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Sechs Konzerte an vier Tagen zwischen arabischer Tradition und zeitgenössischen Sounds
Die Elbphilharmonie widmet dem Libanon vom 29. Oktober bis 1. November ein eigenes Festival und bringt dafür ganz unterschiedliche Musiker:innen aus dem Land der Zedern nach Hamburg. In sechs Konzerten sind unter anderem die populäre Sängerin Abeer Nehme, die experimentelle Band Sanam und die Singer-Songwriterin Tania Saleh zu erleben. Das Programm reicht von traditioneller arabischer Musik mit Oud und Buzuq bis zu Rock, Pop, elektronischer Musik und Indie. Mit Farah Kaddour, Charbel Rouhana und dem Duo Rayess Bek & Joan Baz sind weitere prägende Stimmen der libanesischen Musikszene vertreten. Auch auf der Plaza der Elbphilharmonie wird das Festival mit »Step Into Dabke« präsent: Das Publikum ist eingeladen, bei der Tanzperformance mitzumachen. Das Libanon-Festival ist Teil der Jubiläumssaison zum zehnten Geburtstag der Elbphilharmonie. Tickets sind ab sofort auf www.elbphilharmonie.de erhältlich.

 

Den Auftakt macht die sechsköpfige Band Sanam (29.10.). Die Musiker:innen aus Beirut verbinden experimentellen Rock mit Psychedelia, Jazz und ägyptischen Traditionen und greifen dabei auch auf arabische Poesie zurück. Farah Kaddour & Tilt Trio (30.10.) stellen die Buzuq in den Mittelpunkt und verbinden die für die arabische Musik charakteristische Langhalslaute mit Akkordeon und Percussion. Später am Abend eröffnen Rayess Bek & Joan Baz (30.10.) mit ihrer Performance »Chayyel« neue Perspektiven auf den Dabke. Elektronische Beats, bearbeitete Dabke-Aufnahmen und Videoprojektionen machen aus dem traditionellen Tanz ein audiovisuelles Cluberlebnis.

 

Am Folgetag steht mit Charbel Rouhana (31.10.) ein Musiker auf der Bühne, der wie kaum ein anderer für die Weiterentwicklung der arabischen Oud-Musik steht. Der große Virtuose hat eigene Spieltechniken für das Instrument entwickelt und verbindet in seinem Quintett traditionelle Maqam-Musik mit zeitgenössischen Einflüssen. Am Abend ist im Großen Saal Abeer Nehme (31.10.) zu erleben. Mit ihrer kraftvollen Stimme bewegt sich die bedeutende Künstlerin zwischen arabischer Klassik und westlicher Moderne. Begleitet von einem 16-köpfigen Ensemble und vier Backgroundsängern erzählt sie Geschichten von Liebe, Heimat und Aufbruch.

 

Zum Abschluss des Festivals steht Tania Saleh (1.11.) auf der Bühne. Die Sängerin, Songwriterin und Künstlerin zählt zu den prägenden Stimmen der libanesischen Musikszene. Ihre Karriere begann in Beiruter Garagen-Rockbands und führte sie als Kunststudentin nach Paris. Tania Saleh schreibt Texte und Musik selbst, illustriert ihre Cover, konzipiert Videos und hat dem Patriachat den Kampf angesagt. Bei »Step Into Dabke« (1.11.) wird auf der Plaza der Elbphilharmonie gemeinsam mit dem Publikum getanzt. In den Hamburger Zeise Kinos ergänzt die Filmvorführung Do You Love Me das Festival um einen filmischen Blick auf die libanesische Musikszene.

 

Das Libanon-Festival ist Teil der großen Jubiläumssaison 2026/27 zum zehnten Geburtstag der Elbphilharmonie. Es richtet den Blick auf eine Musikszene, die sich nicht auf eine Formel festlegen lässt: Aus der Verbindung von überlieferten Formen und internationalen Einflüssen entstehen neue, zeitgemäße Ausdrucksformen. Das Festival zeigt ein musikalisches Bild des Libanon, das über düstere Nachrichtenbilder und Orient-Klischees hinausweist und die Vielfalt und Kreativität einer lebendigen Musikszene hörbar macht.


Quelle: HamburgMusik gGmbH

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