Festivals, Medien & TV
„Blattkritik. Vom Glanz und Elend der Journaille“ – von Anton Hunger

Man entziehe einem Drogenabhängigen den Stoff – das kann für ihn lebensbedrohlich ausgehen.

Man lege den gesellschaftlichen Sumpf trocken, der dem Enthüllungsjournalismus die Grundlage für deren Gerüchteküche bietet – er wird nicht überleben. Welch eine Horrorvorstellung für Skandaljäger, man darf sie auch mal Schmeißfliegen nennen: Es gibt Tage, „an denen einfach nicht wirklich etwas passiert, das des Berichtens würdig wäre (…)“ Und wenn nicht, dann wird nachgeholfen, „Dann wird schnell mal aus einem ordinären Blechschaden mehrerer kollidierender Automobile eine veritable ´Massenkarambolage´ oder aus einem brennenden Feldhäuschen schon mal eine ´Feuersbrunst´, die Legionen von Feuerwehrmännern ´unter Einsatz ihres Lebens bekämpfen´.“

 
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Jazz grenzenlos – das „Festival da Jazz“ in St. Moritz

Die sechste Ausgabe des „Festival da Jazz“ in St. Moritz begeistert mit musikalischen Highlights und Höhenluft.
Das „Festival da Jazz“ in St. Moritz hat bereits am 11. Juli begonnen und gibt noch bis zum 11. August im Schweizer Engadin den Ton an. Dort findet man hochkarätige Musiker in exklusivem Wohlfühl-Ambiente. In diesem Jahr mit dabei: Dee Dee Bridgewater, Randy Crawford & Joe Sample, Chick Corea, David Sanborn & Bob James, Al Jarreau , João Bosco & Grupo und Take 6.

 
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Monaco Franze (c): BR/balance-film

Ab heute abend (20:15h, Bayerischer Rundfunk, dann jeweils donnerstags und montags, gleiche Zeit) wird die vielleicht charmanteste Midlife-Crisis, seit es Vorabendserien im Ersten gibt, wiederholt.
Für den damals bereits 57-jährigen Schauspieler Helmut Fischer war die Rolle des „Monaco Franze“ vor genau dreißig Jahren der späte Glücksfall seines Lebens. Und führte zu einem unüberwindbaren Missverständnis.

 
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Copenhagen Jazz Festival - eine Stadt atmet gerade Jazz

Hört man den ganzen Nachmittag, Abend und die Nacht durch Jazz, dann wirkt das morgendliche Glockenspiel der Kirchtürme Kopenhagens wie ein weiteres musikalisch-rhythmisches Angebot.
Das seit 1979 durchgehend und jährlich stattfindende Jazz-Festival der dänischen Hauptstadt ist nicht nur eines des ältesten in Europa, sondern mit seiner Anzahl von 1.200 Konzerten (kein Tippfehler!) in 9 Tagen für jeden Jazzfreund ein Superlativ der Auswahlmöglichkeiten und eine echte Herausforderung. Keine renommierte Institution, ob Museum, Theater, Konzerthaus oder Club, die nicht als Spielstätte dient. Dort treten noch bis zum 14. Juli ebenso renommierte Künstler auf wie Chick Corea, mit dem, in Begleitung von "The Virgil", das Festival eröffnet wurde. Ebenfalls mit von der Partie: Marcus Miller, Dianne Reeves, Palle Mikkelborg und Cassandra Wilson, die ein großartiges Konzert im königlichen Theater abliefert und zu Recht Standing Ovations erhält. In den kleineren Spielstätten sind die Newcomer, Nischenexperten, Experimentierenden und Rahmenprogrammler zu finden.

 
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Baltischer Dreiklang - SHMF

Estland, Lettland, Litauen – das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) widmet sich dieses Jahr den baltischen Staaten.
Auf dem zweimonatigen Programm stehen 118 Konzerte, drei „Musikfeste auf dem Lande“ und ein Kindermusikfest.

 
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Biennale di Venezia

„One second please!” versucht ein Fotograf die Vorbeiziehenden im Eingangsbereich eines Pop-Art-Cafés erfolglos mit theatralischer Ansprache zum Stehenbleiben zu bewegen.
Sein Model steht genau hinter dem Strom der Besucher gleichmütig lächelnd, als erwarte sie gar keinen Erfolg des Unterfangens. Ein gelungenes Happening, das die verzweifelte Suche nach Aufmerksamkeit im aufgeregten Betrieb der 88 Pavillons und 155 Künstler (etwa so viele wie die letzten beiden Ausgaben zusammen) der 55. Biennale von Venedig kritisiert. Moment – ist das nicht...? Tatsächlich! Es ist Michel Friedmann, der versucht, Lebensgefährtin Bärbel Schäfer für ein Andenkenfoto ins rechte Licht zu rücken. Aber die aktuelle Biennale zaubert so viel Überraschendes aus dem Hut, dass auch der Auftritt der TV-Moderatoren gut als Programmteil hätte durchgehen können.

 
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24. Filmfest Emden-Norderney

Das 24. Filmfest Emden-Norderney begann in diesem Jahr quasi einen Tag früher als sonst.
Grund dafür war, dass der kleinere Partner aus Norderney seit 15 Jahren mit von der Partie ist. Filmschaffende, Cineasten, Gäste, Journalisten und Filmfest-Crew gratulierten den lokalen Machern Herbert Visser und Uwe Fokken zum Jubiläum.
Mit Eike Besudens Film „Verrückt nach Paris“ (2001), der vom Norderney-Publikum als beliebtester Film der vergangenen 14 Jahre gewählt wurde, startete das Festival dort im Kurtheater vorab.

 
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29. Internationales KurzFilmFestival Hamburg

Hamburg wird in diesen Tagen zum Mekka für Kurzfilm-Fans.
Über 400 cineastische Perlen aus aller Welt flimmern bei der 29. Ausgabe des Internationalen KurzFilmFestivals über die Leinwände und beweisen, dass großes Kino durchaus in wenige Minuten passt.

 
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Modern Monsters – Death and Life of Fiction - Taipeh Biennale 2012

Die 8. Taipeh Biennale 2012 nimmt sich thematisch einem Geschöpf an, das in der alten chinesischen Mythologie als Monster namens Taowu existiert und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder zur Inkarnation unterschiedlicher Ausprägung wurde.
Das klingt zunächst einmal recht rückwärtsgewandt, traditionell und befremdlich, doch der in den USA lebende Literaturhistoriker David Der-Wei Wang präzisierte und modernisierte in seinem Buch „The Monster That Is History“ Taowu als chinesische Geschichte per se. Der Biennale-Titel "Modern Monsters – Death and Life of Fiction" bekommt somit eine zeitgenössische Prägung.

 
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54. Nordische Filmtage Lübeck

Der letzte Filmvorhang ist gefallen.
Nach fünf Tagen und 149 Filmen der Genres Spiel- und Horrorfilm, Dokumentar- und Kurzfilm, Filme für junge Zuschauer ist das größte und wichtigste nordische Filmfestival Europas am 4. November 2012 zu Ende gegangen. Auch dieses Jahr kämpften Filmemacher aus skandinavischen und baltischen Ländern sowie aus Norddeutschland um einen der begehrten acht Filmpreise.

 
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Das 6. ZEBRA Poetry Festival

Es ist weltweit DAS Filmfestival für Poesie und Film, und verbindet alle zwei Jahre die Genres miteinander.
Schon vor der Eröffnung des 6. ZEBRA Poetry Film Festivals kam beim wartenden Publikum die Frage auf, warum der Namensgeber des Festivals ein Zebra ist. Das konnte dann einer der Programmmacher, Thomas Zendelgiacomo DelBel, endlich auf der Bühne aufklären: „MGM hat den brüllenden Löwen, wir haben das Zebra“. Und wie es sich für eine gute Corporate Identity gehört, werden die Filmpreise – nein, keine kleinen Zebrafigürchen sein, sondern Zebra-Schals einer Leipziger Designerin.

 
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Steve McQueen – The Last Mile

In Hamburg ist die Ausstellung "Steve McQueen – The Last Mile" mit 35 ausgewählten Fotografien seiner letzten Ehefrau Barbara McQueen im Museum Prototyp bis 31. Dezember 2012 erstmals in Deutschland zu sehen.
Anlässlich des 20. Filmfest Hamburg und einer Steve McQueen-Filmnacht traf sich Barbara McQueen mit den KulturPort-Journalisten Sarah Seidel und Claus Friede und sprach in einem Interview über ihre erste Begegnung mit Steve McQueen und über die gemeinsamen Jahre bis zu seinem Tod.

 
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Sommertheaterfestival 2012

Erinnerungen können durchaus täuschen und es war bestimmt nicht alles gut, was in früheren Zeiten beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel gezeigt wurde, aber es bleiben doch etliche Eindrücke unvergesslich.
Was war das beispielsweise für eine Aufregung, als die katalanischen Feuerteufel Fura dels Baus Anfang der 90er-Jahre Kampnagel regelrecht in Brand setzten! Ungeheuer faszinierend und gleichermaßen furchterregend war dieses Spektakel! Oder das Stück „Rebis“ des kolumbianischen Ausnahmetänzers Alvaro Restrepo: Wie gebannt sah man auf dieses kauernde Etwas, das anfangs eher einer Amöbe glich als einem Menschen, um dann alle Stufen der Evolution zu durchlaufen. Was für eine Körperbeherrschung! Was für meisterhafte Metamorphosen!

 
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Jazzfestival Südtirol: „Diese Gegend besteht darauf, dass Du sie genießt“

Als wolle sie ihre Worte ganz besonders unterstreichen, lehnt Angelika Niescier sich genüsslich in Ihrem Korbstuhl zurück und blinzelt leicht in die Sonne.
Ich bestehe darauf, dass Sie erst in Ruhe das hausgemachte Vanille-Ingwer-Eis mit Erdbeeren verspeist, bevor wir mit unserem Gespräch fortfahren. Die Kölner Saxophonistin kann auf eine für sie „paradiesische Situation“ zurückblicken. Hinter Ihr liegen fünf Tage Südtirol Jazzfestival Alto Adige. Bozen, Bruneck, Magreid waren Ihren Stationen; Florian Weber, Sebastian Räther, Christoph Hillmann, Simone Zanchini, Stefano Senni und Francesco Bearzatti ihre musikalischen Gefährten.

 

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