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Bei der 16. Verleihung des Kölner Kulturpreises am 19. Mai 2026 im COMEDIA Theater Köln zeichnete der Kölner Kulturrat das africologneFESTIVAL als „Kulturereignis des Jahres 2025" aus, ein internationales biannuales Festival für zeitgenössische afrikanische und afrodiasporische Künste in Köln. In dieser Kategorie waren von der Jury des Kölner Kulturpreises aus zahlreichen Vorschlägen zehn Nominierte ausgewählt worden. Die drei Ereignisse mit den meisten Stimmen im Online-Voting von Leser*innen des Kölner Stadt-Anzeigers und der Kölnischen Rundschau sowie der Jury des Kölner Kulturpreises waren das africologneFESTIVAL, das Theaterstück „IMAGINE" am Schauspiel Köln sowie die Ausstellung „Fünf Freunde: John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Cy Twombly" im Museum Ludwig.


In der Kategorie „Junge Initiative" fiel das Votum der Jury auf die Makkaroni Akademie. Das künstlerisch-diskursive Projekt zur italienischen Migration in Deutschland sammelt Geschichten und Erinnerungen, hinterfragt Stereotype und entwickelt Ausstellungen, Workshops und Gespräche. Im Zentrum steht eine partizipative Feldforschung in Köln, die Migration vielstimmig sichtbar macht und die lokale Erinnerungskultur erweitert. Die weiteren nominierten Projekte waren HEAVY FEELINGS und KANAX4LIFE .

Der Kölner Kulturrat kürte zudem die bereits vorher bekanntgegebene „Kulturmanagerin des Jahres 2025" Heide Häusler, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Internationale Photoszene Köln. Unter ihrer Leitung hat sich das Festival zu einem zentralen Ort für aktuelle Fotografie entwickelt, der Nachwuchskünstler*innen, die freie Szene und vielfältige Perspektiven fördert. Die Jury würdigt Häusler als prägende Kraft der Kölner Fotoszene, die das Festival mit innovativen Formaten, strategischer Planung und erfolgreicher Mittelakquise nachhaltig gestärkt und international vernetzt hat.

Das Preisgeld für alle drei Kategorien beträgt jeweils 5.000 Euro.

Den Ehrenpreis des Kölner Kulturrats erhielt wie vorab kommuniziert der Gründer und Leiter des LOFT Köln und Ehrenmitglied der Kölner Jazzkonferenz Hans-Martin Müller. Der gelernte Flötist und langjährige stellvertretende Soloflötist im WDR Sinfonieorchester engagiert sich seit Jahrzehnten für die freie Kölner Musikszene und hat als Mitgründer und erster Sprecher der Kölner Jazzkonferenz deren Interessen maßgeblich mitgeprägt.

„Die diesjährigen Preisträger und Preisträgerinnen zeigen eindrücklich, wie vielfältig und lebendig die Kölner Kulturszene ist", sagt Bruno Wenn, Vorsitzender des Kölner Kulturrats. „Verschiedene Generationen setzen mit Leidenschaft und Qualität Maßstäbe für das kulturelle Leben unserer Stadt. Das ist ein klares Signal an die Politik: Kultur ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Köln und muss entsprechend gefördert und geschützt werden."

Zum zweiten Mal wurde im Rahmen der Verleihung des Kölner Kulturpreises der „Sonderpreis für Aktuelle Musik" der Gerhart und Renate Baum-Stiftung vergeben. Er ging an Luise Volkmann, Saxophonistin, Komponistin und Jazzmusikerin, deren Arbeit sich durch einen innovativen Umgang mit zeitgenössischen Formen und eine enge Verbindung zu benachbarten Künsten auszeichnet. Die Stiftung möchte damit ein Zeichen für die Förderung zeitgenössischer Musik und kultureller Bildungsarbeit in Köln setzen. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der unabhängigen Jury des Kölner Kulturrats unter dem Vorsitz der Literaturmoderatorin Angela Spizig gehören an: der Publizist und Kurator Prof. Dr. Stephan Berg, die Moderatorin, Schriftstellerin und Leiterin des Kölner KulturPaten e.V. Claudia Bleier, die Leiterin der Kultur- und Medienredaktion des Kölner Stadt-Anzeigers Anne Burgmer, der Kulturjournalist und langjährige Beobachter der regionalen und internationalen Kulturszene Axel Hill, der geschäftsführende Gesellschafter von facts and fiction Jörg Krauthäuser, die Medienwissenschaftlerin, Dramaturgin und Kulturjournalistin Dr. Sandra Nuy sowie Sevgi Demirkaya, Programmleiterin des Kulturbunker Köln-Mülheim e.V..

Der Kölner Kulturpreis wird seit 2010 verliehen. Der Kölner Kulturrat möchte damit die hohe Qualität der Kultur in der Domstadt herausstellen und Impulse für ihre Entwicklung geben.

Über den Kölner Kulturrat
Der Kölner Kulturrat e.V. vereinigt die Fördervereine und -institutionen des Kulturbereichs in der Stadt. Als Interessenvertretung und Sprachrohr unterstützt er interdisziplinär das kulturelle Geschehen der Stadt Köln durch persönliches Engagement und fachlichen Rat.

Quelle: https://www.kulturrat.koeln

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