Band setzt auf Klangfarbe, Antrieb und Energie statt auf Komplexität und so entstehen in ihrer Erfahrung verwurzelte Stücke, die unmittelbar und körperlich sind.

 

Duboule Tavelli Oester Isobar COVERDas Album spiegelt auch die langjährige künstlerische Verbindung zwischen Tavelli und Duboule wider. Sie begegneten sich als Teenager an der legendären l’Association pour l’encouragement de la Musique impRovisée (AMR) in Genf, bevor sie gemeinsam an der Haute Ecole de Musique in Lausanne studierten. Ihre gemeinsame Geschichte verleiht der Musik ein tiefes gegenseitiges Verständnis und eine instinktive Interaktion, gewachsen über mehr als ein Jahrzehnt der Zusammenarbeit.

 

Bassvirtuose Bänz Oester und als Gast Matthieu Michel führen ihre musikalische Sprache auf dem Album weiter als je zuvor und verstärken den starken Drive der Gruppe. Die Musik ist aufgeladen, spontan und von Emotionen durchdrungen – sie schöpft aus Hip-Hop, Grunge, karibischen Rhythmen, Nirvana, Hendrix, Coltrane und vielen anderen afroamerikanischen Musiker der 1960er-Jahre.

In den Stücken von Isobar koexistieren Feuer und Nebel. „Materialism“ und der Titelsong „Isobar".

 

Hintergrund

Noé und Théo, beide 1992 in Genf geboren, begegneten sich an der legendären AMR – als junge Musiker, die sich zögerlich für Improvisation zu interessieren begannen. Ihre Verbindung vertiefte sich während des gemeinsamen Studiums an der Jazzabteilung der HEMu Lausanne, wo sie prägende Lehrpersonen trafen – unter anderem die Schweizer Größen Bänz Oester und Matthieu Michel.

Noé zog später nach New York, Théo nach Zürich und Berlin. Die Zusammenarbeit riss nie ab: u.a. im Trio mit Saxophonist Ohad Talmor, oder mit einem Jazz-Workshop, den sie seit 2017 jeden Sommer in Genf veranstalten.

2020 beschlossen sie, ein erstes gemeinsames Album namens Street Sight aufzunehmen – mit Bänz Oester am Bass. Seitdem haben sie über 20 Konzerte in der Schweiz gespielt.


Duboule | Tavelli | Oester: „Isobar“

Théo Duboule: E-, Akustikgitarre | Noé Tavelli: Schlagzeug, Perkussion | Bänz Oester:  Kontrabass | Matthieu Michel: Flügelhorn (Special Guest)

Label: Unit Records | Vertriebe: Membran / The Orchard

Formate: CD, digital

EAN: 7640222862470

VÖ: 07.11.2025

Weitere Informationen (DTO)

 

YouTube-Video

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Duboule | Tavelli | Oester – Naturalism (5:21 Min.)

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