Kultur Blog
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Packender wortgewaltiger Politthriller über einen Medienskandal bei CBS.
Genau dort stößt das Regiedebüt des Drehbuchautors James Vanderbilt („Zodiac”), wie zu erwarten, auch auf heftige Kritik. Zu Recht?
New York, 2004. Fernsehredakteurin Mary Mapes (Cate Blanchett) ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie arbeitet Seite an Seite mit Moderator Dan Rather (Robert Redford) für das CBS Reportagemagazin ‚60 Minutes II’. Im April hat sie jene legendäre Sendung produziert, mit der die Folter im US-Militärgefängnis Abu Ghuraib weltweit öffentlich gemacht wurde. Der Wahlkampf John Kerry gegen George W. Bush läuft auf Hochtouren. Die Journalistin bekommt einen Tipp über die Geschäftsverbindungen zwischen dem Bush-Clan und der Bin Laden-Familie. Ein Thema, das Michael Moore polemisch publikumswirksam umsetzen wird in seinem Dokumentarfilm „Fahrenheit 9/11”. Mary jedoch lässt die Geschichte mangels konkreter Beweise fallen, aber ihr Interesse erwacht, als sie von den Gerüchten über die Militärakte des amtierenden Präsidenten hört.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Mit neuem Eingang, sensibler Neuhängung und stark akzentuiertem Sammlungsschwerpunkt im 19. Jahrhundert besinnt sich die Hamburger Kunsthalle nach dreijähriger Umbauphase wieder auf ihre Ursprünge. Städteplanerisch mag das problematisch sein, das neue Entree jedoch ist traumhaft schön – und weist auch noch in die richtige Himmelsrichtung: Mit Blick über die Binnenalster sich hier auf den Stufen die Abendsonne ins Gesicht scheinen zu lassen, ist einfach ein Genuss.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Ein Künstlerporträt von verstörender Eindringlichkeit. Brillant, klug, subtil und erschreckend aktuell. Dieser Film trifft mitten ins Herz.
Rio de Janeiro, August 1936. Noch sind die Türen zum Festsaal des exklusiven Jockey Clubs verschlossen. Drinnen rücken Serviermädchen die Weingläser zurecht, zupfen ein letztes Mal an der Tischdekoration. Das atemberaubende tropische Blumenmeer in den verschiedensten Rottönen lässt kaum noch Platz für Tafelsilber und Porzellan. Mit militärischer Präzision marschieren die Kellner auf. So beginnt Maria Schraders Episoden-Epos über das Exil von Stefan Zweig (Josef Hader), und vom ersten Moment an birgt jede Form opulenter Pracht etwas schmerzhaft Tragisches in sich. Zwei Jahre zuvor hatte der jüdische Schriftsteller seine Heimat Österreich verlassen müssen.
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- Geschrieben von: Mirjam Kappes -

„Schau mich an“, so heißt die Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) anlässlich der 20. Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen. Gezeigt werden Zeichnungen der flämischen Buchillustratorin Ingrid Godon zusammen mit der zentralen Inspirationsquelle der Künstlerin: die Kinder- und Familienaufnahmen von Fotograf August Sander.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

„Ich habe immer an ihm festgehalten!“ Dem renommierten Hamburger Sammler Harald Falckenberg geht es da nicht anders, als der Frankfurter Galeristin Bärbel Grässlin. Sie vertritt Werner Büttner seit seinen Anfängen und bezeichnet ihn als „verborgenen Schatz“, den es noch zu geben gilt.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

O-Ei führt ein Schattendasein, die 23jährige hat das Talent des Vaters geerbt, aber ihre Bilder tragen seinen Namen: Katsushika Hokusai (1760-1849). Er zählt zu den bekanntesten Künstlern Japans. Des Meisters Werke inspirierten Claude Monet und Vincent van Gogh. Hier, auf der Kinoleinwand wird nun die Tochter zur Protagonistin. Regisseur Keiichi Hara inszeniert „Miss Hokusai” als anrührende poetische Coming-off-Age Story zwischen Tradition und Rebellion. Der ästhetisch virtuose japanische Zeichentrickfilm ist ein höchst ungewöhnlicher Mix aus Familiendrama, Slapstick, Geistergeschichte, Biopic, historischem Epos, Realität und Fiktion.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Kein bildender Künstler, das ist wohl sicher, hat die Tatsache, dass er „nicht mehr kann“, so genüsslich in aller Öffentlichkeit verkündet, wie er. Zu seinem 50. Geburtstag, so Horst Janssen (1921-1995), habe er sich eine „impotentia totalis“ geschenkt. Dass dieses zweifelhafte Glück seine künstlerische Omnipotenz keineswegs schmälerte, zeigt das Altonaer Museum nun in der großangelegten Ausstellung „Der Horst Janssen Archipel“.
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- Geschrieben von: Agnese Vasermane -

Am 20. Mai feiert die Lettische Kulturakademie in Riga ihr 25jähriges Jubiläum. Seit 16 Jahren gibt es dort den deutsch-sprachigen Studiengang für „Internationales Medien- und Kulturmanagement“. Ein guter Grund eine Bilanz zu ziehen. Die Nachrichten-Redakteurin des staatlichen Senders „Latvijas Radio“ und Studentin des deutsch-sprachigen Studiengangs, Agnese Vasermane, traf sich zum Interview mit der Rektorin der Lettischen Kulturakademie, Professorin Rûta Muktupâvela in Riga.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Wie lange soll eine Oper dauern? Bei Purcells „Dido and Aenaeas“ braucht es gerade mal 55 Minuten plus Prolog und Epilog, um einen ganzen Kosmos von Liebe, Traumatisierung, Ängsten, Abweisung und Verzweiflung bis zum Tod zu durchmessen. Hinreißend und anrührend vorgeführt auf Kampnagel von Thomas Hengelbrock mit vorzüglichen Sängern und Instrumentalisten und dem wahrscheinlich herzzerreißendsten Pianissimo des ganzen Hamburger Musikfests.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Es war einmal eine Bande von Freunden in einer trostlosen Nachkriegssiedlung im fiktiven Langenheim. Mit 60 Jahren kehren Martin und seine Freundin Nina für ein Begräbnis an den Ort ihrer Kindheit zurück – als einzige Überlebende der ehemals sieben „Furies“. Während sie über den Friedhof schlendern und die Gräber der Verstorbenen besuchen, kommen Martin und Nina die Erinnerungen hoch.