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Kultur, Geschichte und Management

„Augmented- und Digital Realities“ – wie Städte und Institutionen mit „erweiterten Realitäten“ Touristen, Besucher und Cyber-Fans motivieren, ihre Orte zu besuchen.

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Donnerstag, den 23. Mai 2019 um 08:29 Uhr
„Augmented- und Digital Realities“ – wie Städte und Institutionen mit „erweiterten Realitäten“ Touristen, Besucher und Cyber-Fans motivieren, ihre Orte zu besuchen. 4.6 out of 5 based on 73 votes.
Augmented- und Digital Realitieswie Staedte und Institutionen mit erweiterten Realitaeten Touristen, Besucher und Cyber-Fans motivieren, ihre Orte zu besuchen.

Stadtmarketing darf die Augen nicht davor verschließen, dass digitale zeitgemäße Medien, erweiterte und virtuelle Realitäten, Echtzeit Kommunikation und schneller technologischer Wandel immer bedeutsamere Stellenwerte erhalten. Umfragen (1) zeigen, dass digitale Medien bei Touristen, BesucherInnen und KundInnen auf großes Interesse, hohe Nutzung und positives Feedback stoßen. Allerdings sind Stadtmarketing und Stadtkommunikation nur mit Bezug auf die „Biographie“ der Stadt und deren distinktive Geschichten glaubhaft und erfolgreich.

Definition
Zunächst ist allerdings die Definition der benutzten Fachbegriffe notwendig (Augmented- [AR] und Virtuel Realities [VR]):
1. Begriff: AR bezeichnet eine computerunterstützte Wahrnehmung bzw. Darstellung, welche die reale Welt um virtuelle Aspekte erweitert. VR bezeichnet eine computerunterstützte Wahrnehmung, die allein aus virtuellen Darstellungen besteht.
2. Merkmale: Mit der Integration von Kameras und VR-Brillen in immer mehr mobile Geräte können zusätzliche Informationen oder Objekte direkt in ein aktuell erfasstes Abbild der realen Welt eingearbeitet werden. Dabei kann es sich um Informationen jedweder Art (bspw. Textinformationen, Videos oder Abbildungen) handeln. Die Anwendungszwecke reichen von der Information über die unmittelbare Umgebung, über die ins Sichtfeld eingeblendete Navigation bis hin zu Spielen und Werbung. Internet, Geo-Ortungssysteme und weitere „locative medias“, MP-3 Player und anderes mehr sind hier zu ergänzen.
3. Beispiele: „Pòkemon Go“ integriert virtuelle Spielfiguren in die reale Umgebung. Städte bieten historische Stadtrundgänge an und kreieren damit zeitliche Hyperräume und -texte, Möbelhäuser bieten Ihnen die Möglichkeit an einem Tablet die neue Couch virtuell bereits vorab in ihr Wohnzimmer zu integrieren oder Automobilhersteller stellen ihre neusten Modelle digital, zum Einsteigen bereit, zur Verfügung. (2)

Die Geschichte. Vom Panorama zur AR-App und zum 3D Hologramm
Erweiterte und virtuelle Realitäten zu kreieren ist kein Phänomen der digitalen Technologie des 21. Jahrhunderts. Bereits im frühen 19. Jahrhundert gab es Orte, die zwar echt erschienen, nicht jedoch in Wirklichkeit vorhanden waren. Pleorama (3), Cyclorama, Panorama, Diorama, Georama, Myriorama, Pathéorama, Kosmorama sind die Begriffe, die wir heute kaum noch kennen oder gar gebrauchen (4). Wie effektiv sie vor gut 100 bis 200 Jahren waren, zeigt sich in der Entwicklung, denn die Photographie und der Film profitierten davon.

Kopisch

Bereits im Jahr 1831, als Besucherströme beispielsweise das Pleorama des Architekten Carl Ferdinand Langhans (1781-1869) und des Dichters und Malers August Kopisch (1799-1853) in Breslau besuchten.
Die BesucherInnen stiegen in einem mächtigen Hallengebäude in eine Barke, die tatsächlich auf Wasser schwamm. Ohne sich überhaupt fortzubewegen wurden aufgerollte, teilweise kilometerlange Landschaftspanoramen (das längste bekannte war 7,5 km lang und 12 m hoch) an den Staunenden vorbeigerollt, so dass man meinte, man fahre wahrhaft, entlang der Bucht von Neapel, von der Mississippi-Mündung nach New Orleans, entlang des Mittelmeers oder rund um Konstantinopel. Dank vieler technischer Hilfsmittel (Wind-, Nebel-, Wellenmaschinen, Licht-, Ton-, Temperatureffekte, Farbveränderungen, Dunkelheit, hatten die Schaulustigen im Boot sitzend auch das Gefühl von sinnlicher und zeitlicher Veränderung: Der Vesuv spuckte plötzlich Lava aus und erwärmte die Umgebung, ein Sturm im Mittelmeer ließ die Barke oder später ganze Schiffe schwanken und ein Sonnenuntergang über den Pontinischen Sümpfen ließ den Himmel glühen.

Maerorama

Vergleichbares gab es in Louisville, Kentucky und Boston/USA (5), Paris (6) und London (7). Diese Verführungen im Zeitalter des erwachenden Tourismus und der neugierigen Reiselust waren so erfolgreich, dass einige der Panoramen und Pleoramen in Ihrer Zeit Besucherrekorde erzielten und sogar bis heute existieren (8) oder im Zuge der digitalen VR- und AR-Technologie wieder Vorbildcharakter und Relevanz erhalten (9).

heidelberg-Vesuv-Salzburg

Räumliche und kulturelle Kuriositäten zeigten sich in diversen Bildbändern und später auf Glaspatten gebannt, die mittels einer Laterna Magica projiziert wurden. Die nicht zusammengehörigen Orte werden nebeneinander auf einer Blickachse gezeigt: Heidelberg (links) den Vesuv (mittig) und Salzburg (rechts) und bilden dadurch einen bestimmten erzählerischen Kontext, der vermuten lässt, es gäbe eine direkte – wie auch immer geartete – Verbindung.

In seinem Beitrag „The Poetics of Augmented Spaces“ weist der US-amerikanische Medienforscher Lev Manowich (10) darauf hin, dass AR nicht primär eine Technologie, sondern vor allem ein kulturelles Phänomen ist, welches historisch – wie wir nun wissen – in unterschiedlichen Formen praktiziert wurde, jedenfalls nicht erst mit der Digitalisierung aufgekommen ist, sondern ganz vielfältige und dabei auch technologische und digitale Formen gefunden hat. Bei ihm gehen Information und Raum eine Synthese ein und werden zu Hybriden Räumen (hybrid spaces). Die informationelle und kulturelle Anreicherung von Räumen, per Bild, Film, Text, Ton, auch in diversen zeitlichen Achsen stehen im Zentrum seiner Untersuchungen. Hier mitzudenken ist allerdings die unterschiedliche Reflexions-, Wahrnehmungs- und Wissensmöglichkeiten des jeweiligen Individuums, die eigentlich zu einem Plural führen und Augmented Realities (11) genannt werden müsste, weil sich individuelle sozio-kulturelle Dimensionen ergeben.

Spieler in einem Karpador-„Nest“ im Setagaya Park in Tokio; die häufige Präsenz des Pokémon ermöglichte eine rasche Entwicklung des starken Wasser-Pokémon Garados. „My son sent this photo of Pokemon GO players gathered around the fountain in Setagaya Park today. They are all trying to catch enough Magikarp to evolve a Gyrados.” Foto: Brian Miller, Wooster/USA

Insbesondere in der digitalen Welt der Games und der Filme haben VR- und AR-Anwendungen Cyber-Fans und Digital-Junkies in einigen Ländern und Städten in Heerscharen an die frische Luft und in Stadträume geführt. „Pokémon Go“ (12), so der Name des Spiels, das sich ständig weiterentwickelte und auch heute noch funktioniert, allerdings sind nun Forschungsaufgaben integriert und viele der 2017 und 2018 kritisierten Schwachpunkte beseitigt. 2016 und 2017 entstand ein derartiger Spiel-Hype – zumeist unter jungem Publikum –, dass manche Orte vollkommen überlaufen waren und spontan gesperrt werden mussten.

Hsi-Lai Temple. Verbotsschild: No Pokemon-Go allowed. Buddhistischer Hsi Lai Temple in den Puente Hills, Hacienda Heights, Kalifornien. Foto: Tktru

Besonders beliebte Orte waren Sehenswürdigkeiten, Brücken, Parks, Brunnen und Straßenkreuzungen. Das führte teilweise zu chaotischen Zuständen, sodass beispielsweise religiöse Tempel, Orte der Ruhe und Kontemplation sich gemüßigt sahen, gegen den Ansturm von SpielerInnen vorzugehen, die durch die Standortdaten diesen positionierten, ihn virtuell auf einer Landkarte sahen, die auf OpenStreetMap-Karten basieren.
Aber es führte auch zu frohlockenden Stadtmarketing-ExpertInnen, die plötzlich ihre Orte in den analogen und digitalen Medien zigfach wiederfanden, obwohl ernsthaft hinterfragt werden muss, ob sich die Kommunikationsziele tatsächlich spürbar überschnitten, weil es sich um die Aufgabe der Sendehoheit und es sich um Nebeneffekte handelte. Eine Kombination aus Spiel und Stadtmarketing unter dem Titel „Safari Zones“ fand im September 2017 in Oberhausen statt. In Zusammenarbeit mit dem „CentrO“ mussten TeilnehmerInnen sich vorher registrieren; die 4.000 Tickets waren innerhalb weniger Minuten vergriffen. 2018 dann in Dortmund: Hauptveranstaltungsort vom 30. Juni bis 1. Juli 2018 war der Westfalenpark, wenngleich sich das Event über das gesamte Stadtgebiet erstreckte. Eine vorherige Registrierung war nicht notwendig. Laut Veranstalter kamen 170.000 SpielerInnen nach Dortmund!

Hologram_Foto_Kristián-Valčo

Verstärkt werden zukünftig auch 3D Hologramme fürs Stadtmarketing interessant, denn die 3D Projektion befinden sich frei im Raum und sind ohne 3D Brillen, Smartphones oder Tablets für jeden sichtbar. Auf diese Weise kann eine völlig neue und revolutionäre Art der Produkt-Kommunikation angeboten werden. Diese werden hochwertig, exklusiv und innovativ präsentiert und gleichzeitig treffen sie die Bedürfnisse der entsprechenden Zielgruppen genau. An der Technik wird fieberhaft auf verschiedenen Kontinenten gearbeitet und die Erscheinungsbilder perfektioniert und professionalisiert.

„Es gibt kaum eine Alternative zur VR-Technologie"
Alexander El-Meligi, Managing Partner & Creative Director bei Demodern – Digital Agency.


„Stadtmarketing-Verantwortliche haben aber inzwischen verstanden, wie wichtig es ist, zielgenau zeitgemäße Kommunikationskanäle bzw. Social Media-Kanäle und Gamification (13) und Hologramme zu nutzen, um erfolgreich über wichtige Orte, Museen, Bauprojekte, Veranstaltungen, News etc. zu informieren. Und um vor allem auch jüngere Zielgruppen zu erreichen. Dieser Trend geht […] mit der rasant gestiegenen Nutzung von Smartphones sowie moderner Medien und Technologien einher. Zu letzteren zählt eben besonders Virtual- oder Augmented Reality. Da sich damit insbesondere Räume visualisieren sowie wirksame und eindrucksvolle Inszenierungen erzielen lassen, sind AR- oder VR-Anwendungen gerade bei dreidimensionalen, räumlichen und stadtgeschichtlichen Projekten, historischen oder architektonischen Highlights besonders effektiv“, verlautbart Alexander El-Meligi, Managing Partner & Creative Director bei Demodern – Digital Agency.

Beispiele
Zwei Beispiele hierzu sind im Folgenden kurz vorgestellt:

Virtual Reality Ulm Experience
Die User fliegen in Virtual Reality über den Wolken von Ulm im Jahr 1890. Im Mittelpunkt steht der höchste Kirchturm der Welt – das Ulmer Münster (161,5m), dessen 500-jähriger Bauabschluss in VR erlebt werden kann.
Aus der Entwickler-Agentur heißt es: „Unser Ziel war eine einmalige Virtual Reality Experience für alle Nutzer, jeden Alters. Im Rahmen des Projekts „Ulm Stories” soll die Installation sowohl den Einwohnern von Ulm wie auch Touristen und Besuchern die Chance bieten, die historische Stadt aus der Vogelperspektive zu erleben. Kreation, User Experience Design und Entwicklung haben sich dazu tief in die Stadt und den Traum vom Fliegen (14) eingearbeitet. Idee und Basiskonzept des Projektes stammen von der Interactive Media Foundation, Berlin, die das Projekt für die Stadt Ulm initiierte.
Der von den Kreatoren entwickelte virtuelle Raum ist 1,5 x 1 km groß und 300m hoch. In diesem „fliegt“ der User mit gefühlt unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch den Stadtraum und hinein in die Vergangenheit.

Österreichs Mobile App „Ski amadé Guide“
„Ski amadé ist nicht nur Österreichs größtes Ski-Vergnügen, sondern eine der innovativsten Ski-Communitys überhaupt. Mit diesen digitalen Tools macht der Skitag noch mehr Spaß“, heißt es werbend auf der Homepage. Es geht um eine Skidatenbrille, die während des Skifahrens diverse Informationen zur Verfügung stellt: Wetter und Temperaturen, Skipistenzustand, SkiLift-Infos, Entfernungen,
Leasure-Points, und 3-D Panoramen (15).

Ski Datenbrill amade guide

Durch gezielte Informationen wird den Skitouristen ein besonderer Mehrwert angeboten – sofern das WLAN schnell und unkompliziert funktioniert. Nach fünf Versuchsjahren hat sich die Zuverlässigkeit gesteigert.

Im Grunde ist die Art der Inszenierung im Stadtmarketing und von Regionen, Sportstätten, Arbeitsfeldern, Denkmälern, Bauten und Sehenswürdigkeiten vergleichbar mit dem Pokémon-Events, nur, dass es bislang noch nicht diese Besuchermassen anzieht.

Seitdem Informationen über Städte auch per Internet verfügbar sind und erst recht, seitdem Menschen sich auch digital über Städte austauschen, existiert neben dem analogen Image auch ein digitales Image der Stadt. (16)
Für das Stadt- und Tourismusmarketing haben diese AR-Entwicklungen zur Folge, dass man sich vor der geplanten Reise eine Sehenswürdigkeit schon virtuell anschauen kann, oder sich in deren Historie hineinversetzen lassen kann, um daraufhin die Planungen oder Buchungen durchzuführen. Zudem werden künftig sicherlich auch Umsätze mit Zielgruppen erzielt, die sich eine entsprechende Reise finanziell nicht leisten können. Letztlich führt dies zu mehr Reichweite und Vertriebsmöglichkeiten für das Stadtmarketing.

„Augmented- und Digital Realities“ – wie Städte und Institutionen mit „erweiterten Realitäten“ Touristen, Besucher und Cyber-Fans motivieren, ihre Orte zu besuchen.


Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit www.stadtmarketing.eu

Fußnoten:
(1) Vgl. Studie zu: „Die Digitale Stadt“ der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (2016)
(2) Vgl. hierzu auch das
Wirtschaftslexikon. Revision von Augmented Reality vom 16.02.2018 - 15:38
(3)
Weitere Begriffsklärungen
(4) Vgl. The Forgotten Ancestors of Virtual Reality (engl.)
(5) Vgl. John Banvard (1815-1891) entwickelte bewegliche, bis zu 800 m lange “Moving Panoramic Paintings”, die er erstmals 1840 in Louisville KT präsentierte. Neben amerikanischen Motiven zeigte er eine Fahrt durch das Nil-Delta und durch Palästina und den Stätten der Bibel. „In 2014, portion of the panorama was on view at the Amon Carter Museum of American Art in Fort Worth, Texas. The timelapse video shows the crew loading the scroll into the giant apparatus. It makes one wonder how they managed to do this in the mid 19th Century.” Nachbau eines gerollten Panoramas im Jahr 2014: Panorama Installation Timelapse
Oder
John J. Egan's "Panorama of the Monumental Grandeur of the Mississippi Valley" (Metropolitan Museum)
(06) Der Plakat- und Dekorationsmaler Hugo d’Alésis (?) baute sein kolossales Mareorama – eine Kreuzfahrt durchs Mittelmeer – im Jahr 1900 zur Pariser Weltausstellung. 700 Besucher konnten an Deck eines Dampfbootes Platz nehmen und sich in eine Seereise träumen. Die Reise war so echt nachgeahmt, dass einige Besucher später über Seekrankheit klagten.
(07) 1834 eröffnete in London ein Padorama, das mit demselben Prinzip arbeitet wie das Pleorama, nur dass die Zuschauer in einem Eisenbahnwaggon saßen und eine Fahrt von Liverpool nach Manchester vorgeführt bekamen. Die Eintrittskarten glichen Eisenbahntickets.
(08) Vgl. The Gettysburg Cyclorama in 360°, im Gettysburg National Military Park, Gettysburg/USA.
(09) Vgl. SRASSMANN, Burkhard: Die reine Illusion. Wer Virtual Reality für etwas Neues hält, der hat noch nie vom Pleorama gehört.
(10) MANOVICH, Lev: The Poetics of Augmented Space. In: Visual Communication (2006), S. 219–240.
(11) Vgl. KOCH, Gertraut „Befriff der Augmented Realities in: Digitalisierung: Theorien und Konzepte für die empirische Kulturforschung, Köln 2017, S. 311ff
(12) Die Idee für das Spiel ersannen Satoru Iwata von Nintendo und Tsunekazu Ishihara von der Pokémon Company im Jahr 2013 als Aprilscherz für Google mit der Bezeichnung Pokémon Challenge, mit Tatsuo Nomura von Google Maps (nun leitender Projektmanager bei Niantic) als Mittelpunkt des Projekts. Am 10. September 2015 widmete Ishihara seine Rede zur Ankündigung des Spiels dem zwei Monate zuvor verstorbenen Iwata. Das Softwareteam von Niantic Labs hatte zuvor das Augmented-Reality-Spiel Ingress entwickelt. Auch die Arenen und Pokéstops in Pokémon Go basieren dabei auf den Portalen, die für Ingress verwendet wurden. 2016 wurde ein Betatest in Japan eingeführt, im selben Jahr kam die USA dazu, wenig später Australien, Neuseeland und Deutschland. Quelle: Wikipedia
(13) Als Gamification wird die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in einem eigentlich spielfremden Kontext bezeichnet – in unserem Fall einem Besucherzentrum, Museum oder auch einer Stadt. Durch die Anwendung von Spieldesignprinzipien wird der Teilnehmer verstärkt engagiert und involviert.
(14) Albrecht Ludwig Berblinger (bekannt als der Schneider von Ulm; 1770-1829) war ein deutscher Schneider, Erfinder und Flugpionier.
(15) Weitere Informationen
(16) Vgl. Studie zu: „Die Digitale Stadt“ der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (2015)


Abbildungsnachweis:
Header: Participants in the Pokémon GO public event in London. Massive Lure Party in London, 23. Juli 2016. Foto: John Lubbock. Quelle: Wickipedia Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International
01. August Kopisch (1799-1853) Die Pontinischen Sümpfe bei Sonnenuntergang, 1848, Öl auf Leinwand, 62 x11cm. Alte Nationalgalerie Berlin. Quelle: Wikipedia, gemeinfrei
02. Illustration des Mareorama der Weltausstellung in Paris Exposition,1900. Quelle: Scientific American, gemeinfrei
03. Heidelberg-Vesuv-Salzburg (Fantasielandschaft), Gelatine-Abziehbild auf Glas, 9x28cm, zur Projektion einer Laterna Magica, um 1900. Der Grund für die Anordnung ist nicht bekannt. Aus: „Licht ins Dunkel!“, Ausstellung in der Staaats- und Universitätsbibliothek Hamburg, 2019. Slg. Dr. Anke Napp. Foto: Claus Friede. Quelle: Kunsthistorisches Seminar der Universität Hamburg.
04. Spieler in einem Karpador-„Nest“ im Setagaya Park in Tokio; die häufige Präsenz des Pokémon ermöglichte eine rasche Entwicklung des starken Wasser-Pokémon Garados.
„My son sent this photo of Pokemon GO players gathered around the fountain in Setagaya Park today. They are all trying to catch enough Magikarp to evolve a Gyrados.” Foto: Brian Miller, Wooster/USA.
05. Hsi-Lai Temple. Verbotsschild: No Pokemon-Go allowed. Buddhistischer Hsi Lai Temple in den Puente Hills, Hacienda Heights, Kalifornien. Foto: Tktru
06. Hologramm einer Stadtsilhouette. Foto: Kristián Valčo
07. Pressefoto: © Ski amadé, Datenbrille

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avatar Jörn Napp
-1
 
 
Hallo.
Es wäre schon ganz gut, unter Bilder auch Quellenangaben zu setzen, wie sich dieses gehört.

Bei dem Laterna-Bild von Heidelberg-Vesuv-Salzburg sollte erwähnt werden, daß dieses aus der privatsammlung von Dr. Anke Napp stammt und gerade in der Hamburger Staatsbibliothek in der Austellung 'Licht ins Dunkel' gezeigt wurde.
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avatar Claus Friede
+2
 
 
Den korrekten Bildnachweis, sehr geehrter Herr Napp, finden Sie grundsätzlich am Ende jeden Artikels – hier unter Punkt 3. Selbstverständlich sind alle relevanten Angaben auch aufgeführt.
Mit freundlichen Grüßen, Claus Friede
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