Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, hat fünf neue Projekte bekanntgegeben, die zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen und des SED-Unrechts beitragen. Die Projekte wurden auf Empfehlung eines fachlich beratenden Expertengremiums ausgewählt. Folgende Vorhaben sollen von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bis 2030 mit insgesamt 6,46 Millionen Euro gefördert werden:
Stiftung Berliner Mauer: Forum Checkpoint Charlie, Neugestaltung des Erinnerungsortes (Förderanteil des Bundes: 1.650.000 Euro)
Stiftung Topographie des Terrors: Restaurierung und Überdachung des ehemaligen Küchenkellers einschließlich Realisierung einer neuen Dauerausstellung am historischen Ort (Förderanteil des Bundes: 700.000 Euro)
NS-Dokumentationszentrum Köln: Neugestaltung der Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln (Förderanteil des Bundes: 3.146.000 Euro)
Memorium Nürnberg: Erweiterung der Dauerausstellung (Förderanteil des Bundes: 750.000 Euro)
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten: Verfolgung durch Formular. Wie die Bürokratie des NS-Staates Verbrechen organisierte (Förderanteil des Bundes: 216.000 Euro)
Staatsminister Weimer erklärte: „Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur ist eine dauerhafte Aufgabe. Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder Projekte fördern können, mit denen wir die historischen Orte stärken und mit zeitgemäßen Formen der Vermittlung gegen das Vergessen arbeiten. So treten wir Geschichtsverfälschung entgegen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie.“
Grundlage für die Förderung ist die Gedenkstättenkonzeption des Bundes aus dem Jahr 2008. Diese wurde inzwischen grundlegend erneuert, um aktuellen gesellschaftlichen, digitalen und politischen Herausforderungen gerecht zu werden – und am 12. November 2025 vom Bundeskabinett beschlossen.
Staatsminister Weimer sagte hierzu: „Die Gedenkstättenkonzeption des Bundes ist ein zentrales Fundament unserer Erinnerungskultur. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, historisches Wissen zu vermitteln und das Bewusstsein für Freiheit, Menschenwürde und Demokratie zu stärken. Mit der neuen Gedenkstättenkonzeption führen wir diese erfolgreiche Arbeit fort und richten sie konsequent auf die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft aus.“
Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

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