Kultur Blog
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Er kreierte den Look von Audrey Hepburn, porträtierte die Queen und Marilyn Monroe, hasste Mittelstand und Mittelmaß: Lisa Immordino Vreeland schildert den legendären britischen Fotografen und Dandy in ihrem Dokumentarfilm „Love, Cecil” mit all seinen Widersprüchen, charmant, brillant, bösartig, ein interdisziplinärer Künstler, süchtig nach Anerkennung und voller Selbstzweifel.
Ob als Maler, Innenarchitekt, visueller Chronist, Setdesigner oder Kostümbildner, Cecil Beaton (1904-1980) faszinierte die Oberen Zehntausend diesseits und jenseits des Atlantiks. Rupert Everett leiht dem ruhelosen Multi-Talent seine Stimme, die Tagebucheintragungen aus dem Off geben dem Leinwand-Epos Intimität, Melancholie, fast ist es, als würden wir Seite an Seite mit dem Protagonisten in der Vergangenheit stöbern.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Was könnte besser passen zur Zeit der Fußball-WM in Russland als sich diesem Thema im Allgemeinen zu widmen. Auch wenn der Enthusiasmus in Deutschland auf sich warten lässt und es nicht sicher erscheint, ob dieser sich überhaupt noch blicken lässt, so ist die Ausstellung „Ballverliebt“ in der Handelskammer Hamburg nicht nur etwas für Fußball-Fans, für Verrückte des Leders, für 11 Freunde oder WM-Kenner, sondern auch für alle, die sich für dokumentarische Fotografie interessieren.
Die Agentur Marcard Pro Arte, geführt von Fußball-Enthusiast Mathias von Marcard, hat einen Fotografen und einen Photographie-Sammler zur Ausstellung eingeladen, die sehr unterschiedliche Interessen am „Treibballspiel“ haben.
Dass der moderne Fußball auch für die Kultur taugt, zeigt sich deutlich in der Ausstellung, in der über 70 Exponate und 13 erklärende Textfahnen zu sehen sind.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Im Pine Ridge Reservat von South Dakota lernen Cowboys reiten, bevor sie krabbeln können. Brady Jandreau war gerade fünfzehn Tage alt, als er das erste Mal auf einem Pferd saß. Mit kaum achtzehn Jahren ist der indianische Rodeo-Reiter ein umschwärmter Champion. Dann 2016 ein beinahe tödlicher Unfall in der Arena, der Huf des Pferdes zertrümmert seine Schädeldecke, mehrere Tage Koma, die Ärzte setzen eine Metallplatte ein. Brady darf nie wieder reiten, er kann und will es nicht akzeptieren, für ihn als direkter Sioux-Nachkomme würde es mehr als das Ende einer Karriere bedeuten, Pferde sind sein Leben.
„The Rider“ ist von herzzerreißender Schönheit, lakonisch und zutiefst bewegend. Kein Neo-Western hat je so radikal mit den Stereotypen des Genres gebrochen. Regisseurin Chloé Zhao drängt sich nie in den Vordergrund, nähert sich behutsam ihren Protagonisten und dem trügerischen Mythos vom unzerstörbaren Cowboy.
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- Geschrieben von: Annedore Cordes | Maite Beaumont -

Die sich zum Ende neigende Spielzeit in der Staatsoper Hamburg könnte man leicht unter folgendes Motto stellen: Ehemalige Mitglieder des Hamburger Opernstudios, die eine glänzende Karriere machten, gastieren in Hamburg.
Dazu zählen Elena Zhidkova, Alexander Tsymbalyuk, Aleksandra Kurzak oder Olga Peretyatko. Für den Figaro kehrt auch Mezzosopranistin Maite Beaumont an ihre frühere Wirkungsstätte zurück und antwortet auf Fragen von Staatsoper-Dramaturgin Annedore Cordes.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Hochästhetisch, artifiziell, und immer etwas irritierend. Die Serie „Will – The Livesaving Machines“ des Wiener Fotografen Reiner Riedler in der Galerie Hengevoss-Dürkop fasziniert schon allein deshalb, weil sie so widersprüchliche Gefühle hervorzurufen vermag: Anziehend und abstoßend zugleich.
In jedem Fall zählen die auf schwarzem Grund wie Juwelen präsentierten medizinischen Hightech-Geräte zu den spannendsten Beiträgen der Hamburger Triennale der Fotografie 2018.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Während Krisenzeiten lechzt das Kino-Publikum nach Schauder und Schrecken besonderer Art, der US-amerikanische Regisseur Ari Aster ist ein Meister darin.
Seine blutige mysteriöse Familien-Saga „Hereditary – Das Vermächtnis” feierten die Journalisten schon bei der Weltpremiere in Sundance als besten Horrorfilm des Jahrzehnts und Hauptdarstellerin Toni Colette als brillante Furcht-Maschine.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

Was verbindet die Künstlerin Janine Gerber aus dem schleswig-holsteinischen Barnitz mit der Künstlerin Merav Shinn Ben-Alon aus der Weltstadt Tel Aviv? Abgesehen von menschlicher Sympathie und Freundschaft – sehr viel.
Es sind das kreative Schaffen, die Experimentierfreudigkeit, die künstlerische Inspiration und Kreativität, welche die beiden Kunstschaffenden aus Deutschland und Israel verbindet. Mit viel Neugier und Elan tasten sie sich an die unterschiedlichen Positionen der Partnerin heran: Hier Gerbers zerschnittene Installation, dort Merav Shinn Ben-Alons reduzierte Zeichnungen. Wo ist der kulturelle Unterschied? Wo die Berührungspunkte? Trotz aller optischen Divergenz gibt es viele Gemeinsamkeiten zu entdecken. Das Ergebnis dieses ungewöhnlichen Dialogs ist bis zum 23. Juni 2018 im Kunstraum K 70 in der Lübecker Altstadt zu entdecken.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Das Hamburg Ballett führt in seinem diesjährigen Spielplan „Das Lied von der Erde“ von John Neumeier mehrmals in der Staatsoper Hamburg auf. 2015 wurde das Werk für das Ballet de l’Opéra de Paris choreographiert und anschließend für Hamburg neu entwickelt.
Zugrunde liegt die 1907 bis 1908 von Gustav Mahler (1860-1911) komponierte gleichnamige „Sinfonie“, die sich jedoch sowohl einer direkten musikalischen Zuordnung als auch Kategorisierung entzieht. Für Mahler war das Werk eines im Übergang. Er wiederum legte für seine Vertonung Nachdichtungen chinesischer Lyrik aus dem 8. Jahrhundert zu Grunde. Somit spannt sich beim „Das Lied von der Erde“ ein zeitlich-kultureller Bogen über mehr als ein Jahrtausend bis ins Heute.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Wie die legendären Abenteuer von Winnie-the-Pooh und dem Hundert-Morgen-Wald entstanden, schildert Simon Curtis ästhetisch virtuos in seinem Biopic über den Schriftsteller Alan Alexander Milne.
Der britische Regisseur („My Week With Marilyn“) versteht sich auf filigrane spannungsreiche Beziehungen. Er inszeniert das melancholische Familien-Epos „Goodbye Christopher Robin” als trügerische Idylle und schillerndes Gesellschaftsporträt: Der Bär von geringem Verstand, das ängstliche Ferkel und der permanent missmutige I-Ah verzaubertenMillionen von Lesern, tun es heute noch, nur das Leben eines Kindes zerstörten sie.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Manche Themen liegen einfach in der Luft, sind mit einem Mal aktuell und werden dementsprechend fast zeitgleich von verschiedenen Institutionen aufgegriffen. Die Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks (AdK) „Transit – Ideen auf der Durchreise“ in der Handwerkskammer Hamburg ist so ein Fall.
Parallel zu „Flow of Forms“ im Völkerkundemuseum zeigen hier mehr als 40 renommierte Gestalter/Innen aus Hamburg, sowie Gäste aus drei Kontinenten, wie der interkulturelle Dialog unsere zeitgenössische Formsprache geprägt hat. Nicht nur im Austausch mit Afrika, sondern weltweit.