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Hamburger Architektur Sommer 2019

Meinung
Musik im Mittelalter: Macht der Kirchen und Not der Ketzer, Hildegard von Bingen

„In meinem achten Jahr aber wurde ich zu geistlichem Leben Gott dargebracht und bis zu meinem fünfzehnten Jahr war ich jemand, der vieles sah und mehr noch einfältig aussprach, so daß auch die, welche diese Dinge hörten, verwundert fragten, woher sie kämen und von wem sie stammten“, heißt es in der Autobiografie der Hildegard von Bingen (1098-1179).

Die Zeit zwischen Eintausend und Mitte des 15. Jahrhunderts ist als die Geburt und Wiege der musikalischen Formen zu betrachten, die wir heute noch kennen und die Musik bis in unsere Zeit bestimmt. Der KlassikKompass bei KulturPort.de unternimmt in einer Serie in losen Folgen eine Reise in die Musik des Mittelalters. Wir setzen diese Fahrt nun fort und betrachten die Musik der Kirchen und Klöster, der Marienverehrung und der „Ketzer“.

 
Meinung
mail aus riga - Nebels Welt XVI

Von der Bandbreite der Kultur, von der Lust, das Publikum auf hohem Niveau zu unterhalten und von der Absicht Kultur erfolgreich – auch finanziell – zu gestalten.
Zugegeben: Die Methodik zu dieser Kolumne habe ich von Plutarch (45-125 n. Chr.) übernommen. Er schrieb Parallelbiografien über „große Griechen und Römer“. Und da wir jetzt mit kultur-port.de verbandelt sind und somit potentiell 500.000 User im Monat erreichen können, ist äußerste Korrektheit das Gebot der Stunde. Also merke: Fußnote Plutarch.
Im Stil von Plutarchs Biografien wird hier die kleinere Kunst im Vergleich zur größeren in Beziehung gesetzt, weil die ganze Bandbreite der Kultur in ihren Extremen deutlich deutlicher wird.

 
Meinung
Modern Music School in der HSH Shopping Passage

Es scheint auf den ersten Blick kein idealer Ort zu sein, an dem die fünf Musiker der Modern Music School auftreten, aber warum soll Kultur eigentlich nicht überall stattfinden können?
Eine plausible Antwort darauf geben die Musiker selbst. „Es ist hier ein wenig wie Straßenmusik, wir sind dem Publikum sehr nah und die Reaktionen sind unmittelbar“, sagt Sebastian Weckler, der Schlagzeuger der Gruppe. Weckler ist außerdem Leiter der Hamburger Modern Music School (MMS) und wurde gefragt, zum verkaufsoffenen Sonntag in der HSH Shopping Passage zu musizieren.

 
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„Schwarze Milch“ von Alvis Hermanis - Copyright: Gints Mālderis

Von Alvis Hermanis, dem Letten, vom Publikum, dem deutschen und wie alles mit allem oft einen ungeahnten Sinn ergibt.
Lessingtage am Thalia Theater in der Gaußstraße, Hamburg. Im Programm am 1. Februar: „Schwarze Milch“ von Alvis Hermanis. Geschildert wird die innige Beziehung vom Bauern zu seinem Vieh im alten Lettland. „Die Kuh sei das für einen Bauern, was das Auto für einen Mann sei.“, so beschreibt der Protagonist auf der Bühne das Verhältnis.

 
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mail aus riga - Nebels Welt XIV

Von Prophezeiungen, von einem kleinen Land, das große Leute hervorbringt und von einem Vorschlag, wie man das nutzen sollte.
Als vor 13 Jahren der Interntionale Studiengang Medien- und Kulturmangement der Presse in Deutschland vorgestellt wurde, wurde der damalige Präsident und jetzige Ehrenpräsident der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg, Professor Hermann Rauhe mit den Worten zitiert: „Wir haben es geschafft, wenn die Leute sagen: Die Letten kommen!“

 
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mail aus riga - Nebels Welt XIII

Die letzten Wochen und Monate waren keine guten für die deutsche Zeitungslandschaft.
Erst geriet die FR (Frankfurter Rundschau) – nach Selbsteinschätzung die führende linksliberale Zeitung im Staate D. – in die Insolvenz; dann machte im Dezember die FTD (Financial Times Deutschland), ein mit vielen Preisen bedachtes Periodikum, dicht. Im Axel Springer Verlag geht der interne Konzentrationsprozess weiter.

 
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KlassikKompass - Weihnachten II

Zweiter Weihnachtstag

Ich steh an deiner Krippen hier,
o Jesulein, mein Leben,
Ich stehe, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Muth, nimm Alles hin,
und laß dir’s wohlgefallen.
Eins aber, hoff ich, wirst du mir,
mein Heiland, nicht versagen:
daß ich dich möge für und für
in, bei und an mir tragen.
So laß mich doch dein Kripplein sein;
komm, komm und lege bei mir ein
dich und all deine Freuden.

Den im Original fünfzehn-strophigen Text schuf der Dichter Paul Gerhardt 1653. Als Melodie wurde etwa hundert Jahre lang die von Martin Luther 1529 komponierte Weise „Es ist gewisslich an der Zeit“ verwendet, mit der das Lied in zahlreiche ältere Gesangbücher aufgenommen wurde. Mit dieser Melodie erscheint es auch in Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium von 1734.

 
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KlassikKompass - Weihnachten

„Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage...“
Die frohe Botschaft zuerst: Mittel sind genügend da. Die allgegenwärtige Umfrage-(Un)-Kultur hat schon erfolgreich untersucht, Deutsche wünschen sich zum Christfest 2012 zu über 70 Prozent vor allem eines: bares Geld!
Also all die wohlgefüllten Umschläge, die unter dem Weihnachtsbaum landen werden wenigstens zu einem dienlich: Weihnachten endlich mal wieder mit von KulturPort.De empfohlenen CDs so zu feiern wie es eigentlich gemeint ist – als Geburt Christi von erbaulicher und wunderschöner Musik aus dem 13. bis zum 18. Jahrhundert begleitet.

 
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Klassik Kompass – Musik im Mittelalter

Musikalisch betrachtet war das Mittelalter alles andere als „finster“. Die Zeit zwischen 1000 n.Chr. und Mitte des 15. Jahrhunderts ist eher als die Geburt und Wiege der musikalischen Formen zu betrachten, die wir heute noch kennen und die Musik bis in unsere Zeit bestimmt.
Der KlassikKompass unternimmt in einer Serie in losen Folgen eine Reise in die Musik des Mittelalters. Und wir beginnen in den prächtigen Burgen der Ritter und mit den Liedern der Troubadoure und Minnesänger...

 
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5. Hamburger GitarrenFestival - Adam Raffaty

Das Hamburger Gitarrenfestival wird 2012 zum fünften Mal stattfinden, erstmals wird die GitarreHamburg.de gemeinnützige GmbH als Veranstalter auftreten.
Der Gewinn des Kulturpreises Hamburg-Nord für das 4. Hamburger Gitarrenfestival - war bei der Planung des diesjährigen Festivals eine große Motivation. Wir freuen uns sehr, dass wir Inhaltlich und künstlerisch nahtlos an das Programm des Jahres 2010 anknüpfen können. Neben dem Künstlerischen Hauptprogramm mit Konzerten, Kursen, Workshops oder Vorträgen wird es wieder einen umfangreichen offenen Bereich mit einer großen Fachausstellung und der durchgehend bespielten Aktionsbühne geben.

 
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Im Zeichen der Pressefreiheit

Wir aufgeklärten westlichen Demokraten haben unsere Pressefreiheit.
Die haben wir uns hart erarbeitet und erkämpft. Dafür sind Menschen gestorben. Das ist ein Zeichen von hoher Kultur.
Uns verbietet niemand mehr das Maul. Kein Diktator. Keine Regierung. Und das ist wirklich großartig.
Es existiert auch keine Verpflichtung zu Feingefühl oder Anstand. Das ist nicht ganz so großartig.
So entsteht beispielsweise hin und wieder etwas Presse-Kollateralschaden, wie etwa, wenn eine ‚Königin der Herzen‘ vom Öffentlichkeitsinteresse im Tunnel zerdetscht wird oder so was. Vielleicht wird manchmal auch etwas zu hemmungslos veröffentlicht. Zu rücksichtslos. Zu respektlos.

 
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KlassikKompass: Wagner mit Übergewicht

Bayreuther „Walküre“ aus dem Thielemann „Ring“ erschien auf DVD.
Nun hat Bayreuth aus dem Thielemann/Dorst-Ring des vergangenen Jahres 2011 die Walküre ausgekoppelt und als DVD veröffentlicht.
Gute Nachricht zuerst: Christian Thielemann ist wohl nach wie vor einer der besten Wagner-Dirigenten der Zeit. Aber das wusste man vorher. Was da allerdings auf der Bühne passiert, ist schlimm. Das kann man zeitweise nur satirisch kommentieren.

 
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KlassikKompass: Die Anrufung der Nacht

Francesco Petrarca (1304-1374), der nachfolgende Zeilen an die Nacht schrieb, war ein italienischer Dichter und Geschichtsschreiber.
Er gilt als Mitbegründer des Humanismus und zusammen mit Dante Alighieri und Boccaccio als einer der wichtigsten Vertreter der frühen italienischen Literatur.
„Nun, da Himmel, Erde und Wind schweigen
Und der Schlaf Tiere und Vögel zur Ruhe bringt
Führt die Nacht den gestirnten Wagen in die Runde
Und ohne Welle ruht in seinem Bette das Meer.
Ich wache, denke, brenne, weine...“

 
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Wie human sind die Humanities? Erasmus von Rotterdam

Ein Gespenst geht um an Europas Universitäten – leider kein „Geist“. Denn die „Geisteswissenschaften“, Neudeutsch „Humanities“, erfahren auf dem Alten Kontinent derzeit einen institutionellen und intellektuellen Kahlschlag, der sich mit einer chinesischen Kulturrevolution messen lassen könnte.
Nur ohne Ideologie bzw. inhaltliche Vision. Es sei denn, politischer Sparkurs, schnelle Bedürfnisbefriedigung im Angebot-Nachfrage-Modus, hedonistischer Opportunismus und neoliberale Marktanbindung würden in einem posthumanitären Zeitalter als solche gelten.

 

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