Kultur Blog
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Es ist still und einsam nachts in der alten Klosteranlage von Haeinsa, im Gaya Mountain National Park von Südkorea, nur ab und zu das raue Krächzen der Krähen und gegen 3 Uhr 30 nacheinander der Klang einer Glocke, eines Gongs und einer Trommel.
Dann erwachen die Mönche und beginnen ihren noch dunklen Tag mit sonoren Gesängen in den Tempeln.
Tagsüber ist es dagegen umso belebter, quirliger und lauter. Mönche, Touristen und Meditationsjünger bevölkern die über 1.200 Jahre alte Klosteranlage, die durch Alter, Größe, Architektur, räumliches Verständnis und kunsthandwerkliche Ausstattung beeindruckt. Hier oben, auf über 1.800 Metern Höhe, ist das geregelte Leben von mehreren Dingen geprägt: Beten und Meditation, Arbeit und Instanthaltung sowie von der Betreuung der Touristen und Besucher.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

„Nur noch kurz die Welt retten“, Tim Bendzkos Rap ist nicht allein wegen der locker flockigen Melodie zum Sommerhit des Jahres geworden.
Der Song trifft den Nerv unserer Zeit: Eine Klimakatastrophe jagt die nächste, wer wünschte sich da nicht einen Supermann, der die Erde bewahrt. Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, selbst etwas zu tun. Wie, das zeigt die Ausstellung „Zur Nachahmung empfohlen – Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit“ in der Hamburger HafenCity.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Der aus Hamburg stammende Regisseur Dirk Schattner schien einen ganzen Fan-Club zur Uraufführung seines Musicals im Stage Kehrwieder Theater geladen zu haben.
Doch weder Jubel noch stehende Ovationen des vorwiegend jungen Publikums konnten über die Schwächen des Abends hinwegtäuschen.
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- Geschrieben von: Christel Busch -
Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München zeigt bis zum 15. Januar 2012 die Ausstellung „Dürer – Cranach – Holbein. Die Entdeckung des Menschen: Das deutsche Portrait um 1500“.
Präsentiert werden hochkarätige Exponate der Malerei, Meisterwerke der Bildhauerei und Numismatik sowie der Grafik und Zeichenkunst vom ausgehenden 15. bis Mitte des l6. Jahrhunderts – einen Zeitraum von etwa 60 Jahren. Neben Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä. und Hans Holbein d. J. würdigt die Ausstellung auch andere deutsche Künstler wie Hans Döring, Hans Baldung Grien, Hans Maler, Jacob Seisenegger aber auch unbekannte Meister.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Bislang war Lüchow ein beschauliches Fachwerkstädtchen im Wendland, allenfalls bekannt durch das nahegelegene Atommüllzwischenlager Gorleben und die Castor-Transporte.
Seit September 2011 ist Lüchow allerdings der Nabel der Welt – zumindest für Rolling-Stones-Fans. Denn ausgerechnet hier, mitten in der norddeutschen Provinz, eröffnet nun offiziell das weltweit einzige „Stones Fan Museum“.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Es ist ein Wechselbad der Gefühle, durch das das Publikum muss – schon bei den Proben in Gelsenkirchen für die deutschsprachige Uraufführung in Hamburg wurde das deutlich.
Ein – zumindest in Deutschland – ungewöhnlicher Musical-Stoff hat das Zeug, sich die Bühnen in Hamburg, Witten, Mannheim und Wien zu erobern: Basierend auf dem preisgekrönten Jugendbuch “En leven zonder jou” (Ein Leben ohne Dich) der Belgierin Brigitte Minne haben Rory Six und Kai Hüsgen das aufwühlende Familiendrama „Wenn Rosenblätter fallen“ geschrieben.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Thomas Fey ist Dirigent der Heidelberger Sinfoniker. Er studierte Klavier und Dirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, seine weitere dirigentische Ausbildung erhielt er u.a. bei Nikolaus Harnoncourt und Leonard Bernstein.
Bereits als Student, im Jahr 1985, gründete Fey den Heidelberger Motettenchor und zwei Jahre später das Schlierbacher Kammerorchester, aus dem 1993 die Heidelberger Sinfoniker hervorgingen. Er hat sich mit seinem Orchester auf die Werke der „Wiener Klassik“ (Haydn, Mozart, Beethoven) und der frühen deutschen Romantik spezialisiert. Diese interpretieren sie nach den Erkenntnissen der sogenannten „historischen Aufführungspraxis“. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden CD-Einspielungen, die von der internationalen Fachpresse in seltener Einmütigkeit gelobt werden. Erst kürzlich erhielt er mit dem ebenfalls von ihm gegründeten Mannheimer Mozartorchester eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Klassische Musik, beste Orchesterdarbietung“.
Anfang Oktober sind die Heidelberger Sinfoniker in Norddeutschland zu hören, Anlass für Claus Friede sich mit Thomas Fey zu unterhalten:
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Die Finanzmärkte kommen nicht zur Ruhe, die Schuldenberge wachsen ins Unermessliche und kaum einer kennt noch die Mitverursacher.
Den texanischen Energie-Konzern „Enron“ beispielsweise, der vor zehn Jahren 70 Milliarden Dollar verheizte. Lucy Prebble hat den bislang größten Firmenskandal in der US-Geschichte zu einem Wirtschaftskrimi verarbeitet, der Ross und Reiter beim Namen nennt. In „Enron“ an den Hamburger Kammerspielen spielt Martin Semmelrogge bis zum 25. September den größenwahnsinnigen Finanzchef und Bilanzfälscher, der die Schuldenberge in einem ausgeklügelten System aus Schattenunternehmen versteckte.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

Die kleine Stadt Naumburg im Süden von Sachsen-Anhalt lockt mit einer spektakulären Ausstellung „Der Naumburger Meister – Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen“.
Auf einer Ausstellungsfläche von 2.500 Quadratmetern werden etwa 800 Exponate davon 300 Leihgaben präsentiert. Zentraler Mittelpunkt ist der Dom St. Peter und St. Paul mit der Marienkirche und der Domklausur. Das Schlösschen am Markt, das Stadtmuseum Hohe Lilie, die Johannes- und Aegidienkapelle sowie der rekultivierte Domgarten komplettieren die Ausstellung thematisch. Wer war dieser Meister, der Mitte des 13. Jahrhunderts die Bildhauerkunst revolutionierte? Dieser Frage versucht die Ausstellung anhand detaillierter Beispiele nachzugehen.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Die Finanzkrise, die 2008 begann und die Welt bis heute im Griff hat, ist Grundlage eines packenden Films eines noch fast unbekannten amerikanischen Regisseurs.
Filme über die Wall Street, Thriller über die Machenschaften skrupelloser Finanzjongleure und Anwaltskanzleien sind schon längere Zeit Kinostoff mit unterschiedlichem Erfolg. J.C. Chandors Debütfilm allerdings ist etwas ganz besonderes in diesem Genre, denn er fragt nach Verantwortung und Gewissen, nach den Verantwortlichen und wie die gigantischen Wall-Street-Firmen mit Fehlern und Scheitern umgehen. Herausgekommen ist eine spannender, glasklarer und messerscharfer Thriller. Und am Ende weiß der Zuschauer: Sie wissen genau was sie tun!