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Kultur Kolumne

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Nachtschicht für Engel - Weihnachtsgeschichten von Dagmar Seifert

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Geschrieben von: Delf Schulz - Samstag, 26. November 2011 um 09:49 Uhr
Nachtschicht für Engel - Weihnachtsgeschichten von Dagmar Seifert

Man muss dem Langen-Müller-Verlag bescheinigen, dass die Ausstattung dieses Buches einfach gelungen ist. Klein und schmal, passt es in eine Wintermanteltasche: sehr zweckmäßig, da es sich bestens als Mitbringsel der Adventszeit ‚statt Blumen‘ empfiehlt.
Gehalten ist der Titel in den durchaus zum Thema passenden Farben Schneeweiß (der Hintergrund) Weihnachtsmannrot und Himmelblau.
Da fährt er, Santa, bequem zurückgelehnt auf seiner Harley, nix mit Rentieren und Schlitten. Das ist zwar die Illustration zu einer der Erzählungen, nämlich der titelgebenden, ‚Nachtschicht für Engel‘, doch es umreißt auch, wie Dagmar Seifert in diesem Buch Zimt- und Pfefferkuchenduft mit Kettenfettgeruch mischt. Im Übrigen handelt es sich in der speziellen Geschichte tatsächlich bei dem Motorradfahrer keineswegs um einen Weihnachtsmann, sondern um einen Altrocker. Aber das tut nichts, die Stilisierung des Graphikers passt sehr gut.

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Meinung

Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

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Geschrieben von: Heiko Langanke - Donnerstag, 10. November 2011 um 12:39 Uhr
Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

Live-Musik-Clubs – jeder kennt sie, hat sie besucht und gar einen Teil seiner Jugend in ihnen verbracht, sich die Nacht und die Musik um die Ohren geschlagen und später manch Legende um sie gesponnen.
Musik in Clubs, egal ob Metal, Punk, Rock, Reggae, Jazz oder Folk, sind heute Teil einer jeden Sozialisation und Hörkultur zugleich. Sie mögen klein, schmuddelig, stickig, zu laut und vielleicht auch zu eng sein, aber genau das ist auch zugleich das Pendant zur großen, platznehmenden Hochkultur. In Clubs tobt sich im wahrsten Sinne des Wortes der Nachwuchs aus, experimentiert, setzt den Trend von Morgen und befriedigt ein Lebensgefühl, das sich aus Rock´n´Roll, Neugierde, Toleranz und Spontaneität speist. Unter anderen hat Autor Christoph Twickel diesen Spirit in seinem Buch „Läden, Schuppen und Kaschemmen“ eindrucksvoll dokumentiert.

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Meinung

Theater und Kunst im Shopping-Alltag

Details
Geschrieben von: Carolin Peiseler - Sonntag, 06. November 2011 um 23:15 Uhr
Theater und Kunst im Shopping-Alltag _ HSH-Bank Shopping Passage

Wir befinden uns Ende 2011 nach Zeitrechnung. Ganz Hamburg scheint am verkaufsoffenen Sonntag nur der Wunsch nach Shopping zu bewegen. Ganz Hamburg? Nein!
Ein von unbeugsamen Kulturschaffenden bevölkerter Info-Stand in der HSH Nordbank Shopping Passage hört nicht auf, für Theater und Kunst zu werben und versucht wacker, aus den Konsumenten von heute die Kulturinteressierten von morgen zu machen. Alexandra Ucke und Audrey Rina Sachse stehen seit 13.00 Uhr im Erdgeschoss der Einkaufspassage an ihrem Tischchen mit Prospekten der Hamburger Kammerspiele. Zur „Halbzeit“, so gegen 15.30 Uhr, haben sie ihrer Schätzung nach etwa 50 Personen in ein Gespräch verwickeln können. Immerhin! Auf Nachfrage zu den Stücken, die derzeit auf dem Spielplan stehen (z.B. „Das kunstseidene Mädchen“ bis 22. November 2011 und „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ bis 24. Januar 2012) kommt auf den Punkt die Kurzfassung der Story gefolgt von dem Flyer mit den weiteren Informationen. Das macht neugierig auf mehr!

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Meinung

Inkompetenz, Mutlosigkeit, Kungeleien

Details
Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Dienstag, 18. Oktober 2011 um 10:03 Uhr
Inkompetenz, Mutlosigkeit, Kungeleien - Stiftung Historische Museen Hamburg

Was sich in und um die Stiftung Historische Museen Hamburg derzeit abspielt, ist so grotesk, dass man es kaum glauben mag.
Der Reihe nach: Im November 2010 erhielt Stiftungs-Vorstand Kirsten Baumann von der Kulturbehörde den Auftrag, ein Konzept zur Weiterentwicklung des Museumsverbundes (Altonaer Museum, Museum für hamburgische Geschichte, Museum der Arbeit, Helms-Museum Harburg) auszuarbeiten. Am 20. September 2011 wurde es im Kulturausschuss der Bürgerschaft mit Vertretern aller Parteien diskutiert und von Kultursenatorin Barbara Kisseler ausdrücklich gelobt und bekräftigt.

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Follow Book

Altona: Der Glanz des Widerstands

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Geschrieben von: Claus Friede und Dagmar Reichardt - Donnerstag, 28. Juli 2011 um 08:28 Uhr
Kultur - Kunst - Altona: Der Glanz des Widerstands - Der Gesit der Palmaille

Der Hamburger Storck Verlag hat soeben den Titel „Der Geist der Palmaille“ der vor anderthalb Jahren verstorbenen Kunsthistorikerin, Archäologin und Sozialwissenschafterin Ruth Pinnau in dritter Auflage vorgestellt.
In der erstmalig 1997 publizierten Hamburgensie tritt die norddeutsche Autorin nachdrücklich und leidenschaftlich für den einzigartigen und autonomen Geist des ehemals eigenständigen Altonas und die Bewahrung jenes kulturhistorischen Gedächtnisses ein, von dem die Freie und Hansestadt Hamburg gerade auch in Eigendefinitions- und Imagefragen bis heute profitieren konnte.

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CDs JazzMe

Akustische und elektronische Wirkungsräume: Villalobos und Loderbauer

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Donnerstag, 09. Juni 2011 um 12:36 Uhr

Es gibt Alben, die ihr großes Publikum nicht finden werden. Es gibt Alben, die dennoch wirkungsvoll sind. Und es gibt Alben, da muss man zuhören, konzentriert und mit Feingefühl.

 

Ricardo Villalobos, einer der bekanntesten DJs und Produzenten für elektronische Musik hat sich mit seinem musikalischen Partner Max Loderbauer wohl einen kleinen Traum erfüllt. Sie haben ein sensibles und mutiges Stück Musik bei einem der großen deutschen Labels abgeliefert. Die Musikwelt der Münchner ECM dient den beiden Elektronikern als Spielwiese und Steinbruch zugleich. Das Ausgangsmaterial stammt aus Werken von Christian Wallumröd, Alexander Knaifel, John Abercrombie, Miroslav Vitous, Louis Sclavis, Wolfert Breverode, Paul Giger, Enrico Rava/Stefano Bollani/Paul Motian, Arvo Pärt und Bennie Maupin.

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Töchterland – Ein Buch über eine deutsch-afghanische Familie

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Geschrieben von: Claus Friede - Donnerstag, 28. April 2011 um 08:18 Uhr
Töchterland Diana Nasher

Diana Nasher ist Ärztin in Deutschland und stammt aus Afghanistan, präzise aus dem Norden des Landes, aus Kunduz, jenem Ort in dem heute die Bundeswehr einen großen Stützpunkt unterhält.
Sie hat ihr erstes Buch geschrieben; eine Familienchronik. „Töchterland“ handelt von drei Frauengenerationen, Großmutter, Mutter und Tochter die zwischen Deutschland und Afghanistan eingewoben sind – bis heute.

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Meinung

Meine 11. Lange Nacht der Museen in Hamburg

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Geschrieben von: Claus Friede - Sonntag, 17. April 2011 um 23:00 Uhr
Meine 11. Lange Nacht der Museen in Hamburg

Viel habe ich mir vorgenommen – wie immer zu viel. Und schließlich komme ich aus einem ein Quadratkilometer großen Umfeld gar nicht hinaus.
Meine Stationen, sechs an der Zahl, sind kurzweilig, spannend, faszinierend und die Lange Nacht verfliegt auf wundersame und wunderbare Weise.
Es ist sonnig, der Samstagabend angenehm mild und die Innenstadt ist voller Menschen. Zwischen Fußballfans aus Hamburg (dunkelblau) und Hannover (grün/rot) immer wieder ein Pulk von Menschen mit kleinen Heften (hellblau) in den Händen. Magisch angezogen scheinen die Kulturlemminge gen Deichtorhallen zuzustreben. Ich bewege mich in Gegenrichtung und komme mir vor wie ein Gegen-den-Strom-Marschierer.

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Meinung

Zum Verschwinden von Ai Weiwei

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 15. April 2011 um 15:23 Uhr
Zum Verschwinden von Ai Weiwei

„Too big to die“ heißt es in Finanzkreisen oft, wenn ein Weltkonzern oder eine Großbank Gefahr laufen, Pleite zu machen und von der Bildfläche zu verschwinden: Zu groß, um zu sterben.
Unwillkürlich kam mir dieser Satz in den Sinn, als Ai Weiwei vor zwei Wochen verschwand. Man hatte vorher ja die leise Hoffnung, dass es bei ihm, dem international geehrten Popstar der Gegenwartskunst und unerschrockenen Regimekritiker tatsächlich so wäre: Dass dieser bedeutende Künstler, der zur documenta 12 eintausend und einen Chinesen nach Kassel holte und dabei nicht Müde wurde, Verstöße gegen Menschenrechte, wirtschaftliche Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Behörden-Schlamperei und -Korruption in seiner Heimat zu kritisieren, nicht einfach ausgeschaltet werden kann.

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Meinung

Warum es in Hamburg keine Künstlerfamilien gibt

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Geschrieben von: Claus Friede - Mittwoch, 29. Dezember 2010 um 21:24 Uhr
alt

Schon seit langem beschäftigt mich die Frage, warum es in Hamburg keine oder, selbst bei großzügiger Betrachtung, nur extrem wenige Künstlerfamilien gibt, die es über Generationen in der Hansestadt gehalten hat oder ausgehalten haben.
Dafür gibt es viele Gründe: Jeder Nicht-Hamburger und all die vielen, die als "Reingeschmeckte" in der Stadt leben, kommen irgendwann einmal an diesen speziellen Punkt, die noch immer bestehenden Dünkel, die die Herkunft betreffen.

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Meinung

Musikpreis HANS - der Branchenverstärker

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Geschrieben von: Dagmar Seifert - Donnerstag, 18. November 2010 um 01:27 Uhr
Musikpreis HANS - der Branchenverstärker

Zum zweiten Mal wurde er verliehen: der Musikpreis HANS, Kind der IHM (Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft).
Am 17. November war der große Abend, wieder im guten alten Gruenspan auf St. Pauli. Dieses Jahr gab es schon acht Kategorien, denen man einen Preis verpasste, 2009 nur vier.
Veranstalter Uriz von Oertzen erklärte den Namen der Auszeichnung: „Klingt doch wie Hanseat oder Hans Albers, das passt zu Hamburg.“

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Postmoderne – selbstverschuldete Unmündigkeit

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Geschrieben von: Pavel Vitalis - Donnerstag, 11. November 2010 um 21:27 Uhr
Macht die Religion dumm? Ist die islamische Religion gewalttätig? Dies sind häufig gestellte Fragen in unserer Zeit.
Gleich vorweg: Keine Religion macht die Menschen dumm. Die Religionen lassen sich jedoch für verschiedene Zwecke instrumentalisieren. Der Islam ist durch seine Struktur z. B. für eine Radikalisierung sehr anfällig.

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Zu Gast bei Monet

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Geschrieben von: Claus Friede - Sonntag, 10. Oktober 2010 um 14:36 Uhr
Rezensiert! Zu Gast bei Monet

Es ist ein kleines ästhetisches Meisterwerk, was die österreichische Edition Styria da soeben auf den Markt gebracht hat. „Zu Gast bei Monet“ empfängt den Leser und Bildliebhaber nämlich wie einen Gast, führt diesen durch das fast zweihundert Seiten-Buch als ob er Haus und Besitz in Giverny von einem Mitglied der Familie Monet gezeigt bekommen würde.
Und so ist es denn auch: Claire Joyes, die Autorin, ist die Ehefrau des Urenkels von Monets zweiter Frau Alice.

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Meinung

Die Frankfurter Buchmesse und das Buch als Kulturgut

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Geschrieben von: Dagmar Reichardt - Dienstag, 05. Oktober 2010 um 23:57 Uhr
Die Frankfurter Buchmesse und das Buch als Kulturgut

Die Frankfurter Buchmesse öffnet vom 6. bis 10. Oktober 2010 wieder ihre Tore – dieses Jahr mit dem Ehrengast Argentinien. Für das interessierte Publikum geht es vor allem um Orientierungshilfe, um in der Flut neuer Titel nicht zu ertrinken.
Wohingegen sich die Fachleute längst nicht mehr nur über die Neuerscheinungen informieren, sondern schon seit Jahren gespannt auf die technischen Schnäppchen und ultimativen Errungenschaften im elektronischen Literaturbetrieb blicken: Welches sind die diesjährigen Messe-Projekte – Stichwort „Flying Sparks“, „Frankfurt Hot Spots“ oder „StoryDrive“ – und wie funktionieren sie? Welche neuen Kreativpotenziale erschließt sich der „Crowdsourcing-Wettbewerb“? Was bietet die letzte Generation des „All-New Kindle“-Readers und welche Titel erscheinen in Deutschland transmedial, als Film, Hörbuch oder deutsches E-Book?

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