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Erfolgsregisseur und Animator Masaaki Yuasa (*1965) gelingt es meisterhaft, zu Herzen gehende romantische Geschichte von Verlust und Trauer zu erzählen – und die Kraft des Lebens und der Liebe zu feiern.

„Ride Your Wave“ feierte 2019 auf dem Annecy Animationsfestival Weltpremiere und kommt nun in der Reihe der KAZÉ Anime Nights 2020 in die Kinos nach Deutschland und Österreich.

 

 

Masaaki Yasusa (Mind Game, 2004; Space Dandy, 2014; Devilman Crybaby, 2018) liefert ein sehenswertes und stilistisch hochwertiges Anime ab, das in seinen weichen Bildern und die Designs der Farben und Charakter sowie der gesamte Geschichte, die auf durchgeknallte Typen – wie noch in vorherigen Filmen – endgültig verzichtet, kaum von ihm zu stammen scheint. Es beginnt geradezu süßlich als Liebesgeschichte zweier recht unterschiedlicher Charaktere, die sich im Laufe der Zeit und mit Filmdauer zu einem komplexen Konstrukt einer tiefsinnig verwobenen Beziehung steigert – nicht ohne Wendepunkt und viel Phantasie und Einbildungskraft und einen unerwarteten Ende.

 

Der gesamte Plot ist wie das Wellenreiten selbst erzählt und mit der Hoffnung versehen, dass alle Protagonisten ihre Balance halten. Die Geschichte oszilliert zwischen Geheimnis und Aufklärung, zwischen Oberfläche und Tiefgang und schafft es mit diesen Mitteln emotional das Publikum zu berühren.

 

Zum Inhalt: Die leicht chaotische College-Studentin Hinako ist überglücklich, als sie zum Studieren in ihre alte Heimat an die Küste zurückkehrt und sich für ihr geliebtes Wellenreiten endlich wieder ins Meer stürzen kann. Während sie im Wasser spielend auf jeder Welle surft, fällt es ihr im Alltag schwer, ihr Leben ganz allein zu meistern.

Als in ihrem Apartmenthaus ein Feuer ausbricht, lernt sie den Feuerwehrmann Minato kennen, der mit beiden Beinen fest im Leben steht und sie sofort in ihren Bann zieht. Und auch Minato ist fasziniert von Hinako.

Minato kann fast alle Aufgaben an Land erledigen, ist aber ein Anfänger beim Surfen. Während sie surfen und viel Zeit miteinander verbringen, fühlt sich Hinako mehr und mehr zu Minato hingezogen, der sich darauf konzentriert anderen Menschen zu helfen.

Was Hinako aber nicht weiß: Beide sind durch ein Ereignis in der Vergangenheit schon lange miteinander verbunden.

Das große Glück wird jedoch jäh zerstört, als Minato beim Surfen verunglückt. Hinako ist völlig am Ende – bis sie bemerkt, dass ihre große Liebe ihr im Wasser erscheint, sobald sie ihr gemeinsames Lied singt. Er verspricht, sie so lange zu unterstützen, bis sie es schafft, endlich wieder auf ihrer eigenen Welle zu reiten...


Ride your Wave (Originaltitel: Kimi to, nami ni noretara)

Japan, 2019

Kino-Event: 28. Juli 2020

Sprache: deutsche Synchronfassung
Regie: Masaaki Yuasa
Drehbuch: Reiko Yoshida

Musik: Michiru Ôshima

Schnitt: Kiyoshi Hirose

Kategorie: Anime
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 12

 

Teilnehmende Kinos in Deutschland und Österreich

 

YouTube-Videos:

- Ride Your Wave [Official U.S. Trailer] (OmeU / 1:42)

- Ride Your Wave – Trailer (jap. / 1:34)

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