Kultur Blog
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Fünf Stunden Tanz und keine Sekunde zu viel: Selten sah man eine so kurzweilige Nijinsky-Gala, wie in diesem Jahr. Mit furiosen „Portraits in Tanz und Musik“ verabschiedete sich das Hamburg Ballett – und damit die Hamburgische Staatsoper – in die wohlverdiente Sommerpause.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

Nach zwei Jahren ist es wieder soweit: Die Overbeck Gesellschaft in Lübeck stellt in ihrer Ausstellung die aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein vor.
Von der Kulturstiftung werden jährlich acht Stipendien aus den Sparten Bildende Kunst, Theater, Literatur und Musik vergeben. Das Ergebnis dieser Förderung wird seit dem Jahr 2012 im zweijährigen Turnus als „Regionale" im Garten und Pavillon des Lübecker Kunstvereins vorgestellt. Die dritte Regionale präsentiert jetzt die Jahrgänge 2014 und 2015 und deren Positionen zur zeitgenössischen Kunst. Der Untertitel „News From Nowhere " klingt rätselhaft. Neues aus dem Nirgendwo? Welches Nirgendwo?
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Tatort: Straßenstrich in Los Angeles am Heiligabend. Guerilla-Filmemacher Sean Baker präsentiert seine Innenansichten der Transgender-Szene als schwindelerregende Screwball-Comedy und berührende Chronik einer Freundschaft. Ästhetisch radikal, authentisch, wahnwitzig komisch und manchmal unendlich traurig.
Grade aus dem Knast entlassen, muss Sin-Dee Rella (Kitana Kiki Rodriguez) von Kollegin Alessandra (Mya Taylor) erfahren, dass ihre große Liebe, Zuhälter Chester, sie betrogen hat. Was die stolze afroamerikanische Trans-Prostituierte am meisten verletzt, das Objekt der Begierde war eine sogenannte „echte” Frau, und obendrein noch eine Weiße. Wutentbrannt stürmt Sin-Dee davon, um die Missetäter aufzuspüren und zur Rechenschaft zu ziehen.
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- Geschrieben von: Dagmar Reichardt -
Christo, schwimmende Seebrücken, Materialien aus Deutschland und Italien, die Familie Beretta und eine Insel im See: Ausgerechnet der Familie vom traditionsreichen, in der Provinz von Brescia ansässigen Hersteller einer der bekanntesten Schusswaffen der Welt – der „Beretta M9“, eine der offiziellen Dienstpistolen der US-Armee – gehört die Insel San Paolo inmitten des norditalienischen Iseo-Sees.
Auf sie hatte der amerikanische Ver- und Enthüllungskünstler bulgarischer Herkunft Christo (*1935) zusammen mit seiner französisch-maghrebinischen Ehefrau und Dauerprojektpartnerin Jeanne-Claude (1935-2009) schon länger ein Auge geworfen. Und genau hier in der pittoresken, sanften lombardischen Seen- und Gebirgslandschaft war bis Sonntag 3. Juli 2016 Christos neueste Kunstinstallation „The Floating Piers“ zu besehen, zu begehen und zu bewundern. Seit dem 30. Juni ist sie auch für die Nachwelt auf Google Street View festgehalten. Und bis zum 18. September läuft in der analogen Welt noch die Begleitausstellung „Christo and Jeanne-Claude: Water Projects“ im Museo di Santa Giulia in Brescia, eine gute Autostunde von Mailand entfernt.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Die überragende Qualität von John Neumeiers Hamburg Ballett und die enge Freundschaft von Kent Nagano zum 1992 verstorbenen Komponisten machten das Unmögliche möglich. Nach fast 50 Jahren gab es für Hamburg eine Sondererlaubnis: Das Hamburg Ballett und die Philharmoniker dürfen Olivier Messiaens Ode an die Liebe auf die Bühne bringen: Turangalîla. Mit der faszinierenden Premiere eröffneten die 42. Hamburger Ballett-Tage.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Ivan Urban ist seit 1998 Erster Solist beim Hamburg Ballett John Neumeier, nun steht er an der Schwelle zu neuen Aufgaben: Ab der kommenden Saison wird er als Ballettmeister und Sonderdarsteller sein immenses Können für John Neumeiers Compagnie einsetzen.
Was macht ein Ballettsolist, der übers Aufhören und die Zeit danach nachdenken soll? Ivan Urban, 1994 aus Weißrussland gekommen und seit 1998 Erster Solist im Hamburg Ballett, ist inzwischen 41 Jahre alt. Mit 35 hat er das zum ersten Mal versucht. „Man geht dem gern aus dem Weg. Die Karriere von Tänzern ist kurz, kaum hat man richtig angefangen, soll man schon an das Ende denken? Man hat doch so hart gearbeitet, jahrelang nach Perfektion gestrebt.“ Irgendwann kam auch John Neumeier behutsam auf das Thema zu sprechen. Was macht man dann?
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Science-Fiction im Retro-Stil der Siebziger Jahre: grotesk, bildgewaltig, erschreckend aber unwiderstehlich.
J.G. Ballards brillanter dystopischer Roman „High-Rise” erschien 1975 und galt jahrzehntelang als unverfilmbar. Nun hat ihn der britische Regisseur Ben Wheatley mit waghalsiger Bravour als elegant ironische Parabel auf Kapitalismus und Klassenkampf inszeniert. Das Hochhaus ist hier nicht nur Metapher für unsere Gesellschaft, sondern auch ganz im Sinne des Autors Spiegelbild der menschlichen Seele und ihrer Abgründe.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Alles schon gemacht, der Bilderberg unermesslich und die Aussicht auf Ruhm und Reichtum äußerst gering. Warum also noch Kunst studieren? Für die Studierenden an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) ist die Antwort klar wie groß: um sich und die Gesellschaft weiterzubringen.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Ekel ästhetisch edelster Art wird zur schwelgerischen Hommage an die frühen Werke von Luis Buñuel und Dario Argento. Eine wundervoll verstörende Groteske, deren suggestive makabere Bilder sich eigentlich selbst genug sind.
Der surrrealistischer Horror-Thriller „The Neon Demon” des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn polarisierte in Cannes Publikum wie auch Kritiker. Die einen buhten, die anderen waren hingerissen.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

Die kleine Stadt Büdelsdorf im nördlichen Schleswig-Holstein lockt mit einer neuen Ausstellung der NordArt. 250 Künstler aus fünfzig Nationen präsentieren in den historischen Hallen der ehemaligen Eisengießerei Carlshütte, der Wagenremise und im Skulpturenpark internationale Kunst. Gezeigt werden rund eintausend Exponate: Installationen, Fotografien und Videos, Malereien und Skulpturen.