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Kultur Blog

Fotografie

Jochen Lempert in der Overbeck-Gesellschaft Lübeck

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Geschrieben von: Christel Busch - Mittwoch, 08. Oktober 2014 um 10:07 Uhr
Jochen Lempert in der Overbeck-Gesellschaft Lübeck

Der Hamburger Künstlerfotograf Jochen Lempert stellt im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft in Lübeck aus.
Rund 50 Fotoarbeiten zeigen Bildmotive aus der Pflanzen- und Tierwelt. Wer Altbekanntes – wer Bildserien von Vögeln, Meereswellen und Wolken – erwartet hat, dürfte enttäuscht sein. Die Lübecker Schau präsentiert Arbeiten der letzten Jahre und – aus seinem reichhaltigen Fundus an Negativen – unveröffentlichtes Bildmaterial. Lemperts Bilderkosmos ist Schwarz-Weiß mit feinen Grauabstufungen, sein fotografischer Blick nüchtern, naturwissenschaftlich. Nüchtern ist auch die Hängung: Ohne Rahmen und schützendes Glas sind die Fotografien nur mit Klebeband an den weißen Wände befestigt.

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Film

„The Riot Club”. Willkommen bei den bornierten Rowdys der britischen Oberschicht

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Geschrieben von: Anna Grillet - Dienstag, 07. Oktober 2014 um 10:22 Uhr
„The Riot Club”. Willkommen bei den bornierten Rowdys der britischen Oberschicht

Satire oder Realität? Das ironisch amüsante Gesellschaftsdrama lehrt uns das Fürchten und die Unmöglichkeit des Traums einer klassenlosen Gesellschaft.
Vorbild für den Film der dänischen Regisseurin, Lone Scherfig, ist die exklusive Studentenverbindung des 1870 gegründeten Bullingdon Clubs an der Universität von Oxford. Zu den illustren Mitgliedern der geheimen Dining Society zählten viele, die später Macht und Einfluss hatten: König Edward VII und Edward VIII, Banker, Wirtschaftsführer, prominente Adlige, Politiker wie der englische Premierminister David Cameron, Schatzkanzler George Osborne und Londons Bürgermeister Boris Johnson. Weniger ruhmreiches Mitglied: Gottfried Alexander Leopold Graf von Bismarck-Schönhausen.

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Musik

„Andromeda Mega Express Orchestra“ – Uraufführung in Riga

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Geschrieben von: Anke Borscheid, Aija Kaukule - Montag, 06. Oktober 2014 um 10:31 Uhr
AMEO - Riga

Das Jahr Rigas als Kulturhauptstadt neigt sich langsam seinem Ende zu, doch auch im Herbst gibt es noch echte Höhepunkte im Programm.
Einer dieser besonderen Momente ist der Initiative des Goethe-Instituts Rigas zu verdanken, indem es zwei verschiedene Ensembles – die Berliner Experimentalmusiker „Andromeda Mega Express Orchestra“ und die „Sinfonietta Rīga”, ein staatliches Kammerorchester – in einem Projektorchester zusammenführte. Das Ergebnis dieses Experiments wurde am 26. September im Konzertsaal Riga präsentiert und ist mehr als gelungen. Die Eigenkompositionen des musikalischen Leiters Daniel Glatzel zeichnen sich durch eine neue, eigene Klangsprache voller faszinierender Gegensätze aus, welche bei der Uraufführung direkt einen Nerv beim Publikum treffen.

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Kultur, Geschichte & Management

Pompeji. Götter, Mythen, Menschen

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Geschrieben von: Christel Busch - Freitag, 03. Oktober 2014 um 10:00 Uhr
Pompeji. Götter, Mythen, Menschen

Die Statue Apollon-Citarista hat dem pompejischen Stadtpalast Casa del Citarista ihren Namen gegeben.
Die Bronzestatue gehört zu den Glanzlichtern der über 80 Exponate umfassenden Ausstellung im Bucerius Kunst Forum in Hamburg: Wandmalereien aus Herculaneum und Pompeji, Reliefs und Mosaike, Fresken, Skulpturen, Bronzefiguren, Möbel und Schmuckstücke aus der Casa del Citarista. Sie erzählen von der luxuriösen Wohnkultur der Familie aus dem Geschlecht der Popidier.
Eine digitale Rekonstruktion der Casa del Citarista ergänzt die Ausstellung. „Pompeji. Götter, Mythen, Menschen" nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise in das antike Italien.

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Festivals, Medien & TV

Noorderlicht – An Ocean of Possibilities

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Donnerstag, 02. Oktober 2014 um 10:04 Uhr
Noorderlicht – an ocean of possibilities

Es gehört zu den eindruckvollsten, internationalen Dokumentarfotografie-Festivals in Europa – und das seit vielen Jahren: das Noorderlicht International Photofestival.
Die Qualität betrifft nicht allein die der Fotos, die sorgsam ausgewählten thematischen Inhalte und die politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen, es betrifft auch die ausgewählten, sehr unterschiedlichen Orte im niederländischen Leeuwarden und Groningen, die jeweils eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Inhalt und Präsentation eingehen.

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Festivals, Medien & TV

Cologne Conference: Lars von Trier in Köln

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Geschrieben von: Mirjam Kappes - Montag, 29. September 2014 um 09:55 Uhr
Cologne Conference

Die Cologne Conference, das Internationale Film & Fernsehfestival, ehrt Lars von Trier in einer Hommage.
Das sechstägige Festival startet am 5. Oktober 2014.
Einfach sei er nicht, der Filmemacher Lars von Trier – das muss auch Martina Richter, Direktorin der Cologne Conference einräumen. Dennoch freuen sich die Veranstalter sehr, dass der dänische Regisseur persönlich beim diesjährigen Film- und Fernsehfestival Köln vorbeischaut: Dort wird Lars von Trier als einer der „bedeutendsten europäischen Filmregisseure der Gegenwart“ mit dem Filmpreis Köln ausgezeichnet. Das Festival feiert das Werk des Filmemachers zugleich in einer eigenen Hommage, bei der neben seiner Miniserie „Geister“ (1994-1997) auch die beiden Filme „Nymphomaniac I + II“ im Director’s Cut gezeigt werden. Bonuspunkt ist natürlich, dass beide Teile in Nordrhein-Westfalen gedreht wurden.

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Musik

Maria Callas remastered

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Freitag, 26. September 2014 um 10:05 Uhr
Maria Callas

Wahnsinn. Neben mir singt Maria Callas.
Die Wahnsinnsarie aus Donizettis „Anna Bolena“, eine Aufnahme von 1958, entstanden kurz nach der Einführung von Stereo-LPs: feinst ziselierte Koloraturen, gewaltig in die Länge gestreckte Crescendi, ihr fast schon ersterbendes Pianissimo von keinem Knistern oder Knacken gestört, zupackendes Forte, glasklare Höhen. Der Chor fällt mit massiver Präsenz ein. So direkt habe ich der Callas noch nie beim Verfertigen der Töne zuhören können. Gänsehaut-Musik. Dasselbe bei „Lucia di Lammermoor“, noch eine Wahnsinnsarie. Ihre erste Opernaufnahme überhaupt, eingespielt noch mono im Jahr 1953 in Florenz. Man hört die Diva in spe in gnadenloser Brillanz, um winzige Spürchen verrutschte Töne inklusive, aber auch perlende Spitzentöne, zum Greifen plastisch ihre Stimme, und wie ein Messerstich das hohe Es am Ende. Und das „Ebben? Ne andró lontana“ aus Catalanis „La Wally“, aufgenommen 1954 in London, ebenfalls mono, fasst direkt ans Herz und rührt zu Tränen.

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Bildende Kunst

Ein Klassiker der Modernen Kunst: Max Beckmann in der Hamburger Kunsthalle

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Donnerstag, 25. September 2014 um 09:54 Uhr
Max Beckmann (1884-1950)  Stillleben mit Cello und Bassgeige

Er war der Maler mit dem Quadratschädel und dem finsteren Blick. Der Grübler. Der Zweifler.
Max Beckmann (1884-1950) gehört zu den Künstlern der klassischen Moderne, deren Werke bis in alle Fasern ausgeleuchtet und erforscht wurden. Sollte man jedenfalls meinen. Doch ein Werkkomplex erfuhr bislang kaum Beachtung – zumindest wurde er noch nie in einer umfassenden Ausstellung vorgestellt. Die Rede ist von Beckmanns Stillleben. Die Hamburger Kunsthalle schließt nun diese Lücke mit einer fulminanten Schau in der Galerie der Gegenwart – und zeigt dabei auf, dass die Stillleben den großen Einzelgänger über alle Schaffensphasen hinweg begleitet haben.

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Film

„Phoenix” – Vertigo im Nachkriegsdeutschland

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Geschrieben von: Anna Grillet - Mittwoch, 24. September 2014 um 11:02 Uhr
„Phoenix” – Vertigo im Nachkriegsdeutschland

Wenn die Wahrheit für Opfer wie Täter unerträglich wird: Christian Petzold inszeniert seine provokante vielschichtige Parabel über Identität, Schuld und Liebe als Film Noir.

Juni 1945, die jüdische Sängerin Nelly Sachs (Nina Hoss) hat Auschwitz überlebt. Ihr Gesicht ist völlig zerstört, sie selbst schwer traumatisiert. Lene (Nina Kunzendorf), Mitarbeiterin der Jewish Agency, bringt die Freundin zurück nach Berlin. Nach einer operativen Gesichtsrekonstruktion macht sich Nelly auf die Suche nach Jonny (Ronald Zehrfeld), ihrer großen Liebe. Die Ehe mit dem Pianisten hat sie während des Nationalsozialismus lange vor der Deportation geschützt.

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Musik

La Belle Hélène

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Dienstag, 23. September 2014 um 10:28 Uhr
La Belle Helene (c) Klaus Lefebvre

Helena kriegt sich gar nicht mehr ein: Sie soll endlich ihren „homme à la pomme“ bekommen, den sagenhaften Paris, Hirten-Prinz aus trojanischem Geblüt, der mit seinem Apfel einst den Beauty-Contest dreier zankender Göttinnen entschied.
Die Vorfreude darauf darf Jennifer Larmore in der Neuinszenierung der Hamburger Staatsoper von Jacques Offenbachs „La belle Hélène“ so hübsch wie endlos austirilieren, dass sie aus dem Bühnenhimmel heraus per Fernbedienung abgeschaltet werden muss.

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