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„Der Hauptpreis des Bayerischen Bibliothekspreises 2026 geht an die Stadtbücherei Dachau, den Sonderpreis erhält die Gemeindebücherei Untermeitingen“. Das gaben Kunstminister Markus Blume und der Vorsitzende des Bayerischen Bibliotheksverbandes, Dr. Stephan Oetzinger, MdL, heute in München bekannt. Kunstminister Markus Blume, MdL, betont: „Zukunftswerkstätten in Dachau und Untermeitingen! Wer wissen will, wie Bibliotheken im 21. Jahrhundert aussehen, findet hier die Antwort. Von der Artothek im Altenheim bis zu den ersten Programmiererfahrungen mit Robotern: Die beiden Preisträger verbinden auf eindrucksvolle Weise kulturelle Teilhabe, Leseförderung und digitale Bildung. Sie machen vor, wie Bibliotheken Menschen jeden Alters für Bildung und Zukunftskompetenzen begeistern. Der Bayerische Bibliothekspreis macht dieses herausragende Engagement sichtbar und würdigt wahre Zukunftsgestalter. Herzlichen Glückwunsch an die Teams in Dachau und Untermeitingen!“


Dr. Stephan Oetzinger, 1. Vorsitzende des Bayerischen Bibliotheksverbandes, ergänzt: „Die diesjährigen Preisträgerinnen zeigen eindrucksvoll, was Bibliotheken in Bayern leisten – weit über das Verleihen von Büchern hinaus. Die Stadtbücherei Dachau ist ein lebendiger Ort des Miteinanders: mit über 200 Veranstaltungen, mehr als 50 Partnern und 60 Ehrenamtlichen, die gemeinsam dazu beitragen, demokratische Werte zu stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Das ist kein Programm – das ist gelebte Überzeugung. Die Bücherei Untermeitingen wiederum beweist, dass auch kleine Gemeinden Großes bewegen können: Mit ihrem innovativen Ansatz in der digitalen Bildung – von Bee-Bots bis Ozobots – begeistert sie Kinder und Jugendliche für die Kompetenzen von morgen und dient längst anderen Bibliotheken in der Region als Vorbild. Wir sind stolz, beide auszeichnen zu dürfen – und dankbar für das außergewöhnliche Engagement, das hinter diesen Einrichtungen steckt."

Der Bayerische Bibliothekspreis beruht auf einer Kooperation des Wissenschafts- und Kunstministeriums und des Bayerischen Bibliotheksverbandes e. V. (BBV). Das Staatsministerium stellt die Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro zur Verfügung. Der Bayerische Bibliotheksverband übernimmt die Organisation des Wettbewerbs und die damit zusammenhängenden Kosten. Der Hauptpreis, dotiert mit 10.000 Euro, wird für ein innovatives Bibliotheksangebot, der Sonderpreis, dotiert mit 5.000 Euro, für einzelne zukunftsweisende Bibliotheksvorhaben vergeben. Eine Fachjury, in der der BBV, die Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen, der Sankt Michaelsbund, die Volksbücherei Fürth und die Gemeindebibliothek Krailling vertreten sind, hat die diesjährigen Preisträger bestimmt.

Die Preisträger des Bayerischen Bibliothekspreises 2026

Hauptpreis: Stadtbücherei Dachau
Die Stadtbücherei Dachau überzeugt die Fachjury mit einem breiten Bibliotheksangebot, das sich konsequent an einem strategischen Bibliothekskonzept orientiere und als lebendiger Dritter Ort nachhaltig in die Stadtgesellschaft hineinwirke. Mit jährlich mehr als 200 Veranstaltungen und einem Netzwerk von über 50 Partnern aus Kultur, Bildung und Gesellschaft greife die Bibliothek aktuelle gesellschaftliche Themen wie Nachhaltigkeit, Vielfalt, Inklusion, Integration, den digitalen Wandel und den Umgang mit Desinformation offen und nahbar auf. Zu den Projekthighlights zählten unter anderem die „Artothek goes Altenheim“, Demokratiewochen, Themenwochen zur Gebärdensprache, Pflanzentauschbörsen sowie Aktionen gegen Einsamkeit und zur Demokratieförderung. Die Stadtbücherei Dachau präsentierte sich als Ort des Lernens, der Begegnung und des Austausches für verschiedene Zielgruppen und Bedürfnisse: neben klassischen Bereichen wie der „Literathek“ für Leseförderung und Literaturaustausch finden sich hier auch die „Artothek“ für Kunstprojekte, die „Eduthek“, in der Lernräume und Angebote wie das Sprachcafé bereitgestellt werden, und die „Aktivthek“, die für Vereine und Institutionen Räume auch außerhalb der Öffnungszeiten offensteht. Mehr als 60 Ehrenamtliche gestalteten das Angebot aktiv mit. Die Stadtbücherei Dachau positioniere sich damit beispielhaft als Zentrum für Bildung, Dialog und bürgerschaftliches Engagement und leiste einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie zur Stärkung demokratischer Strukturen.

Sonderpreis: Bücherei Untermeitingen
Die Bücherei Untermeitingen erhält den Sonderpreis für ihre innovativen medienpädagogischen Angebote im Bereich Coding und Robotik. Mit einem über mehrere Jahre entwickelten didaktischen Konzept vermittele die Bibliothek laut Jury Kindern und Jugendlichen spielerisch Grundlagen des Programmierens sowie digitale Zukunftskompetenzen. Der Einsatz von Bee-Bots, Dash-Robotern und Ozobots fördere logisches Denken, kreatives Problemlösen und schaffe zugleich Bezüge zu schulischen Lerninhalten. Besonders gewürdigt hat die Jury die enge Kooperation mit der örtlichen Mittelschule, durch die Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Bildungshintergründe kontinuierlich erreicht würden. Parallel dazu seien die digitalen Kompetenzen des Bibliotheksteams gezielt ausgebaut worden, um die Angebote langfristig weiterzuentwickeln. Mit ihrem Engagement leiste die Bücherei Untermeitingen einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung öffentlicher Bibliotheken als moderne Bildungsorte und diene zugleich anderen Bibliotheken der Region als Vorbild für innovative medienpädagogische Konzepte.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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