Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Vier Jahre ist es her, da machte die finnische Sängerin mit Wohnsitz in Dänemark durch ihr Debütalbum auf sich aufmerksam. „Belonging“ ist nun das zweite Album und erscheint heute in Deutschland.
Sie hat einen nordisch melancholischen Klang, einen schamanischen Unterton und die Eigenwilligkeit isländischer Musiker. Ihre Altstimme unterstützt diese Attribute, und ihre Inhalte der Texte über Leben und Tod, Geburt, Entfremdung und Zugehörigkeit tun dies ebenfalls. Johanna Elina schafft eine Grundstimmung, die sie dann variiert. Mal stimmt sie sich klagend ein, mal gelöst, mal gepresst und mal dezidiert.
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- Geschrieben von: Sven Sorgenfrey -

Ein Holzhaus irgendwo im Osten der USA aus starrer Adlerperspektive. Das Nachtlicht ist noch an. Tonspur: „Gute Nacht, John-Boy!“ – „Gute Nacht, Steve!“ – „Gute Nacht, Larry!“ – „Gute Nacht, John-Boy!“ – „Gute Nacht, Mama!“ Dolly Parton deckt Bill Stewart liebevoll zu. „Gute Nacht, John-Boy!“ – „Gute Nacht, Bill!“ Der Rezensent wacht schweißgebadet auf. John Scofield spielt Country. Muss das sein?
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Es ist ein satter Sound, der da auf dem Album „Windmond“ zu hören ist. Das 15-köpfige Sarah Chaksad Orchestra spielt als Jazz-Ensemble und steht ganz und gar in jener musikalisch-orchestralen Tradition, die genau den aller ersten Eindruck des Albums ausmacht: voller Klang.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Alexandre Tharaud ist eine Ausnahmeerscheinung unter den französischen Pianisten. Das hat er 2014 mit seinen feinnervigen Mozart-Aufnahmen bewiesen und im vergangenen Jahr mit seinen aufregend neu entdeckten „Goldberg-Variationen“. Jetzt spielte er das zweite Klavierkonzert und etliche kleinere Werke von Sergei Rachmaninov ein und geht dabei auf die Suche nach den dunklen Seiten des Komponisten.
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- Geschrieben von: Mirjam Kappes -

Vor 500 Jahren schlug Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg. Schriftsteller Wilhelm Genazino hat nun ein Buch herausgegeben, das erneut die Frage auswirft: Was heißen Freiheit und Verantwortung für uns heute? Antwort geben bekannte Persönlichkeiten und Jugendliche: 95 Mal werden die Begriffe so neu angeeignet und ausgehandelt – als Annäherungsversuch und Gegenwartsentwurf zugleich.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Teodor Currentzis pflegt hingebungsvoll sein Image als charismatischer Klassikrebell im fernen Perm. Sein Herzensprojekt mit dem von ihm aufgebauten Originalklang-Ensemble MusicAeterna, die Studio-Aufnahmen der drei Mozart/da Ponte-Opern, findet jetzt mit „Don Giovanni“ seinen etwas verspäteten Abschluss. Und ist kaum zu überbieten an Transparenz und Tempo, mit einem großartigen Solisten-Team.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Wenn eine Begegnung mit einem anderen Menschen etwas ganz besonders hinterlässt, kann das einen Lebensweg verändern. Für Helmut Eisel war es die Begegnung mit dem Klarinettisten Giora Feidman. Dies war im Jahr 1986 – sieben Jahre später widmet sich der Mathematiker und Informatiker Eisel ausschließlich der Musik.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -

„Dies alte Lübeck ist ein merkwürdiges Nest“
Ist nicht schon alles über Thomas Mann entdeckt, gefragt, gesagt und geschrieben worden? Den Gegenbeweis tritt der Literaturwissenschaftler, Autor und Thomas Mann-Kenner Heinrich Detering mit seinem jüngsten Werk an. „Das Meer meiner Kindheit – Thomas Manns Lübecker Dämonen“ heißt das 280 Seiten starke Buch, das im Boysens Verlag erschienen ist und im Lübecker Buddenbrookhaus vorgestellt wurde.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -

Olga Martynova, Bachmannpreisträgerin 2012, stammt aus Sibirien, wuchs in Leningrad auf, studierte dort russische Sprache und Literatur. Seit 1991 lebt sie in Frankfurt/Main. Ihr jüngstes Werk, den Roman „Der Engelherd“, stellte sie im Gewölbekeller des Lübecker Buddenbrookhauses in einer öffentlichen Lesung im Rahmen der „LiteraTourNord“ vor.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Alice Sara Ott spielt mit Grieg, Elfen und Trollen. Dietrich Buxtehudes frühbarockes Netzwerk wird aufgedeckt. Ein musikalisches Experiment von Friedrich Gulda führt zurück ins Jahr 1978. Matthias Höfs hat sich Mozart-Werke für Trompete arrangiert, und das Goldmund-Quartett setzt mit seiner Debüt-CD einen beachtlichen hohen Standard mit drei Haydn-Streich-Quartetten.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Es ist eine Gesangskarriere wie aus dem Märchen: Pretty Yende kommt aus einer südafrikanischen Kleinstadt, begann spät zu singen, und erobert längst eine große Opernbühne nach der anderen. Warum ihr das gelingt, verrät das Debüt-Album der Sopranistin.
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- Geschrieben von: Sabine Meinert -

Gelassen und gleichzeitig funky – so wünscht man sich die Tagesstimmung öfter mal. Mit Torun Eriksen ist das möglich: Ihr neues Album „Grand White Silk“ bietet eine tolle Mischung aus Relaxtem und Anregendem.
Mal kommt sie frisch und jung daher, mal herbstlich-melancholisch, mit ganz viel Pop, Funk, auch Gospels und Balladen auf Jazz-Basis – und jeder Menge prickelndem Esprit.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Daniel Behle, lyrischer Tenor, Jahrgang 1974, steht längst auf den größten Bühnen. Covent Garden, Semperoper, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Wien, Festspielhaus Bayreuth und bald auch Elbphilharmonie. Doch das Band des Hamburgers zu seiner Heimatstadt hat gehalten. Seine neue CD heißt „Mein Hamburg“ – es sind ganz besondere Hafen- und Hamburg-Lieder.
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- Geschrieben von: Helga Schuchardt -

Sie hat gekämpft. Sie wusste schon lange, dass sie unheilbar krank war, doch wollte unbedingt noch die Elbphilharmonie im kommenden Januar einweihen. Der heimtückische Krebs ließ es nicht zu. Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler starb nach langer, schwerer Krankheit am vergangenen Freitag im Alter von 67 Jahren. Kaum jemand in Hamburg kannte Barbara Kisseler so gut wie Helga Schuchardt. Die ehemalige Hamburger Kultursenatorin (1983-1987) war in ihrer Zeit als Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur (1990-1998) Kisselers Chefin. Für KulturPort.de erinnert sich Helga Schuchardt.