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Kultur Blog

Film

„Stan & Ollie”. Oder die schmerzliche Seite der Komik

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Dienstag, 07. Mai 2019 um 08:39 Uhr
Stan und Ollie Film

Sie waren das erfolgreichste Comedy-Duo der Filmgeschichte: Stan Laurel und Oliver Hardy. Millionen lachten über ihre hinreißenden Sketche, den skurrilen Wortwitz. Als „zwei, die der Himmel geschickt hat“, bezeichnete sie der Schriftsteller J.D. Salinger und Samuel Beckett sah in ihnen die Idealbesetzung für „Warten auf Godot“. „The Boys” nannten ihre Fans sie liebevoll.
„Stan & Ollie” ist kein konventionelles Bio-Pic, John S. Bairds charmant melancholisches Leinwand-Epos konzentriert sich auf wenige Wochen im Leben der beiden Künstler, die Zerreißprobe ihrer Freundschaft. Es wechselt zwischen Tragik und Komik, erzählt von der Angst vor dem Alter, der eigenen Bedeutungslosigkeit, von Konkurrenz, Verrat, Abschied und einer Loyalität, die uns zu Tränen rührt.

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Bildende Kunst

Tomorrow is the Question

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Montag, 06. Mai 2019 um 08:01 Uhr
Tomorrow is the Question Foto Anders Sune Berg

Die Fragen, die wir heute stellen, formen das Morgen mit. „Tomorrow is the Question“, so der eigenwillige Titel der Ausstellung in einem der größten Kunstmuseen Nordeuropas, dem ARoS, im dänischen Aarhus, geht mit der Ausstellung zumindest einigen Fragen nach, die unsere Zukunft im Visier haben.

Die Gruppenausstellung internationaler Gegenwartskunst mit 15 Künstlerinnen und Künstlern, soll dazu anregen, über gegenwärtige und zukünftige Probleme nachzudenken und zu diskutieren. Und das tut sie auf vielfältige Weise mit sehr unterschiedlichen Mitteln. Wie mittlerweile üblich, wird der Besucher nicht nur traditionell mit Kunstwerken konfrontiert, sondern auch partizipierend eingebunden. Zusammenfassend gesagt: die Ausstellung ist höchst politisch, beschäftigt sich mit teilweise brennenden Themen unserer Zeit, fordert Handeln und ist gesellschaftlich von hoher Relevanz, denn sie geht von den 17 Weltzielen für nachhaltige Entwicklung der UN aus.

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Kunsthandwerk, Grafik & Design

Gehäkelte Nester und Blütengerippe – der ungewöhnliche Schmuck von Svea Imholze

Details
Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Donnerstag, 02. Mai 2019 um 08:44 Uhr
Gehaekelte Nester und Bluetengerippe – der ungewoehnliche Schmuck von Svea Imholze

Abstrahierte Blüten, Kapseln und Knospen, Samen, Stempel und Stiele: Aus hauchfeinen Silberblechen und dünnen Drähten entwickelt die Wahlhamburgerin Svea Imholze einen ebenso spröden wie faszinierenden Schmuck. Er wirkt zwar minimalistisch kühl konstruiert, ist aber eindeutig von der Natur inspiriert.

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Film

„Ray & Liz”. Richard Billingham und die Ästhetik des Elends

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Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 29. April 2019 um 08:45 Uhr
Ray und Liz

Mit „Ray & Liz” re-kreiert der britische Regisseur und Fotograf Richard Billingham den Mikrokosmos seiner Kindheit im sozialen Abseits Birminghams: Erinnerungen zwischen Zorn und Zärtlichkeit, Abscheu, widerwilligem Mitleid und widerspenstigem Stolz. Er inszeniert dieses fragmentarische Familien-Porträt mit verstörender Akribie als Tryptichon äußerer und innerer Zerstörung.
Der Film ist Bestandsaufnahme, ästhetische Spurensuche ohne jede Schuldzuweisung. Wie verändert Armut den Menschen? Lassen die Bilder der eigenen Vergangenheit ihn jemals wieder los, unabhängig davon, ob irgendwann die Flucht gelingt? Der Künstler eröffnet uns einen völlig neuen visuellen Zugang in jene schäbig groteske Welt unerträglicher Gefühlskälte, Einsamkeit und Stumpfsinns.

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Kunsthandwerk, Grafik & Design

Holz bewegt – Tage des Holzes

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 26. April 2019 um 08:59 Uhr
Holz bewegt Tage des Holzes

„Kommt vorbei, fasst an, probiert aus, riecht, hört und staunt“ – das werden sich die Besucher der „Tage des Holzes“ am kommenden Wochenende nicht zweimal sagen lassen. Zum sechsten Mal zeigt „Holz bewegt“, der Norddeutsche Nachwuchswettbewerb des holzverarbeitenden Handwerks im Museum der Arbeit, was man mit Holz alles machen kann. Das geht weit über das Tischler- Design hinaus, denn der Schwerpunkt liegt diesmal auf Objekten, die „Sinn und Sinne“ anregen.

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Bildende Kunst

„Hyper! A Journey Into Art and Music“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Montag, 22. April 2019 um 08:44 Uhr
Hyper! A Journey Into Art and Music - Deichtorhallen

Die Deichtorhallen in Hamburg suchen mit der Ausstellung „Hyper! A Journey Into Art and Music“ von Kurator Max Dax, ein neues, junges Publikum – und die Rechnung scheint aufzugehen. Zur Eröffnung jedenfalls war das Gedränge groß und die Stimmung so aufgekratzt wie bei einem Rockkonzert.
Doch der ganze Hype um die Inspiration zeitgenössischer Kunst durch populäre Musik kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ausstellung in ein Sammelsurium unterschiedlich interessanter Ansätze zerfällt.

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Bildende Kunst

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance

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Geschrieben von: Christel Busch - Freitag, 19. April 2019 um 08:34 Uhr
Mantegna und Bellini Meister der Renaissance Foto David von Becker

Wer sakrale Kunst schätzt, sollte eine bemerkenswerte Ausstellung in Berlin nicht versäumen. In Kooperation mit der National Gallery, London, präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin bis zum 30. Juni 2019 rund 100 Meisterwerke der beiden Malerei-Ikonen Andrea Mantegna und Giovanni Bellini. Bilder und Zeichnungen aus eigenen Beständen werden ergänzt mit Leihgaben aus aller Welt. Sogar die englische Königin Queen Elizabeth hat Mantegnas „Triumphzug Cäsars“ ausgeliehen.

Die Ausstellung geht folgenden Fragen nach: Gibt es eine künstlerische Nähe zwischen diesen beiden italienischen Superstars des „Quattrocento“ (15. Jahrhunderts)? Gibt es gemeinsame Aspekte in ihrer Malerei? Gibt es Unterschiede, Parallelen oder thematische Bezüge im Schaffen dieser beiden Künstler? Porträts, Andachts- und Altarbilder werden in der Schau vergleichend gegenübergestellt, einer genauen Prüfung unterworfen und analysiert.

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Film

„Ein letzter Job”. Oder der diskrete Charme des Michael Caine.

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 18. April 2019 um 08:24 Uhr
Ein letzter Job

Das Alter ist ein besonders tückischer gefräßiger Moloch, die Zeit drängt, doch Schauspieler wie der 86jährige Michael Caine in „Ein letzter Job” trotzen ihr, machen den Gegner zum Komplizen: Wir sind hingerissen von Caines kühler Ironie, seinem Wortwitz und jener Verletzbarkeit, die wir selbst fürchten, ignorieren, bekämpfen. Hier wird sie voll ausgespielt.
Der britische Regisseur James Marsh inszeniert den legendären Hatton-Gardens-Einbruch anfangs als amüsant melancholische Kriminalkomödie, ein geschicktes Täuschungsmanöver, denn es geht in Wirklichkeit um Macht und Gier, den Kampf mit sich selbst, Loyalität, Verrat, den ewigen Traum vom großen Coup, die Angst vor Armut, Leere, Einsamkeit, der eigenen Bedeutungslosigkeit.

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Architektur

Jean Molitor: BauhausGlobal – die Moderne in der Welt

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Geschrieben von: Claus Friede - Montag, 15. April 2019 um 08:13 Uhr

Jean Molitor BauhausGlobal die Moderne in der Welt

2019 werden in Hamburg zwei Jubiläen begangen, die eng mit der Architektur verknüpft sind, national und darüber hinaus: die Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren und 25 Jahre Hamburger Architektur Sommer. Dieses Festival der Baukultur, das alle drei Jahre stattfindet, hat weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus Wirkung, denn die Architektur gibt allem ein Gesicht, in den unterschiedlichen Regionen, bei der Stadtplanung, beim Wohnen und Arbeiten, bei der Identifikation.
Unter dem Dach des Hamburger Architektur Sommers, der dieses Mal den Untertitel trägt „Ausgang offen – Moderne mit Zukunft?“, werden sich bis Ende Juli über 250, davon allein 60 Veranstaltungen mit dem Bauhaus und der Moderne beschäftigen. Der Deutsche Bundestag würdigte 2015 das Bauhaus als den „erfolgreichsten kulturellen Exportartikel Deutschlands“.

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Theater - Tanz

Lasst mich in Ruhe! – Oder wenn Kinder Leistungsdruck verweigern

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Donnerstag, 11. April 2019 um 09:15 Uhr
Lasst mich in Ruhe St. Pauli Theater Hamburg

So ernste, intensive und gesellschaftskritische Stücke wie Klaus Pohls „Lasst mich in Ruhe!“ sind eine Seltenheit am St. Pauli Theater. Die von Ulrich Waller inszenierte Uraufführung beginnt als komödiantischer Mutter-Tochter-Konflikt mit viel Musik, wandelt sich aber unversehens in ein tiefgreifendes, berührendes Drama um die Kernfragen des Lebens.

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