Zum Tod von Georg Baselitz erklärt Bayerns Kunstminister Markus Blume: „Mit Georg Baselitz verliert die Welt einen der radikalsten und zugleich einflussreichsten Künstler unserer Zeit. Sein Werk war nie gefällig – es war eine fortwährende Herausforderung an unser Sehen, unser Denken und unser Verständnis von Kunst. Baselitz hat die Malerei auf den Kopf gestellt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Kunst als bewusste Irritation, als Akt der Selbstbefragung, als Spiegel einer zerrissenen Nachkriegsgesellschaft war Kern seines Schaffens.“
Blume weiter: „Baselitz hat Generationen von Künstlerinnen und Künstlern inspiriert, den Mut zum eigenen Ausdruck über Konvention und Erwartung zu stellen. Seine Werke bleiben lebendige Zeugnisse einer künstlerischen Haltung, die sich jeder Vereinnahmung entzieht. Ich bin stolz, dass sein Schaffen auch in Bayern Spuren hinterlassen hat – vom Bühnenbild des Parsifal in der Bayerischen Staatsoper über 31 Werke im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen bis zu den graphischen Werken in der Staatlichen Graphischen Sammlung, die seine Entwicklung von den frühen 1960er Jahren bis in die Gegenwart nachzeichnen.“
Georg Baselitz hatte den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im Sommer 2018 zu Ehren von S.K.H. Herzog Franz von Bayern sechs Gemälde und eine Skulptur geschenkt. Die sieben Werke stammen aus den Jahren 2008 bis 2017. Die Bayerische Staatsoper bringt nach wie vor Wagners Parsifal mit Baselitz‘ Bühnenbild zur Aufführung, der im Juni 2018 Premiere hatte.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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