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Mit der Eröffnung eines neuen Institutsgebäudes in Jerewan schafft das Goethe-Institut in Armenien an diesem wichtigen geopolitischen Knotenpunkt einen Ort für kulturelle Zusammenarbeit, internationale Vernetzung und den deutsch-armenischen Austausch. Zum Eröffnungsprogramm vom 4. bis 6. November 2026 gehört das internationale Kunst- und Ausstellungsprojekt „Stellar Frequencies“, in dessen Rahmen erstmals die Himmelsscheibe von Nebra aus Sachsen-Anhalt in Armenien präsentiert wird.


Armenien ist mit seiner lebendigen Kulturszene und vielfältigen Verbindungen nach Europa ein wichtiger Partner Deutschlands. Zahlreiche Kulturprojekte, Bildungskooperationen und Initiativen zur Förderung der deutschen Sprache prägen die Beziehungen zwischen beiden Ländern seit vielen Jahren. Zugleich kommt Armenien in einer sich verändernden Region eine besondere Rolle zu: Der Südkaukasus hat angesichts der geopolitischen Veränderungen und der veränderten Sicherheitslage in Europa in den vergangenen Jahren als Partner weiter an Bedeutung gewonnen. Mit der Gründung des Goethe-Instituts in Armenien im Jahr 2025 hat das Goethe-Institut ein wichtiges Zeichen für das Engagement in der Kultur- und Bildungsarbeit im Südkaukasus gesetzt. Seither konnten rund 65 Veranstaltungen mit rund 30.000 Besuchenden in Jerewan sowie im Umland durchgeführt werden. Das neue Institutsgebäude in Jerewan stärkt die langfristige Arbeit des Goethe-Instituts vor Ort und schafft neue Möglichkeiten für Austausch, Bildung und Zusammenarbeit.

Die Generalsekretärin des Goethe-Instituts Gitte Zschoch sagt aus diesem Anlass: „Wir erleben in Armenien ein großes Interesse an Europa und an einem offenen Austausch mit seinen Gesellschaften. Die europäische Idee wird dort erfahrbar, wo Menschen einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsam neue Perspektiven entwickeln. Gerade in einer Region, die von tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen geprägt ist, sind solche Verbindungen von besonderer Bedeutung. Sie schaffen Vertrauen und gegenseitiges Verständnis und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Deutschland und Europa und zum internationalen gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit der Eröffnung unseres neuen Institutsgebäudes schaffen wir hierfür einen Ort und stärken die kulturellen Verbindungen zwischen Armenien, Deutschland und Europa.“

Das neue Institutsgebäude schafft den Rahmen für die kulturelle Programmarbeit des Goethe-Instituts in Armenien und eröffnet neue Möglichkeiten für Bildung, Innovation und Begegnung. Ein besonderer Fokus des Goethe-Instituts in Jerewan liegt auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel. Darüber hinaus bietet das Institut eine Plattform für den Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Kultur und Bildung sowie Partnerinnen und Partnern aus Armenien, Deutschland und Europa. Auch die deutsche Sprache stößt in Armenien auf wachsendes Interesse. Im Sprachlernzentrum Jerewan, dem Kooperationspartner des Goethe-Instituts in Armenien, werden Sprachkurse und Prüfungen angeboten. Das Goethe-Institut in Armenien begleitet darüber hinaus Schulen sowie Deutschlehrkräfte im ganzen Land mit Fort- und Weiterbildungsangeboten. Gerade die Anzahl der Deutschlernenden in armenischen Schulen ist dabei steigend.

Die Eröffnung des neuen Institutsgebäudes wird von dem internationalen Kunst- und Ausstellungsprojekt „Stellar Frequencies“ begleitet. „Stellar Frequencies“, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, erforscht die Verbindungen von Weltraumforschung, Politik und planetarischem Denken durch künstlerische Positionen im Bereich der Sound Art. In Zusammenarbeit mit internationalen Kulturschaffenden und Partnern in Deutschland untersucht das Projekt, wie sich das menschliche Verhältnis zum Kosmos neu denken lässt. Ausgangspunkt ist das ehemalige sowjetische Weltraumzentrum „Aragats“ im armenischen Hochland, an dem historisch wissenschaftlicher Austausch über politische und ideologische Grenzen hinweg möglich war. Seine besondere Funktion während des Kalten Krieges lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie Dialog, geteiltes Wissen und internationale Zusammenarbeit auch in Zeiten geopolitischer Spannungen dazu beitragen können, gemeinsame Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Ein Höhepunkt von „Stellar Frequencies“ ist die erstmalige Präsentation der Himmelsscheibe von Nebra, in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale), in Armenien am 4. November im Historischen Museum sowie die Eröffnung der zentralen Multimedia-Ausstellung am 6. November im NPAK (Armenian Center for Contemporary Experimental Art). „Stellar Frequencies“ steht exemplarisch für die internationale Zusammenarbeit und Vernetzung, die das Goethe-Institut von seinem neuen Standort in Jerewan aus weiter ausbauen möchte. 2027 wird die Ausstellung in Berlin und Sachsen-Anhalt zu sehen sein.

„Stellar Frequencies“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Kooperation mit dem NOPA Soundartfestival Jerewan und in Partnerschaft mit Institutionen in Armenien und Deutschland. „Stellar Frequencies“ wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit derzeit 154 Instituten in 100 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit.
www.goethe.de

 

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