Die Medusa von Hallstatt ist zwar nur etwa 1,5 cm hoch und doch zählt sie zu den bedeutendsten Einzelfunden aus der römischen Antike in Oberösterreich. Es handelt sich bei diesem Schmuckstück um eine Kamee, die vor mehr als 1800 Jahren wahrscheinlich in Aqulieia an der nördlichen Adria hergestellt worden ist. Der von Schlangenhaaren umrahmte und mit kleinen Flügeln versehene Kopf der Medusa wurde aus einem schwarz-weiß gebänderten Achat – auch Onyx genannt – geschnitten.
Entdeckt wurde die Kamee im Juni 2025. In Hallstatt wird aktuell eine neue Standseilbahn errichtet und die Salzwelten GmbH beauftragte die OÖLKG und die Grabungsfirma ARDIS zur Durchführung der Ausgrabungen im Bereich der Talstation, die mitten in der ehemaligen römischen Siedlung situiert ist. Dem geschulten Auge eines Archäologen der Grabungsfirma ARDIS ist es zu verdanken, dass die Medusa von Hallstatt nun der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.
Am 08.12.2025 (10:00–18:30 Uhr) ist die Präsentation zur Medusa von Hallstatt – inkl. Original – im Kultur- und Kongresshaus Hallstatt (Seestraße 169, 4830 Hallstatt, Österreich) öffentlich und bei freiem Eintritt zugänglich.
Quelle: OÖ Landes-Kultur GmbH

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