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Am 28. September um 19 Uhr erhält Sebastian Guggolz im Literaturhaus Hamburg den K.-H. Zillmer-Verlegerpreis 2026. Mit der Auszeichnung, dotiert mit 20.000 Euro, würdigt die Karl-Heinz Zillmer-Stiftung unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung seinen großen verlegerischen Einsatz für die Literatur. Im Rahmen der Verleihung gibt der Preisträger gemeinsam mit der Schauspielerin Karoline Eichhorn einen Einblick in das Verlagsprogramm. Kultursenator Dr. Carsten Brosda spricht ein Grußwort.

 

Die Laudatio halten die Gründer des Hamburger Verlags CulturBooks und Preisträger 2024, Jan Karsten und Zoë Beck. Interessierte sind herzlich willkommen und können
sich bis zum 18. September 2026 bei der Hamburgischen Kulturstiftung per E-Mail an veranstaltungen(at)kulturstiftung-hh.de für die Preisverleihung anmelden.

 

Sebastian Guggolz gründete 2014 in Berlin den Guggolz Verlag für Neuübersetzungen und Neuausgaben von Büchern aus Nord- und Osteuropa. Das Programm umfasst vergessene und aus dem Fokus geratene Werke mit dem Ziel, diese Literatur auf dem deutschen Buchmarkt breiter und vielgestaltiger verfügbar zu machen sowie Regionen auf der literarischen Landkarte sichtbar zu machen, die häufig nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Zu den Autor:innen zählen u. a. Frans Eemil Sillanpää, Andor Endre Gelléri, Amalie Skram, Harry Martinson, Ásta Sigurðardóttir, Anton Hansen Tammsaare und Johannes V. Jensen.

 

Die Jury begründete ihre Auswahl folgendermaßen: »Sebastian Guggolz ist ein Leser. Ein Tag ohne Lesen ist für ihn ein verlorener Tag. Diese Leidenschaft ist ein Geschenk für alle lesenden Menschen, denn Guggolz findet und entdeckt wieder Autorinnen und Autoren, längst verschollen und vergessen, im Norden und im Osten Europas in kleinen Sprachen wie Ukrainisch, Litauisch, Finnisch, Mazedonisch zu Hause. Er lässt sie neu übersetzen und eröffnet gegen den literarischen Mainstream mit seinen oft kurzen Halbwertzeiten Nebenwege abseits von Moden und künstlicher Aufmerksamkeit.


Dieser literarische Blick in die Vergangenheit ist nicht antimodern. Er hilft vielmehr beim Versuch, unsere komplizierte Gegenwart zu verstehen.« Mitglieder der Jury waren Tobias Becker (Der Spiegel), Dr. Antje Flemming (Literaturhaus Hamburg), Prof. Dr. Rainer Moritz (Autor und Literaturkritiker), Birgit Politycki (Politycki & Partner) und Stephan Samtleben (ehem. Buchhandlung Samtleben).


Der K.-H. Zillmer-Verlegerpreis würdigt Personen des literarischen Lebens, die sich durch besonders mutige und weitreichende Entscheidungen und großen persönlichen Einsatz um die Literatur verdient gemacht haben. Der Stifter ist der Hamburger Ingenieur und Stifter Karl-Heinz Zillmer (1936–2013), der ein leidenschaftlicher Leser war. Um die Auszeichnung langfristig zu sichern, gründete er die Karl-Heinz Zillmer-Stiftung unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung, die den Preis seit 1994 alle zwei Jahre vergibt. Seit seinem Tod engagieren sich seine Frau, Petra Zillmer, und sein Neffe, Matthias Zillmer, für die Stiftung. 2020 wurde die Dotierung des Preises von 10.000 auf 20.000 Euro verdoppelt.

Quelle: Hamburgische Kulturstiftung

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