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Kultur Blog

Architektur

Kathedralen der Kultur

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Geschrieben von: Arzun Kolcu - Montag, 18. August 2014 um 12:38 Uhr
Kathedralen der Kultur - Glasgow

Wie sich einem Bauwerk nähern, wie ein solches entschlüsseln und mit allen Sinnen begreifen?
Die in der 3D-Dokumentation „Kathedralen der Kultur“ von sechs namhaften Regisseuren präsentierten sechs Architekturwelten gelten als Meisterwerke der Moderne.
Sie sind nicht nur authentische Zeitzeugen gewisser markanter Chronik, jedes einzelne vorgestellte Gebäude trägt inzwischen selbst einen dokumentarisch-historischen Wert in der Baugeschichte und zeigt: Ganz gleich in welchen Breitengraden des Erdballs, Mensch, Raum und Zeit sind stets miteinander verwoben und stehen im permanenten wechselseitigen Einfluss zueinander. Welches Instrument eignete sich da besser als menschliche Empathie, um alle Kanäle für ein tiefgreifendes Verständnis für ein Sujet beziehungsweise Objekt zu öffnen?

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Fotografie

Walker Evans. Ein Lebenswerk

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Geschrieben von: Christel Busch - Freitag, 15. August 2014 um 09:58 Uhr
Walker Evans. Ein Lebenswerk

Die Retrospektive „Walker Evans. Ein Lebenswerk" im Martin-Gropius-Bau Berlin würdigt einen der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts.
Über 200 Originalfotos der Jahre 1928 bis 1974, darunter selten veröffentlichte Fotografien, geben Einblick in die Schaffensperiode des Amerikaners. Mit Fotos über die Not und Armut in den Südstaaten zur Zeit der Großen Depression ist er in den 1930er-Jahren schlagartig berühmt geworden. Diese Aufnahmen zählen heute zu den Ikonen der Fotografie-Geschichte. Evans gilt als Wegbereiter der dokumentarischen Schwarz-Weiß-Fotografie, die Fotokünstler wie Diane Arbus, William Eggleston oder Bernd und Hilla Becher beeinflusst haben.

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Theater - Tanz

Krieg auf der Bühne: „1864 Tagebuch einer Katastrophe“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Donnerstag, 14. August 2014 um 09:50 Uhr
Krieg auf der Bühne: „Tagebuch einer Katastrophe“

„Klarer, schimmernder Frosttag, in der Morgenstunde zehn Grad Kälte“, notierte Hans Christian Andersen am 1. Januar 1864 in seinem Tagebuch.
„Unsere armen Soldaten liegen drüben in den Baracken; der Frost baut dem Feind Brücken über die Wasser; ein ganzer Völkerstrom wälzt sich auf uns zu, was wird nur geschehen!“ Wenige Tage später war auch dem Dichter klar, was passiert: Krieg! Österreich und Preußen vereint gegen Dänemark.

Mit ihrem Stück „1864 Tagebuch einer Katastrophe“ auf Schloss Gottorf erinnert nun das Kieler Factory Theater an den in Deutschland so gut wie vergessenen Deutsch-Dänischen-Bruderkrieg, der im nördlichen Nachbarland immer noch nationales Trauma ist. Zum 150. Jahrestag der Schlacht bei Düppel gab es im April zahlreiche Zeremonien und im dänischen Fernsehen wird mit „1864“ im Herbst die „teuerste dänische TV-Serie aller Zeiten“ anlaufen.

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Film

„Jimmy’s Hall” – Oder die Swing Rhythmen des Antichristen

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Geschrieben von: Anna Grillet - Mittwoch, 13. August 2014 um 10:21 Uhr
„Jimmy’s Hall” – Oder die Swing Rhythmen des Antichristen

Dies soll sein letzter Film sein, hatte Ken Loach verkündet, aber so ganz glaubt er selbst nicht daran.
Ein Rebell wie er geht nie in den Ruhestand. Der britische Regisseur und bekennende Sozialist ist 78 Jahre alt. Seinen Überzeugungen treu inszeniert er das historische Politdrama: leidenschaftlich, ästhetisch virtuos, zuweilen mit fast beschwingter, ungewohnter Leichtigkeit. Aber nichts täuscht darüber hinweg, worum es geht: Ausbeutung, Unfreiheit, damals wie heute.

Irland 1932. Nach zehn Jahren im amerikanischen Exil kehrt Jimmy Gralton (Barry Ward) zurück in sein Heimatdorf. Der Bruder ist gestorben, er will sich um die Mutter und den winzigen Hof kümmern. Eine Landschaft von überwältigender, herber Schönheit, die politischen Verhältnisse dagegen sind erschreckend. Kirche und Obrigkeit paktieren, die reichen Großgrundbesitzer vertreiben die kleinen Pächter von deren Farmen.

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Kultur, Geschichte & Management

Ein Nachruf: Horst Dietrich, Gründer der Altonaer „Fabrik“, ist tot

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Dienstag, 12. August 2014 um 10:17 Uhr
Horst Dietrich

Mehr als 40 Jahre lang war er der unermüdliche Motor des ersten alternativen Zentrums für Kultur, Konzerte, Debatten und Stadtteilarbeit.
Er starb im Alter von 79 Jahren.

Vielleicht muss man so sein, wenn man es schafft, sich mit einer anfangs privaten Initiative ins kulturelle Gedächtnis einer Stadt einzuschreiben: Leidenschaftlich. Hartnäckig. Mit Ecken und Kanten. Dickfellig. Quer- und zuweilen auch starrköpfig. All das braucht man, wenn man sich wie der gebürtige Altonaer Horst Dietrich auf ein solch verrücktes Projekt einlässt, wie es die Gründung der „Fabrik“ im Jahr 1971 war: ein offenes Haus im Spannungsfeld zwischen Kultur, Politik und Stadtteilarbeit, für das es damals kein Vorbild gab.

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Bildende Kunst

„Damien Hirst/Arnulf Rainer“ – im Frauenbad vereint

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 08. August 2014 um 10:17 Uhr
Damien Hirst/Arnulf Rainer

„Biedermeierstadt“, „Kaiserstadt“, „Rosenstadt“, „Weinstadt“ – Baden, seit Römerzeit Kurort vor den Toren Wiens, trägt viele stolze Beinamen.
Einer jedoch steht noch aus: „Kunststadt Baden“. Dabei zieht das 2009 eröffnete Arnulf Rainer Museum mittlerweile Publikum aus aller Welt und die derzeit laufende Ausstellung „Damien Hirst/Arnulf Rainer“ - „Commotion/Durcheinander" ist eine echte Sensation.
Wie viele Museen und Kunsthäuser haben in den vergangenen Jahren wohl versucht, Damien Hirst für eine Ausstellung zu gewinnen? Selbst das renommierte Hamburger Bucerius Kunstforum fragte vergeblich an. Absagen gehören für das Management des milliardenschweren Starartisten zum Tagesgeschäft. Hirst gilt als außerordentlich schwierig und wählerisch.

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Bildende Kunst

Rendezvous der Superstars: Andreas Gursky – Neo Rauch – Jeff Wall

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Geschrieben von: Christel Busch - Montag, 04. August 2014 um 09:45 Uhr
Andreas Gursky – Neo Rauch – Jeff Wall

Die Kestner Gesellschaft Hannover stellt drei der bedeutendsten Künstler der zeitgenössischen Kunst aus: die Fotokünstler Andreas Gursky, Jeff Wall und den Maler Neo Rauch.
Eine Premiere, denn zum ersten Mal sind diese Superstars der Kunstszene gemeinsam in einer Ausstellung vertreten. Rund fünfzig Arbeiten werden vorgestellt, darunter neue und bekannte Fotoarbeiten von Andreas Gursky, Schwarz-Weiß und Farbfotografien von Jeff Wall, Neo Rauchs kolorierte Zeichnungen und zwei seiner Bronzeplastiken. Für Veit Görner, Direktor der Kestner Gesellschaft Hannover, ist die Ausstellung „wie das 1:0 von Götze im WM-Finale".

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Architektur

Ein städtebaulicher Spaziergang: Das Dänische Architekturzentrum in Kopenhagen

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 01. August 2014 um 10:20 Uhr
Dänisches Architekturzentrum in Kopenhagen - Schauspielhaus

Zeitgenössische europäische Architekturmetropolen, die diesen Namen wirklich verdient haben gibt es überschaubar wenige: Rotterdam, Wien, Barcelona und im Norden, Kopenhagen.
Die Dänische Hauptstadt tut viel für diesen Ruf. Wer sich in den ehemaligen und heutigen Hafengebieten umschaut, kann nicht anders als respektvoll mit dem Kopf zu nicken. Wie immer ist nicht jedes Gebäude gelungen, aber die Mehrzahl schon. Ob Schaupielhaus (Architektur: Lundgaard & Tranberg), die Nationaloper (Henning Larssen), die Königlich Dänische Bibliothek (Schmidt, Hammer & Lassen) oder der Neubau der SEB Bank (Lundgaard & Tranberg), sie alle sind mittlerweile Wahrzeichen und Landmarks der Stadt und es kommen in den nächsten Jahren noch weitere hinzu.

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Film

Mut zur Utopie, ein Relikt der Vergangenheit? – „Die Geliebten Schwestern”

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Mittwoch, 30. Juli 2014 um 09:47 Uhr
Mut zur Utopie, ein Relikt der Vergangenheit? – „Die Geliebten Schwestern”

In Dominik Grafs unkonventionellem Historiendrama wird Dichterrebell Friedrich Schiller nicht zu unserem Zeitgenossen sondern wir zu seinem.
Die wahren Revolutionäre der Leidenschaft sind aber Frauen.

Im Sommer 1788, im thüringischen Rudolstadt beginnt die anrührende Ménage-à- trois zwischen dem Autor der “Räuber” (Florian Stetter) und den Schwestern Caroline von Beulwitz (Hannah Herzsprung) und Charlotte von Lengefeld (Henriette Confurius).

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Musik

SHMF: Thomas Hengelbrock dirigiert Händels „Israel in Egypt“

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Montag, 28. Juli 2014 um 10:14 Uhr
Händel: Israel in Egypt

Eine Auseinandersetzung mit dem Gottesbild.
Nachdem der Schlussakkord von Händels mächtigem Oratorium „Israel in Egypt“ verklungen war und der Applaus beim SHMF-Konzert in der Hamburger Laeiszhalle nicht enden wollte, sang der Balthasar-Neumann-Chor unter Thomas Hengelbrock als a-cappella-Zugabe Felix Mendelssohns Motette „Richte mich, Gott“ – auch in ihrem Text geht es vorderhand ein starker, aber unbarmherziger Gott, der seine Gläubigen alleine lässt in der Not. Und um einen starken Glauben, der sich nicht irre machen lässt und felsenfest an die Rettung glaubt. Entstanden gut 100 Jahre nach Händels Werk war das ein starker Schlusspunkt und das Nachzeichnen der Verknüpfung, die musikhistorisch zwischen beiden Komponisten besteht.

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