Zum 60. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel hat Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer den Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis erneut ausgeschrieben.
Staatsminister Weimer erklärte: „Die tiefe und wunderbare Freundschaft, die Israel und Deutschland miteinander verbindet, ist ein unglaublich kostbares Geschenk – auch die Kultur hat in den vergangenen Jahrzehnten wichtige Brücken zwischen unseren Ländern und unseren Herzen gebaut.“
Zu den literarischen Wechselbeziehungen sagte Weimer weiter: „Autorinnen und Autoren wie Zeruya Shalev, David Grossman oder Amos Oz haben mit ihren Werken Fenster zur Geschichte und Gegenwart Israels geöffnet, während von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren immer wieder wichtige Impulse für die israelische Literatur ausgingen. Diese Wechselbeziehungen verdanken wir vor allem der sprachlichen Kunst und Vermittlungsleistung literarischer Übersetzerinnen und Übersetzer.“
Zur Rolle der Übersetzungen und zum Preis betonte Weimer: „Übersetzungen sind mehr als Sprache – sie sind Brücken der Verständigung. Und gerade zwischen Israel und Deutschland gilt: Diese Brücken sind Teil unseres gemeinsamen Fundaments. Mit dem Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis möchten wir ihre herausragende Arbeit würdigen und sichtbar machen.“
Für den Preis können literarische Übersetzungen ins Deutsche eingereicht werden, die nach 2021 als Buch erschienen sind. Neben den rein literarischen Gattungen (Roman, Lyrik, Drama) können auch Übersetzungen von Essays und anspruchsvollen Sachbüchern berücksichtigt werden. Das Literarische Colloquium Berlin (LCB) übernimmt die Organisation des Preises.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury, der die Übersetzerin Anne Birkenhauer, der Autor und Journalist Carsten Hueck sowie die Autorin und Übersetzerin Marie Luise Knott angehören.
Auch auf israelischer Seite wird eine Preisträgerin oder ein Preisträger ausgezeichnet.
Bewerbungen von Übersetzerinnen und Übersetzer sowie Verlagen sind bis zum 22. September 2025 möglich. Der Preis, der 2015 ins Leben gerufen wurde, ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet voraussichtlich noch in diesem Jahr in Israel statt.
Alle Informationen zum Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreis unter: https://lcb.de/foerderung/deutsch-hebraeischer-uebersetzerpreis/
Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

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