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Kultur Blog

Film

„Shape of Water – Das Flüstern des Wassers”. Oder die Monster des Guillermo del Toro

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 19. Februar 2018 um 09:31 Uhr
Shape of Water Das Fluestern des Wassers

Betörender Genre-Mix aus Märchen, Musical, Spionagethriller, Liebesgeschichte, Neo Noir. Guillermo del Toro verändert nachhaltig den magischen Kosmos von ‚La Belle et la Bête’ und auch ein wenig unsere Welt. Die ästhetisch frappierende Fantasy-Burleske mit unverkennbar politischer Message wurde nominiert für 13 Oscars.
Das melancholische bildgewaltige Außenseiter-Epos als Hommage an die Unsterblichkeit des Kinos ist wohl der persönlichste Film des mexikanischen Regisseurs und Autors. „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers” erzählt von der stummen Putzfrau Elisa Esposito (Sally Hawkins), die in einem streng geheimen unterirdischen Forschungslabor der US-Regierung Toiletten und Böden schrubbt.

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Bildende Kunst

Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd

Details
Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 16. Februar 2018 um 09:23 Uhr
Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd BKF F Ulrich Perrey

Gut Ding will Weile haben, heißt es. Manchmal erstaunlich lange Weile: Zum ersten Mal untersucht eine Ausstellung den Einfluss außereuropäischer Kunst auf das Werk Karl Schmidt-Rottluffs (1884-1976).
Dabei hat William Rubin in seinem Standartwerk über den „Primitivismus in der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts“ die Anregungen exotischer Stammeskunst auf die europäische Moderne schon vor über 30 Jahren aufgezeigt. Zahlreiche Gruppenausstellungen zu diesem Thema gab es seitdem. Einzelausstellungen weitaus seltener. Dennoch verwunderlich, dass dieser Aspekt im Oeuvre des berühmten „Brücke“-Künstlers erst jetzt unter die Lupe genommen wird. Nicht etwa in Berlin, sondern im Bucerius Kunstforum in Hamburg: „Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd.“

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Film

„Alles Geld der Welt”. Die Kapitalismuskritik des Ridley Scott

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Geschrieben von: Anna Grillet - Mittwoch, 14. Februar 2018 um 09:10 Uhr
Alles Geld der Welt

Elegantes Kidnapping-Drama als Psychogramm menschlicher Gier.
Rom, Juli 1973. „Bambino” nennen ihn die Prostituierten vom Piazza Farnese ironisch-mitleidig, locken zu nächtlicher Stunde mit einer Portion Pasta am heimischen Herde. Der magere 16jährige mit dem selbstbewussten Lächeln ist John Paul Getty III (Charlie Plummer), Enkel des berühmten Ölmagnaten und reichsten Mannes des Planeten. Gerade noch hat das arrogante Kerlchen für eventuelle Dienste Rabatt gefordert, da bremst ein Wagen, Maskierte springen heraus, zerren ihn ins Innere des Fahrzeugs und rasen davon. Die Entführer verlangen 17 Millionen Dollar Lösegeld. Gail Harris, Pauls Mutter (Michelle Williams), hält den Anruf zunächst für einen Scherz, sie hat grade noch genug für die Miete. Ihr kauziger Ex-Schwiegervater (Cristopher Plummer) weigert sich standhaft, auch nur einen Cent herauszurücken, er fürchtet Nachahmer, hat er doch 14 Enkelkinder.

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Fotografie

Machen sie mich schön, Madame d’Ora

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Montag, 12. Februar 2018 um 09:40 Uhr
Machen sie mich schön, Madame d’Ora

Sie setzte mit großer Leidenschaft die schönen Dinge des Lebens in Szene: Die Mode. Die Kunst. Die feine Gesellschaft im Wien der K.u.k.-Monarchie und später im Paris der goldenen 20er-Jahre.
Doch dann kamen die Nazis und zerstörten die heile Welt der Dora Philippine Kallmus (1881-1963), besser bekannt als Madame d’Ora, Königin der Porträtfotografie. Mit der Ausstellung „Machen Sie mich schön, Madame d’Ora“ präsentiert das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg derzeit eine überaus sehenswerte Retrospektive der gebürtigen Wiener Jüdin. Von den frühen, noch biedermeierlich braven Porträts bis zu den Flüchtlings- und verstörenden Schlachthaus-Bildern der Nachkriegszeit wird hier ein fantastisches Halbes-Jahrhundert-Werk aufgeblättert, das nach dem Holocaust einen radikalen Bruch erfährt.

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Kultur, Geschichte & Management

Uri Korea – Ruhe in Beschleunigung

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 09. Februar 2018 um 08:29 Uhr

In den vergangenen Monaten machte Korea oft Schlagzeilen, aber immer war es Nordkorea, verbunden mit den Drohgebärden seines atomraketenverliebten Staatschefs Kim Jong-un. Nun will es bei der Winter-Olympiade in Südkorea teilnehmen, dem kleinen friedlichen Land, das nach dem Ende des Bruderkrieges 1953 zu den ärmsten der Welt zählte und dann ein märchenhaftes Wirtschaftswachstum hinlegte. Aber nicht nur wirtschaftlich ist Südkorea erstaunlich. Es hat auch eine faszinierend vielseitige Kultur zu bieten, wie das Museum für Völkerkunde Hamburg mit der Ausstellung „Uri Korea – Ruhe in Beschleunigung“ zeigt.

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Film

„The Disaster Artist”. James Franco und der Kult um das Scheitern

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Freitag, 02. Februar 2018 um 09:31 Uhr
„The Disaster Artist”. James Franco und der Kult um das Scheitern

Vor vierzehn Jahren erlangte Tommy Wiseaus Leinwand-Epos „The Room” in Hollywood zweifelhafte Berühmtheit als „schlechtester Film aller Zeiten”. Lächerlichkeit, was könnte ein Künstler mehr fürchten in einer erbarmungslos auf Erfolg fixierten Welt. Nur zweihundert Zuschauer erschienen damals, aber irgendwann fanden die Cineasten Gefallen an dem absurd-dilettantischen Machwerk, es avancierte zum viel frequentierten Happening-Spektakel wie einst „The Rocky Horror Picture Show”.
„The Disaster Artist” ist weder Karikatur noch Parodie, fast liebevoll nimmt sich Regisseur und Schauspieler James Franco des glücklosen untalentierten Träumers an. Er verkörpert ihn mit akribischer Intensität, wurde dafür mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Auch wenn Tommy Wiseau immer ein Fremder bleibt, sein unbegreiflicher Gedanken-Kosmos ein Minenfeld, steckt doch ein Hauch jener bizarren verzweifelten Selbstüberschätzung in vielen von uns, – notgedrungen.

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Kultur, Geschichte & Management

Hamburger Kunsthalle – erneutes Finanzdefizit

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Donnerstag, 01. Februar 2018 um 10:49 Uhr
Hamburger Kunsthalle – erneutes Museumsdefizit Foto KulturPort-Archiv

Zwei Mal hat die Freie und Hansestadt die Hamburger Kunsthalle mit großer Anstrengung entschuldet, jetzt muss sie wohl wieder in das Staatssäckel greifen: Das Museum steckt erneut in den Miesen. Eine Million Euro beträgt das Defizit im Haushaltsjahr 2017.

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Literatur

„Im Westen nichts Neues“ – Remarques Roman in Text und Bild

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Geschrieben von: Christel Busch - Montag, 29. Januar 2018 um 09:04 Uhr
„Im Westen nichts Neues“ – Remarques Roman in Text und Bild

Das Buddenbrookhaus in Lübeck wird politisch! Im November dieses Jahres jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Haus eine Sonderausstellung unter dem Titel ,,Im Westen nichts Neues“.
Remarques Roman erscheint 1929, elf Jahre nach Kriegsende und vier Jahre vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Angesichts der heutigen politischen Lage ist sein Plädoyer gegen den Krieg aktueller denn je. Die Lübecker Schau präsentiert über fünfzig Illustrationen der Graphic Novel von Peter Eickmeyer, deren Episoden und zentraleFiguren Remarques Antikriegs-Roman entnommen sind und so für den Besucher in Text und Bild erlebbar werden.

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Bildende Kunst

James Rosenquist. Eintauchen ins Bild – vom Plakatmaler zur Pop-Art-Ikone

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Geschrieben von: Christel Busch - Montag, 22. Januar 2018 um 09:33 Uhr
James Rosenquist. Eintauchen ins Bild– vom Plakatmaler zur Pop-Art-Ikone

Speckstreifen fliegen durch das Weltall, rote Lippenstifte und Atompilze verkünden das nahende Inferno, Butterstücke zerfließen in einer Pfanne, Spaghetti mit Tomatensoße und Cremetorten bevölkern den Bilderkosmos des US-amerikanischen KünstlersJames Rosenquist.
Riesige Bildpanoramen mit Konsumgütern aus der Werbung, knallige Farbexplosionen dominieren seine Bilder, bombardieren den Besucher, saugen ihn visuell und emotional in diesen Bilderstrudel. „Eintauchen ins Bild“, der Untertitel der Ausstellung im Museum Ludwig in Köln, ist im wahrsten Sinne des Wortes wörtlich zu nehmen.

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Film

„Die dunkelste Stunde”. Winston Churchill und die Mobilisierung der Sprache

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Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 18. Januar 2018 um 10:38 Uhr
Die dunkelste Stunde

Joe Wrights eleganter Politthriller „Die dunkelste Stunde” ist das Gegenstück zu Christoper Nolans überwältigendem Suspense-Epos „Dunkirk”. Zwei Filme, die verschiedener nicht sein könnten, und doch gehören sie zusammen, ergänzen sich. Ob Kammerspiel oder Genresprengstoff, es geht um die gleiche folgenschwere Entscheidung des Kriegsjahres 1940 in England: das Überleben unzähliger Menschen, den Fortbestand einer Demokratie, die Entscheidung, lieber kämpfen und sterben, als sich der Diktatur des Nationalsozialismus beugen.
Spontane Standing Ovations in den Kinos Großbritanniens, wenn Gary Oldman in der Rolle des Premierministers Winston Churchill jene legendäre „We shall fight on the beaches”-Rede hält.

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