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Hamburger Architektur Sommer 2019

News-Port
Das Jahresprogramm der Stadtgalerie Kiel für 2021 sieht fünf Ausstellungen zu sehr unterschiedlichen Themen, mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Auffassungen:
 
Peter Nagel
60 Jahre Malerei und Gäste
13. März bis 30. Mai 2021
Peter Nagel, geboren 1941 in Kiel, war Mitbegründer der 1964/1965 in Hamburg gegründeten Künstlergruppe ZEBRA. Neben zahlreichen internationalen Auszeichnungen erhielt er 1977 den Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel. Von 1985 bis 2004 war er Professor für Malerei an der Muthesius Hochschule.
In ihrem Manifest hat die Künstlergruppe ZEBRA eine allgemeinverbindliche gegenständliche Grundlage für die Malerei eingefordert. Das Ziel war damals eine Abkehr von der Abstraktion und die Überführung ihrer formalen Errungenschaften in einen neuen Realismus. Über mehrere Jahrzehnte ist Peter Nagel den Statuten dieses Manifestes gefolgt, hat seine Grundaussagen immer wieder an die neuen und sich ständig verändernden Bildwelten der heutigen Gesellschaft angeglichen. Seine künstlerischen Ausformulierungen und Gedanken zur Malerei haben auf verschiedensten Ebenen – von der Malerei im öffentlichen Raum bis hin zur Aufnahme seiner Gemälde in Privat- und Museumssammlungen – Einfluss genommen und bei den unterschiedlichsten Generationen ihre Spuren hinterlassen.
Anlässlich Peter Nagels 80. Geburtstag zeigt die Stadtgalerie Kiel in einer retrospektiv angelegten Ausstellung sein vielfältiges und facettenreiches Œuvre. Erweitert wird der Blick noch um die künstlerischen Positionen von ehemaligen Studierenden der Klasse Peter Nagel, die in einer begleitenden Studioausstellung als Gäste zu Wort kommen.
 
Jim Marshall´s 1967
Rock, Revolution and the Summer of Love in San Francisco
12. Juni bis 29. August 2021
In einem Artikel der New York Times bezeichnet die bekannte Fotografin Annie Leibovitz Jim Marshall (1936-2010) als den „Rock’n’Roll-Fotografen“. Jim Marshall arbeitete mehr als ein halbes Jahrhundert als Fotojournalist und Musikfotograf und porträtierte unter anderem Popstars wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Johnny Cash, Neil Young, Bob Dylan, die Allman Brothers, Led Zeppelin, Grateful Dead und die Beatles. Zahlreiche seiner Bilder sind heute fest im kollektiven Gedächtnis verankert. 2014 wurde Marshall als erster und einziger Fotograf mit einem Grammy Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Eine Auswahl von fast 100 Fotografien, die Jim Marshall 1967 in San Francisco und im direkten Umfeld der kalifornischen Großstadt aufnahm, verdichten sich in der Ausstellung zu einer visuellen Chronik des „Summer of Love“, der Hippie-Bewegung und der Geburt des psychedelischen Rock’n’Roll.
Die Ausstellung „Jim Marshall‘s 1967“ wurde von Amelia Davis und Meg Shiffler für die San Francisco Arts Commission Galleries kuratiert und 2017 anlässlich des 50. Jahrestages des Summer of Love in der San Francisco City Hall präsentiert. Die Kooperation zwischen den SFAC Galleries und der Stadtgalerie Kiel erfolgt im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen San Francisco und Kiel.
 
Landscape and Urban Living
Internationale Videokunst zur Urbanisierung von Landschaft
18. September bis 28. November 2021
Die kunst- und kulturhistorische Tradition der natürlichen Landschaftsdarstellung und ihre Motive (unter anderem das Erhabene oder die Idylle) sind unlängst der Lebenswirklichkeit und Alltagserfahrung einer durch die Ausweitung urbaner Räume stark limitierten Natur gewichen. Die Ausstellung „Landscape and Urban Living“ verbindet die subjektive, persönliche Landschaftserfahrung oder damit verbundene Vorstellungen der jeweiligen Künstler*innen mit der Objektivierung dieser Erfahrung, in der es um Ideale, Inszenierungen und kulturelle Vorstellungen von Landschaft geht oder um deren Surrogate, die durch die jeweiligen Kunstwerke allgemeine Gültigkeit erhalten. Denn das künstlerische Abbild von Natur ist ebenso weit von der Wahrheit entfernt wie von der Natur an sich. 
Eine verbreitete naive Vorstellung hält Landschaft einfach für ein Stück Natur. „Einfache“ Natur war jedoch noch nie „Landschaft“, auch nicht in der Kunstgeschichte. Motivauswahl, Komposition und Arrangement von Naturelementen machten Landschaftsgemälde immer schon zu Collagen, nur dass man keine geklebten Versatzstücke oder Schnitte sieht.
Landschaft ist jenseits geografischer oder topografischer Zuschreibungen heute immer Kulturlandschaft, das betrifft insbesondere deren Rezeption und Darstellung. Die von Claus Friede (Hamburg) kuratierte Gruppenausstellung präsentiert Videowerke von elf internationalen Künstler*innen und zeigt, wie differenziert heute mit Landschaft und deren Urbanisierung kulturell umgegangen wird.
Die in der Ausstellung vertretenden Künstler*innen sind: Ross Constable, Ólafur Sveinn Gíslason, Jonna Kina, Gor Margaryan, Katrīna Neiburga, Till Nowak, Lois Patiño, Wibke Rahn, Melanie Smith, Clemens Wittkowski und Gabriele Worgitzki.

Gottfried Brockmann Preis 2021
11. Dezember 2021 bis Februar 2022
Seit 1985 wird alle zwei Jahre der Gottfried Brockmann Preis der Landeshauptstadt Kiel durch die Ratsversammlung verliehen. Diese mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ist der einzige Kunstpreis der Stadt und dient der Förderung junger Kieler Künstler*innen, die das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und – wie es die Vergaberichtlinien formulieren – „für die Zukunft eine aussichtsreiche Entwicklung erwarten lassen“. Der Preis ist nach dem Maler, ehemaligen Kieler Kulturreferenten und Professor der Muthesius-Werkschule Gottfried Brockmann (1903–1983) benannt.
Die Ausstellung zum Gottfried Brockmann Preis zeigt aktuelle Arbeiten des*der Preisträgers*in. Zusätzlich wählt die überregional besetzte Jury weitere Künstler*innen aus dem Wettbewerb aus, die ihre Werke in den Räumen der Stadtgalerie Kiel präsentieren. Somit stellt die Ausstellung zum Gottfried Brockmann Preis in einem biennalen Rhythmus junge, herausragende Positionen des künstlerischen Kieler „Nachwuchses“ vor.
Bisherige Preisträger*innen: Hannah Bohnen (2019), Anne Steinhagen (2017), Constanze Vogt (2015), Benjamin Mastaglio (2013), Samuel Seger (2011), Hendrik Lörper (2009), Katrin Pieczonka (2007), Nina Heinzel (2005), Johanna Domke (2003), Matthias Meyer (2001), Kai Zimmer (1999), Miron Schmückle (1997), Hansjörg Schneider und Claudia Sweekhorst (1995), Ilka Kollath (1993), Julia Bornefeld (1991), Carsten Höller und Thomas Karp (1989), Johannes Michler (1987), Rainer Grodnick (1985).
 
Heinrich-Ehmsen-Stiftung
Werkbestand. Teil 1-3
Mit der vierteiligen Ausstellungsreihe „Heinrich-Ehmsen-Stiftung: Werkbestand“ werden erstmalig sämtliche Gemälde und Grafiken Heinrich Ehmsens (1886-1964), die sich im Besitz der Stiftung befinden, in unmittelbarer chronologischer Folge präsentiert. Zunächst wird das grafische Werk Ehmsens in zwei aufeinanderfolgenden Ausstellungen zu sehen sein, bevor – ebenfalls in zwei Etappen – der Überblick über die Gemälde aus dem Stiftungsbestand erfolgt. 
Die älteste Zeichnung, die sich im Besitz der Heinrich-Ehmsen-Stiftung befindet, ist auf das Jahr 1905 datiert, die jüngste der insgesamt mehr als 250 Grafiken im Bestand wurde 1958 angefertigt. Der Gemäldebestand der 1986 gegründeten Heinrich-Ehmsen-Stiftung umfasst aktuell rund 50 Werke und umspannt auf gleiche Weise mehr als ein halbes Jahrhundert
und somit die komplette Zeitspanne künstlerischen Schaffens des in Kiel geborenen Malers. Die Gesamtübersicht über den Werkbestand der Heinrich-Ehmsen-Stiftung ermöglicht einen repräsentativen Querschnitt durch das Œuvre Heinrich Ehmsens sowie eine lückenlose Chronologie seiner Themen und künstlerischen Entwicklung.
Unter dem Titel „Die Grafiken. Teil 1“ sind noch bis zum 30. Mai 2021 in den Räumen der Heinrich-Ehmsen-Stiftung Zeichnungen und Druckgrafiken zu sehen, die zwischen 1905 und den frühen 1920er Jahren entstanden sind. Vom 12. Juni bis zum 28. November folgt der zweite Teil der Werkübersicht der Grafiken aus dem Stiftungsbestand. Ab dem 11. Dezember (bis Februar 2022) rücken dann die früheren Gemälde Heinrich Ehmsens in den Fokus.
 
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch 10-17 Uhr, Donnerstag 10-19 Uhr, Freitag 10-17 Uhr, Sonnabend, Sonntag 11-17 Uhr 
Weitere Informationen: www.stadtgalerie-kiel.de
Eintritt frei
 
Quelle: Landeshauptstadt Kiel, Stadtgalerie Kiel


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