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Teenager-Rebellion trifft Sozialsatire

Im Rahmen der diesjährigen KAZÉ Anime Nights wird „Seven Days War“ das Coming of Age-Erlebnis des Jahres. Es ist somit das heißersehnte Kinoevent im August, das in 200 teilnehmende Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattfindet.

 

Ayas kontrollsüchtiger Vater entscheidet über ihren Kopf hinweg, dass ein Umzug nach Tokio bevorsteht. Vor diesem steht allerdings noch ein harmloser Campingausflug an. Da die 16-jährige ihre Heimatinsel Hokkaido nicht verlassen will, beschließt sie mit Mamoru, ihrem Kindheitsfreund, zu fliehen. Aus dem spontan geschmiedeten Plan entwickelt sich sehr schnell eine große Sache: Vier weitere Schüler schließen sich ihrer Rebellion gegen die uneinsichtigen Erwachsenen an.

 

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Der Zufluchtsort der sechs Jugendlichen ist eine verlassene Fabrik am Ufer, auf die sie zufällig beim Campen gestoßen sind. Dort treffen sie auf ein Kind, das illegal aus Thailand eingewandert ist und verzweifelt seine Eltern sucht. Die Ausländerbehörden sind ihm auf der Spur. Gemeinsam helfen sie dem Kind der Verhaftung zu entgehen. Infolgedessen verschanzen sie sich alle in dem leerstehenden Industriekomplex.

 

Es werden großartige Pläne geschmiedet, um den Erwachsenen am Tage des Kriegs die Stirn zu bieten und sich gegen die ständige Bevormundung aufzulehnen. Die Aufständischen kämpfen für das, woran sie glauben, während die Autoritätspersonen keinen Sinn in dem Aufstand sehen und die Schüler für ihr Handeln zu Rechenschaft zwingen wollen.

 

„Seven Days War“ basiert auf dem Roman „Our Seven-Day War“ (Originaltitel: „Bokura no Nanoka-kan Sensou“) von Autor Osamu Soda aus dem Jahre 1985. Inklusive der später erschienenen Nachdrucke und Spin-offs verkaufte sich die Reihe bis heute über 20 Millionen Mal. Darüber hinaus ist der Anime nicht die erste Verfilmung der Vorlage, denn bereits 1988 erschien ein Realfilm basierend auf dem literarischen Werk. Im Gegensatz zu seinem Live-Action-Film handelt es sich beim Anime „Seven Days War“ jedoch um eine recht freie Adaption des Originals, die diverse Änderungen vornimmt, um den Stoff für eine neue Zuschauergeneration aufzubereiten. Die Handlung wird ins Jahr 2020 versetzt, wo die modernen Telekommunikationsmittel wie Internet, Videochat und Textnachrichten eine große Rolle spielen.

 

Seven Days War POSTERDabei begeistert der Anime-Film mit einem zunächst eigenwillig anmutenden wie spannenden Mix, der Facetten einer Mystery-Geschichte mit einer kräftigen Portion Sozialsatire vermischt. Es werden gleichsam zeitlose wie aktuelle Themen verhandelt. So geht es beispielsweise um illegale Einwanderung, die Frage nach der sexuellen Identität und Diversität sowie Emanzipation als Jugendlicher von den eigenen Eltern. Die erste Liebe und das Erwachsenwerden sind große Themen des Films.

 

Der Film entstand unter der Regie von Yuuta Murano („How Not to Summon a Demon Lord“) im Studio Ajia-do Animation Works. Für das Drehbuch zeichnete indes Ichiro Okouchi („Devilman Crybaby“) verantwortlich. Die Charakterdesigns steuerte derweil Hiroshi Shimizu („Megalo Box“) bei, während der Soundtrack aus der Feder von Jun Ichikawa („True Cooking Master Boy“) stammt.


Titel: Seven Days War

Originaltitel: Bokura no Nanoka-kan Sensou

Regie: Yuuta Murano

Drehbuch: Ichiro Okouchi

Musik: Jun Ichikawa

Characterdesign: Hiroshi Shimizu

Sprache: Deutsche Synchronfassung

Laufzeit: 88 Min.

FSK: 12

Produktion: Japan 2019

Animationsproduktion: Ajia-do Animation Works

Copyright: © 2019 Osamu Souda, KADOKAWA/Seven Days War Partners

Kino-Start am 3. August in ausgewählten Kinos und sonst am 10. August 2021

 

YouTube-Video:
Seven Days War (Kino-Trailer)

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