Vom 7. bis 11. Juni 2026 veranstaltet die Jüdische Gemeinde in Hamburg in Kooperation mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden zum sechsten Mal die Jüdischen Filmtage Hamburg.
In drei Hamburger Kinos: den Zeise Kinohallen, dem Abaton und dem Metropolis Kino werden fünf internationale Filme präsentiert, die ein breites thematisches Spektrum abdecken und vielfältige Einblicke in jüdische Lebenswelten ermöglichen.
Eröffnet werden die Filmtage am 7. Juni 2026 um 19:00 Uhr im Zeise Kino mit der amerikanischen Komödie „Bad Shabbos”.
Bei der Auswahl der Filme steht die authentische und facettenreiche Darstellung jüdischen Lebens im Mittelpunkt. Die Produktionen beleuchten unterschiedliche gesellschaftliche, historische und persönliche Perspektiven und schaffen Raum für Begegnung, Reflexion und Austausch.
Alle Filme werden in ihrer Originalsprache mit Untertiteln gezeigt. Sprache ist ein wesentlicher Träger von Kultur, Identität und Atmosphäre. Sie vermittelt Nuancen und Emotionen, die in Synchronisationen oft verloren gehen. Für den französischen Film „La cache“ wurde zum besseren Verständnis eigens ein deutscher Untertitel für das Filmfestival erstellt.
Stefanie Szczupak, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde in Hamburg: „Wir freuen uns sehr, dass sich die Jüdischen Filmtage Hamburg in den vergangenen Jahren von einer Idee zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt entwickelt haben und nun bereits zum sechsten Mal stattfinden. Das zeigt, wie groß das Interesse an jüdischen Geschichten und Perspektiven ist. Und Filme sind weit mehr als reine Unterhaltung – sie eröffnen neue Blickwinkel, vermitteln Wissen und schaffen Zugänge zu Lebenswelten, die im Alltag oft unsichtbar bleiben. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft können sie Brücken bauen.“
Dr. Kim Wünschmann, Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg betont: “Kaum ein anderes Medium vermag es so eindringlich, Einblicke in die Vielfalt jüdischer Lebenswelten der Vergangenheit und Gegenwart zu geben wie der Film. Er erzählt Geschichten aus unterschiedlichen Perspektiven, greift überraschende und ungewöhnliche Themen auf und eröffnet durch das Zusammenspiel von Bild, Ton und Atmosphäre neue Zugänge zu vermeintlich Vertrautem. So entstehen frische Blickwinkel auf Geschichte, Gegenwart und gesellschaftliches Miteinander.“
Elisabeth Friedler, Kulturreferentin der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, ergänzt, dass „die ausgewählten Filme dazu einladen, vertraute Bilder und festgefahrene Vorstellungen zu hinterfragen. Sie eröffnen differenzierte Perspektiven auf jüdisches Leben und tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen sowie gegenseitiges Verständnis und Empathie zu stärken. Die Jüdischen Filmtage schaffen Räume für Begegnung, Austausch und Verständigung über kulturelle und gesellschaftliche Grenzen hinweg. Das Kino wird dabei zu einem Ort des Dialogs – offen, lebendig und verbindend. “

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