Kultur News
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Durchbruch bei der Neuaufstellung der Filmförderung: Medienstaatsminister Wolfram Weimer und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil stellen ab dem kommenden Jahr 250 Millionen Euro für den Filmstandort Deutschland bereit – und verdoppeln damit nahezu die Fördermittel für den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF). Dies hat das Kabinett heute mit dem Regierungsentwurf für den Bundeskulturetat 2026 beschlossen. Zusammen mit weiteren Mitteln der jurybasierten kulturellen Filmförderung und der Filmförderungsanstalt stellt der Bund künftig rund 310 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen die Länderförderungen.
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Die OÖ Landes-Kultur GmbH hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) und den österreichischen Kulturforen das Artist in Residence Programm OÖ AIR.GOV ausgeschrieben.
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Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) begeht in den Jahren 2025/2026 ihr 25-jähriges Bestehen. Mit dem Leitspruch KEINE ZEIT ZU VERGESSEN blickt die Bundesstiftung zurück auf ihre Gründungsgeschichte und den Auszahlungsprozess – aber vor allem würdigt sie die ehemaligen Zwangsarbeiter:innen und Überlebenden des NS-Unrechts. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen. Zwischen dem 2. August 2025 und dem 13. Juni 2026 findet ein vielseitiges Programm statt, das die Stimmen der Überlebenden mit Perspektiven junger Menschen vereint. Die künstlerischen, journalistischen und bildnerischen Jubiläumsformate betonen die Relevanz einer lebendigen Erinnerungskultur in Europa.
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Im Rahmen der Internationalen Deutschlehrertagung in Lübeck stellten Ralf Beste (Abteilungsleiter Kultur und Gesellschaft im Auswärtigen Amt) und Johannes Ebert (Generalsekretär des Goethe-Instituts) heute aktuelle Trends zum Erlernen der deutschen Sprache vor. Die Publikation „Deutsch als Fremdsprache weltweit“ bietet einen Überblick über die globale Situation des Erlernens der deutschen Sprache. Sie zeigt: Deutsch ist weltweit gefragt – vor allem als Berufssprache.
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Fatih Akins in Cannes umjubelter Film Amrum feiert in der Sektion »Große Freiheit« Deutschlandpremiere bei Filmfest Hamburg. Für ein starkes norddeutsches Filmschaffen stehen außerdem der Debütfilm Lonig & Havendel unter der Regie von Claudia Tuyết Scheffel, Absolventin der Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) sowie Ameer Fakher Eldins Yunan, der auf der Hallig Langeneß gedreht wurde. Beide Filme laufen in der Sektion »Hamburger Premieren«.
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Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den deutschen Historiker und Essayisten Karl Schlögel zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt.
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Die Deichtorhallen Hamburg und die Zeit Stiftung Bucerius realisieren ein einzigartiges neues Zentrum für Visuelle Medien im Haus der Photographie in Hamburg. Ziel ist die innovative Erforschung und niedrigschwellige Förderung von Medienkompetenzen, die Fotografie, visuelle und sprachliche Informationen mit algorithmischen Ordnungen zusammendenkt.
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Das Fünf Seen Filmfestival 2025 begrüßt Hansjörg Weißbrich als einen der diesjährigen Ehrengäste. Weißbrich zählt zu den renommiertesten Filmeditoren Deutschlands. Er hat an mehr als 70 Spielfilmen mitgearbeitet und wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt, darunter drei Deutsche Filmpreise. Zuletzt gewann er diese Auszeichnung mit SEPTEMBER 5 von Regisseur Tim Fehlbaum, außerdem erhielt Weißbrich dafür den bedeutenden Independent Spirit Award und viele weitere Preise. Zu den Auszeichnungen seiner Karriere gehören auch der Deutsche Fernsehpreis, der Deutsche Kamerapreis und viele mehr.
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Ab sofort und bis 15.9. können sich Kinos für das Netzwerk Europa Cinemas bewerben!
Aufgenommen werden Kinos, die einen bestimmten Anteil an nicht-nationalen europäischen Filmen zeigen.
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Kultursenator Carsten Brosda hat für die Jahre 2025 und 2026 die Schirmherrschaft für das bundesweite Kulturprojekt „Bei Anruf Kultur“ übernommen. Das Projekt bringt Menschen Kulturangebote direkt nach Hause, die diese nicht selbst besuchen können: per Telefon, live, interaktiv und ohne technische Hürden. Bereits seit dem Start im Jahr 2021 wird „Bei Anruf Kultur“ von der Hamburger Behörde für Kultur und Medien unterstützt. Die Übernahme der Schirmherrschaft würdigt nicht nur das innovative Format und die langjährige Partnerschaft, sondern macht auch die Bedeutung des Projekts für eine inklusive Kultur öffentlich sichtbar.
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Fotografie in Deutschland hat eine lange und große Tradition – sowohl künstlerisch als auch technologisch. Einige der international renommiertesten Fotografinnen und Fotografen kommen aus Deutschland – ebenso weltweit führende Film- und Kameratechnik. Dieses reiche Erbe soll bewahrt und in die Zukunft geführt werden. Das Deutsche Fotoinstitut (DFI) am Standort Düsseldorf soll künftig ein Kompetenzzentrum und aktiver Partner für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des fotografischen Erbes sein. Die hochkarätig besetzte beratende Gründungskommission für das Deutsche Fotoinstitut hat nun ihr Konzept für die Aufgaben des Instituts erarbeitet. Die Kommissionsmitglieder um Sprecherin Prof. Dr. Susanne Gaensheimer legten am Montag, 21. Juli 2025, offiziell den Bericht Staatsminister Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, und Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, vor.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: „Deutsche Fotografinnen und Fotografen haben die Kunstform Fotografie wesentlich mitgeprägt. Beim Deutschen Fotoinstitut geht es darum, dieses wertvolle Kulturerbe zu sichern. Zugleich brauchen wir angesichts von Künstlicher Intelligenz und zunehmender Digitalisierung eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie – auch dafür muss ein Deutsches Fotoinstitut als Haus der visuellen Zukunft stehen. Die Empfehlungen der Gründungskommission sind ein wichtiger Ausgangspunkt für die nächsten Schritte bei der Entwicklung des Deutschen Fotoinstituts. Der Bund wird weiterhin als Partner an der Seite des Landes NRW und der Stadt Düsseldorf stehen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat die Mitfinanzierung des Baus in Düsseldorf zuletzt 2023 bekräftigt. Diesen Entschluss wird die Bundesregierung jetzt umsetzen.“
Ina Brandes, Kulturministerin des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit dem Abschlussbericht hat die beratende Kommission um Frau Professorin Gaensheimer ein starkes Fundament für die weitere Ausgestaltung des Deutschen Fotoinstituts gelegt. Das Konzept ist detailreich und durchdacht. Damit haben wir eine hervorragende Basis für die weitere gemeinsame Planung mit dem Bund und der Stadt Düsseldorf. Mein großer Dank gilt den Mitgliedern der Gründungskommission, die sich mit ihrem großen Engagement und ihrer umfassenden Expertise schon jetzt große Verdienste um das Deutsche Fotoinstitut erworben haben.“
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Mit dem heute vorgelegten Abschlussbericht der Gründungskommission haben wir ein inhaltliches Fundament, auf dem die nächsten konkreten Schritte zum Aufbau des Deutschen Fotoinstituts in Düsseldorf entwickelt werden können. Ich danke der Kommission unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Gaensheimer ganz herzlich für ihre sorgfältige Arbeit, ihr breites Netzwerk und ihre Empfehlungen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf steht voller Überzeugung hinter diesem Projekt. Denn es ist nicht nur ein Gewinn für den Erhalt und die Zukunft des fotografischen Erbes in Deutschland, sondern auch ein großer Impuls für Düsseldorf als Ort der Kunst, Wissenschaft und Innovation.“
Die beratende Gründungskommission war von einem Lenkungsausschuss aus Vertreterinnen und Vertretern von Bund, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Landeshauptstadt Düsseldorf eingesetzt worden. Der Kommission gehören an: Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung NRW, Prof. Peter Gorschlüter, Direktor des Museum Folkwang (Essen), Felix Krämer, Generaldirektor, Mitglied des Vorstandes des Kunstpalastes (Düsseldorf), Katrin Pietsch, Fotografie-Restauratorin, (Amsterdam), Christian Scheidemann, Restaurator (New York), Inka Schube, Kuratorin, Sprengel Museum (Hannover), Moritz Wegwerth, Künstler und Fotograf, Vorsitzender DFI e. V., (Düsseldorf).
Das siebenköpfige Team hat mit seinem breiten Fachwissen und im engen Austausch mit anderen Expertinnen und Experten aus Museen, Archiven, Hochschulen, fotografischen Verbänden sowie Künstlerinnen und Künstlern zahlreiche konkrete Vorschläge zur Konzeption des Deutschen Fotoinstituts erarbeitet. Zentrale Aufgaben des DFI – so die Empfehlungen – sind Archivierung und Sicherung, Forschung, Digitalisierung und Vermittlung in nationalem Verbund und internationalem Austausch.
Laut beratender Kommission sind dies die Leitprinzipien des Deutschen Fotoinstituts:
- Das DFI versteht sich als begleitend und partnerschaftlich: Es ist Prozessbegleiter, Moderator und Vermittler zur Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des nationalen Kulturerbes der Fotografie in einem föderalen Netzwerk.
- Das DFI agiert dezentral und föderal: Es ist Forschungszentrum, Arbeitsplattform und Aggregator und bündelt Kompetenzen und Expertise, um sie dezentral wirksam zu machen. Ziel ist die Stärkung bestehender Infrastrukturen – durch zu entwickelnde Standards, Wissenstransfer und projektbezogene Zusammenarbeit.
- Das DFI ist transparent und vielfältig: ein Ort der Begegnung mit dem Fotografischen in der ganzen Vielfalt seiner Erscheinungsformen. Es verbindet die Verantwortung für das nationale fotografische Erbe mit der Diskussion der Zukunftsfragen des Fotografischen.
- Das DFI ist offen und zugänglich: es bietet frei verfügbare und nutzbare digitale und methodische Werkzeuge, Standards und Wissensbestände für Forschung, Vermittlung und Praxis.
- Das DFI ist serviceorientiert: Seine Angebote richten sich an die Bedarfe der bestehenden Archive, Vor- und Nachlässe, Kunstschaffenden, Fotografierenden, Museen, Sammlungen, Hochschulen und so weiter und werden auf Grundlage fachlicher Expertise kontinuierlich weiterentwickelt.
- Das DFI soll fördern und stärken: Teil des DFI ist ein „Nationaler Förderfonds Fotografie“, der die fotografische Landschaft insgesamt stützt, stärkt und fördert.
- Das DFI ist international vernetzt und orientiert sich an internationalen Standards. Es pflegt den kontinuierlichen Austausch mit Institutionen im In- und Ausland.
- Das DFI ist nachhaltig und gemeinwohlorientiert: Als übergreifendes Prinzip orientiert sich das DFI an Nachhaltigkeit im Sinne gemeinwohlorientierten, langfristigen und ressourcenbewussten Handelns.
Den Bericht der beratenden Gründungskommission finden Sie hier: https://www.mkw.nrw/bericht-dfi
Der Lenkungsausschuss von Bund, Land und Stadt wird den jetzt vorgelegten Abschlussbericht zügig prüfen, bewerten und darauf aufbauend den weiteren Umsetzungsplan entwickeln. Im Anschluss wird der Lenkungsausschuss eine Findungskommission für die Gründungsdirektion einsetzen. Aufgabe der Gründungsdirektion wird es sein, den Aufbau des DFI voranzutreiben.
Hintergrund
Im Jahr 2019 hat der Deutsche Bundestag auf Grundlage eines Vorschlags der Stadt Düsseldorf Mittel für das Fotoinstitut in Höhe von 41,5 Millionen Euro für den Standort Düsseldorf bereitgestellt. Im Landeshaushalt wurde der gleiche Betrag für die notwendige Kofinanzierung eingestellt, so dass insgesamt zunächst 83 Millionen Euro zur Verfügung standen. In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses im Jahr 2022 wurden im Bundeshaushalt Barmittel und Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 42,9 Millionen. Euro etatisiert. Damit wurden die Mittel noch einmal um rund 1,5 Millionen Euro auf insgesamt 86 Millionen Euro erhöht.
Quelle: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
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Der 30-jährige Japaner Hayato Sumino ist Pianist, Komponist, YouTube-Star, studierter Ingenieur und seit gestern auch: Preisträger des Leonard Bernstein Award. Am Freitag, 18. Juli, wurde ihm im Rahmen eines Preisträgerkonzerts in der Lübecker Musik- und Kongresshalle der von der Sparkassen-Finanzgruppe gestiftete Preis verliehen. Der Pianist beeindruckte mit Sergei Rachmaninoffs Klavierkonzert Nr. 2, begleitet vom Schleswig-Holstein Festival Orchestra unter der Leitung von Holly Choe. Als Zugabe bot er eine eigens für den Anlass arrangierte Version von Leonard Bernsteins »Mambo«, die mit ihrer Energie und Virtuosität für begeisterten Applaus sorgte.
