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Am 8. November 2026 eröffnet das Goethe-Institut einen neuen Standort in Lublin im Osten Polens. Damit setzt es ein starkes Zeichen für die deutsch-polnische Freundschaft und fördert den Kultur- und Bildungsdialog an einem Ort, der für den europäischen Zusammenhalt und grenzüberschreitende Kooperation in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat.


Mit Lublin eröffnet das Goethe-Institut nun den dritten Standort in Polen. Die Stadt ist mit ihren zahlreichen Universitäten insbesondere von jungen Menschen geprägt und blickt auf eine reiche Kultur- und Bildungslandschaft. Zugleich kommt Lublin als wichtige Stadt im Osten Polens eine besondere Rolle zu: Die Region liegt an einer wichtigen europäischen Schnittstelle und hat – 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt – in den vergangenen Jahren angesichts des Kriegs und der veränderten Sicherheitslage in Europa erheblich an Bedeutung gewonnen. Mit seiner neuen Präsenz möchte das Goethe-Institut den Kultur- und Bildungsdialog dort stärken, wo europäischer Zusammenhalt und grenzüberschreitender Austausch heute besonders wichtig sind.

Staatsministerin Serap Güler sagt aus diesem Anlass: „Die deutsch-polnische Freundschaft lebt von Menschen auf beiden Seiten der Grenze, die miteinander in Beziehung treten. Das neue Goethe-Institut in Lublin wird mit seiner Programmarbeit künftig wesentliche Impulse setzen, um diesen Austausch zu vertiefen und mit Leben zu füllen. Es unterstreicht unseren Wunsch, noch mehr zur deutsch-polnischen Verständigung beizutragen, auch in einer geographisch weiter von Deutschland entfernten Region Polens. Die Wahl des Standorts Lublin, 100 Kilometer von der ukrainischen und belarussischen Grenze entfernt, ist gleichzeitig ein klares Zeichen unserer geopolitischen Schwerpunktsetzung. In einer Zeit, in der unser europäischer Frieden so bedroht ist wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr, tragen wir eine gemeinsame Verantwortung für Sicherheit, Freiheit und Wohlstand in Europa. Dabei stehen wir, Polen und Deutsche gemeinsam, fest an der Seite der Ukraine gegen den russischen Aggressionskrieg.“

Die Generalsekretärin des Goethe-Instituts Gitte Zschoch betont: „Polen ist ein wichtiger Nachbar Deutschlands. Wir wissen um unsere historische Verantwortung und stärken daher den Austausch, der auch schwierige Fragen nicht ausspart. Wir möchten mit unserem Kulturprogramm gerade junge Menschen ansprechen. Durch die Nähe zur Ukraine kommt der Stadt heute eine besondere Bedeutung innerhalb Europas zu. Gerade hier langfristige Partnerschaften aufzubauen und den Austausch in der Region zu stärken, ist ein wichtiger Beitrag zu Sicherheit und Zusammenhalt in Europa. 2029 wird Lublin als Europäische Kulturhauptstadt zu einem wichtigen Treffpunkt für den europäischen Austausch.“


Von Lublin aus wird das Goethe-Institut die Zusammenarbeit mit Partnern in der Stadt und der Region weiter ausbauen. Gemeinsam mit Kultur- und Bildungseinrichtungen sollen neue Formate entwickelt und langfristige Netzwerke für Deutschland aufgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen dabei der deutsch-polnische Kulturaustausch, die Zusammenarbeit mit jungen Menschen und der Ausbau des Austauschs in der Region. Das Goethe-Institut stärkt mit seiner Arbeit internationale Netzwerke in Kultur und Kreativwirtschaft und schafft Räume für Austausch und Kooperation. Damit trägt es zu einem Europa bei, in dem kulturelle Vielfalt, gesellschaftliche Entwicklung und wirtschaftliche Perspektiven zusammengedacht werden.

 

Ein dreitägiges Eröffnungsprogramm vom 6. bis 8. November gibt einen ersten Einblick in die künftige Arbeit des neuen Standorts: Zum Eröffnungsprogramm zählen die vom ifa – Institut für Auslandsbeziehungen konzipierte Ausstellung „with/against the flow“ mit zeitgenössischer Fotografie und künstlerischen Interventionen, das Dialogformat „Post Komfort Party“ sowie die Gastchoreografie „TRAILER PARK“ von Moritz Ostruschnjak und tanzmainz. Die Veranstaltungen greifen Fragen nach den Auswirkungen technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen auf und laden zum Austausch über Gegenwart und Zukunft ein. Bis Ende 2026 folgen unter anderem Filmvorführungen, literarische Begegnungen und Workshops an Schulen.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. 

Quelle: Goethe-Institut Hauptstadtbüro

www.goethe.de

 

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