Anzeige

Wer ist online?

Wir haben 753 Gäste online

Neue Kommentare

Hans-Joachim Schneider zu Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg: Herrrlisch, würde der Rheinländer in mir sagen....
Wajda Art zu „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?: Wir suchen nach Enthusiasten der Kinematographie ...
Manfred Köck zu Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali: schade, dass sie nicht mit ihren stammmusikern un...
Helmuth Barth zu Thomas Gainsborough – die moderne Landschaft: Vorausschicken möchte ich, dass ich neben Bilder...
Anna Grillet zu „Call Me by Your Name”. Die Sinnlichkeit des Luca Guadagnino: Leider nein, kann die bitterböse ästhetisch bri...

Meinung

Wolkenkuckucksheim

Drucken
(280 Bewertungen - Wie es Euch gefällt!)
Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 22:07 Uhr
Wolkenkuckucksheim 4.5 out of 5 based on 280 votes.

Ein vermeintlich hoch verschuldetes Emirat namens Dubai baute das höchste Haus der Welt und weihte dies in der vergangenen Woche am 4. Januar 2010 ein.

Mit 828 Metern Höhe ist es damit doppelt so hoch wie das Empire State Building in New York.

Bereits 2007, als Rohbau, überholte das über 189 Etagen hohe Gebäude den Taipei Tower 101 in Taiwan. Längst sind die Planungen im Gange für ein Bauwerk, das über einen Kilometer hoch werden soll: in Shanghai.

Was für eine Freude für ungebetene Fassadenkletterer und wagemutige Draufgänger, die sich per Fallschirm oder sonstiger Gerätschaft in die Tiefe stürzen. Sicherlich ist der strahlend silberne Turm mit dem klingenden Namen „Burj Khalifa“ (Khalifa Turm) nicht für jene errichtet worden. Aber für wen eigentlich? Für seinen Namensgeber, Scheich Chalifa ben Sajed al Nahjan, dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate?

Die Wirtschaftskrise zieht noch immer ihre Kreise, die Verschuldung des Emirats und stark sinkende Immobilienpreise sind die Folge; soviel Büroraum kann man gar nicht vermieten, um die 1,5 Milliarden Dollar Baukosten einzuspielen. Größenwahn, Meisterleistung, Wettbewerb, Leistungsshow oder Übermut? Himmelwärts und kurz vor Babylon?
Irgendjemand steht jedenfalls immer im kilometerlangen Schatten des riesigen Gebäudes. Und wir sollten uns fragen, ob dieser Weg des "höher, schneller, weiter" wirklich noch die Herausforderung des 21. Jahrhunderts sein sollte oder ob wir nicht längst am Ziel weit vorbei geschossen sind.

Ihr Claus Friede

(Claus Friede ist Chefredakteur von Kultur-Port.De, Kulturjournalist, Moderator, Ausstellungs- und Filmreihenkurator. Er ist Mitgründer des Kulturklub Hamburg, leitet die Fokus-Reihe beim Filmfest Hamburg und seit knapp 20 Jahren die Kunstagentur Claus Friede*Contemporary Art)

Eigenen Kommentar verfassen (Gasteintrag möglich - Bitte achten Sie auf unsere Email ggf. in Ihrem Spam-Order und klicken den Bestätigungslink)

Ihr Name (erscheint mit dem Kommentar) *
E-Mail (Nur für Bestätigungslink & Antworten)
Code   
Kommentar abschicken
 

Home > Kolumne > Meinung > Wolkenkuckucksheim

Mehr auf KulturPort.De

Aspekte Festival 2018 – frozen gesture
 Aspekte Festival 2018 – frozen gesture



Welche kulturellen Spartenschubladen haben wir im Kopf? Wo ist der urbane, kulturelle Humus zu finden? Wieviel Bereitschaft zeigt Publikum für Entwicklungsphase [ ... ]



Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg
 Meine 18. Lange Nacht der Museen in Hamburg



...beginne ich, indem ich mit meinem Navi streite. Das tut so, als wüsste es nicht von der traurigen Tatsache, dass es in dieser Stadt mehr Baustellen als Kultu [ ... ]



Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit
 Yvonne von Schweinitz: Syrien – Fragmente einer Reise. Fragmente einer Zeit



Wie nähert man sich in einer Fotoausstellung einem Land, deren Menschen tagtäglich durch Gewalt sterben, auf der Flucht, im Exil, traumatisiert sind, deren mat [ ... ]



„A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?
 „A Beautiful Day”. Joaquin Phoenix- Racheengel oder Erlöser?



Lynne Ramsay inszeniert ihre virtuosen Thriller-Impressionen als Exkursion in die Abgründe der Seele.
Ein Auftragskiller ist Joe (Joaquin Phoenix) nicht, er t [ ... ]



Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie
 Günter Grass-Haus Lübeck: George Bernard Shaw und die Fotografie



George Bernard Shaw (1856-1950) ist vor allem bekannt für sein dramatisches Werk, das über 50 Theaterstücke umfasst. Doch der Künstler hat sich zeitlebens in [ ... ]



Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali
 Im Wunderland der Wünsche. Laila Biali



Wie konnte sich eine 16jährige Kanadierin, die Opernarien singt und klassische Pianistin werden will, zu einer über jeden „No street credibility“-Verdacht  [ ... ]



Weitere aktuelle Magazin Artikel

Anzeige


Home     Blog     WebTV     Kolumne     NewsPort     Live

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Infos.