Werbung

Neue Kommentare

Claus Friede zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Danke für Ihren Kommentar, Herr Zurch.
We...

Bernd Zurch zu „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms : Vielen Dank. Warum gibt es keine Sternchen mehr? ...
Martin Zopick zu „Nocturnal Animals” – Rachethriller als bittere Selbsterkenntnis : Der zweite Film von Tom Ford und der ist gar nich...
Michaela zu „Midsommar”. Die sonnendurchfluteten Abgründe des Ari Aster: Einer der magnetisierendsten Filme, die ich seit ...

Hamburger Architektur Sommer 2019


News-Port

Künstler Wolfgang Klähn gestorben

Drucken
Dienstag, den 02. Juli 2019 um 09:01 Uhr
Lebendiges steigt hinauf – der Titel der aktuellen Ausstellung in der Drostei mit einer umfassenden Retrospektive auf das Hauptwerk Wolfgang Klähns – beschreibt das Hauptanliegen des Künstlers: Den Blick auf das Wunder „Leben“ zu lenken und den sich stetig erneuernden Kreislauf von Werden und Vergehen.
Wolfgang Klähn ist gestern, am 30. Juni, im 90. Lebensjahr in Hamburg verstorben.

Die Ausstellung in der Drostei bildet somit die letzte Klähn-Ausstellung, an deren Umsetzung der Künstler selbst noch mitgearbeitet hat. Nun ist sie zu einer, zu seiner Gedächtnisausstellung geworden.

„An Klähns Werdegang ist bemerkenswert, dass er nie als „Hamburger Künstler“ angesehen wurde, sondern schon früh die Aufmerksamkeit und hohe Wertschätzung führender Kunsthistoriker erlangte und immer wieder in Museen ausgestellt wurde. Seine eigenwillige Kunst, die einen organischen Weg von abstrakten Strukturen zur Figur fand, stellt einen bleibenden Beitrag zur Kunst der Nachkriegsmoderne dar.“ (Dr. Thomas Gädeke)


Wolfgang Klähn

Dieser außergewöhnliche Werdegang Wolfgang Klähns begann mit einem vieldiskutierten Wandbild in der Hamburger Kunsthalle. Mit der Realisierung war der damals erst 22jährige Klähn vom damaligen Direktor Carl Georg Heise beauftragt worden, ein Vorgang, der von manch etabliertem Künstler als Affront wahrgenommen worden sein mochte. Das Werk polarisierte und bereits drei Jahre später wurde es durch den Nachfolger Heises hinter einer Wandverschalung versteckt. Bis heute.

In einem Filmbeitrag aus dem Jahr 2001 ist dies zum Thema gemacht. Dort kommt der Künstler selbst zu Wort, der bis zuletzt auf eine Wiedersichtbarmachung dieser Wandmalerei gehofft hatte. Gefragt nach der Bedeutung für ihn persönlich antwortet er: „Es war ein Aufbruchbild. Es war mein Lebensaufbruch. Und es war ein Aufbruch innerhalb der Kunsthalle, dass wieder die Jugend eine Rolle spielen sollte.“ Die Enttäuschung darüber, dass dieser Aufbruch plötzlich zu Ende sein sollte, hat ihn zeitlebens nicht losgelassen. Aber sie hat ihn nicht daran gehindert, seinen Weg weiterzugehen: Unbeirrt, eigenwillig, konsequent und erfolgreich!
Bis zum 7. Juli ist die Ausstellung „Lebendiges steigt hinauf“ in der Drostei zu sehen (Öffnungszeiten: Mi-So, 11-17 Uhr).

Neben den fast 80 Hauptwerken Klähns aus sechs Jahrzehnten ist auch der Film „Lebenswerdung“ zu sehen. In diesen Tagen noch einmal mehr eine berührende Möglichkeit, sich einem außergewöhnlichen Künstler anzunähern.

Quelle: Stiftung Landdrostei

Kommentar verfassen
(Ich bin damit einverstanden, dass mein Beitrag veröffentlicht wird. Mein Name und Text werden mit Datum/Uhrzeit für jeden lesbar. Mehr Infos: Datenschutz)

Ihr Name (erscheint mit ihrem Kommentar) *
Ihre Email (Nur für unseren Bestätigungslink)
Code (Hier eintragen)   
Meinen Kommentar abschicken
 
Home > NewsPort > Künstler Wolfgang Klähn gestorben

Mehr auf KulturPort.De

„The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms
 „The Irishman”. Martin Scorsese und die Demaskierung des Gangsterfilms



Vorbei der fiebrige Glamour und die trügerische Romantisierung von „Good Fellas”, Verbrechen ist in „The Irishman” ein eher eintönig sorgenvolles Metie [ ... ]



Still in the Woods: Flying Waves
 Still in the Woods: Flying Waves



Schon in einer vorangegangenen KulturPort.De-Besprechung zum ersten Album (Rootless Tree) von „Still in the Woods“ kam das bemerkenswerte Potential der Band  [ ... ]



„Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona
 „Halloween“-Opern-Slam im Opernloft Altona



Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sänge [ ... ]



Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel
 Gottes Wort oder Menschenwerk? Zwei Bücher über die Geschichte der Bibel



Die Bibel, sagt Arno Schmidt, sei „ein unordentliches Buch mit 50.000 Textvarianten“. Auch wenn diese Zahl groß klingt – damit hat er gewiss noch heftig u [ ... ]



Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer
 Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer



Es war die Zeit, in der die Malerei totgesagt war. Jeder, der sich zur Avantgarde zählte, suchte den Ausstieg aus dem Bild. Jeder? Nein. Vier junge Maler dachte [ ... ]



Christian Frentzen: First Encounter
 Christian Frentzen: First Encounter



Hat Modern Jazz noch eine Zukunft? Oder ist seine Wiederbelebung ein Griff in die Mottenkiste? Nein: Der Kölner Pianist Christian Frentzen zeigt auf seinem Deb [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.