Kultur Blog
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink -

Der erste Akkord, der erste große Abend in der Elbphilharmonie – das Eröffnungskonzert. Vom NDR live übertragen. Nicht einfach, diese Atmosphäre höchster Erwartungen in einer Live-Sendung zu transportieren.
Da sitzt man nun zu Hause, tiefenerkältet und das ersehnte Ticket für den Bericht über das Elphi-Eröffnungskonzert blutenden Herzens retourniert. Also: Husten vor dem heimischen Fernseher, meine davongekommenen Eröffnungsnachbarn werden’s mir danken. Und der NDR überträgt ja live, schon ab 18 Uhr, da wird mir nicht viel entgehen.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

„La La Land” ist hinreißend, unwiderstehlich. Das nostalgische Musical zwischen Moderne und Klassik, Romantik und Realität verzaubert Journalisten wie auch Publikum. Es geht um Kunst, Karriere, Kompromisse.
US-Regisseur Damien Chazelle hat mit der bittersüßen Liebesgeschichte eine Art bonbonfarbenes Wunderwerk kreiert, mittendrin Ryan Gosling und Emma Stone. Bei den Golden Globes gewann das melancholische Großstadtmärchen sieben Auszeichnungen, so viele wie kein Film je zuvor.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

Das Kunstmuseum in Wolfsburg präsentiert bis zum 19. Februar 2017 die Anfänge der Pop Art in Großbritannien.
Unter dem Titel „This Is Tomorrow“ fand im August 1956 in der Whitechapel Gallery in London die erste Pop-Art-Ausstellung statt, welche den Siegeszug der Pop-Kultur in Europa und den USA einleitet. Sechzig Jahre später startet das Wolfsburger Museum die große Übersichtsschau „This Was Tomorrow. Pop Art in Great Britain”. Über dreihundert Exponate britischer Künstler, darunter die Ikonen der Pop-Szene Richard Hamilton, David Hockney, Allen Jones, Ronald B. Kitaj, Eduardo Paolozzi, machen die perfekt inszenierte Schau zu einer multimedialen Zeitreise durch die englische Pop-Geschichte und das „Swinging London” der Sechzigerjahre.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Sie gilt als „Insel der Schönen und der Reichen“, als „Königin der Nordsee“ und als das „Saint Tropez“ des Nordes. Sylt ist für die meisten ihrer Fans viel mehr als ein Urlaubsort: Sylt ist eine Philosophie.
Seit der Playboy Gunter Sachs die größte deutsche Nordseeinsel Ende der 60er Jahre für sich entdeckte und hier mit Brigitte Bardot (seiner damaligen Frau) wilde Partys im legendären Pony und dem Gogärtchen feierte, kann der Sommer noch so verregnet und kalt sein – dem Sylt-Feeling tut das keinen Abbruch. Unverdrossen zieht es Promis und alle, die sich dafürhalten, an die (FKK)-Strände zwischen Kampen und Hörnum.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Erotisch, zynisch, raffiniert, ein verstörender Film, unwiderstehlich und von atemberaubender Schönheit.
In „Die Taschendiebin” sprengt der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook mit erzählerischer Virtuosität alle Genres. Love-Story, Heist-Movie, Rachethriller, Historiendrama verschmelzen zu einem bildgewaltigen lasziven Puzzle voller Intrigen aber auch Humor. Es geht um die hohe Kunst der Manipulation, um Verrat und Verführung, ein berauschender Mix der Kulturen aus Ost und West.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

„Gelb wird das Laub, es rötet sich die Frucht,
In blauer Stille liegt die Kieler Bucht,
Es schweigt der Wind, die Fläche zittert kaum,
Und nur die Möwen sind wie Wellenschaum...“
So beginnt das Gedicht von Theodor Fontane für den Hamburger Fabrikanten Heinrich Adolph Meyer und dessen Frau Marie – geschrieben nach einem Besuch im „Haus Forsteck“, dem Meyerschen Landsitz oberhalb der Kieler Förde.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Die schönsten Grüße stammten einst von Father Christmas persönlich. Nur manchmal klagte er ein wenig über die Mühen mit den vieltausend Strümpfen, die er zu füllen hatte, mit all den Briefen, die zu beantworten waren.
Es schien in jenen Ländern, um die er sich besonders kümmern musste, immer mehr Kinder zu geben, in England und Skandinavien, in Deutschland und Nordamerika, und natürlich musste er auch noch für all jene sorgen, die nach Neuseeland oder Australien, nach Südafrika oder China gezogen waren.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Das Haus der Photographie zeigt mit der Retrospektive „Peter Keetman – Gestaltete Welt“ eine Sehschule par Exzellence. Mit zwei weiteren ausgesprochen empfehlenswerten Ausstellungen warten die Hamburger Deichtorhallen derzeit auf. Während die opulente Sammlung Viehof in der Nordhalle ein Paradebeispiel dafür liefert, wie eine strategisch aufgebaute Kollektion von Milliardären aussieht und querbeet alles von Rang und Namen präsentiert, was die jüngste Kunstgeschichte zu bieten hat, macht „The Concept of Lines“ schließlich wieder einmal bewusst, was Hamburg F.C. Gundlach zu verdanken hat.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Ob als Wunderkind gepriesen oder Enfant terrible gefürchtet, die Journalisten vergöttern den frankokanadischen Regisseur Xavier Dolan seit seinem Leinwand-Debüt „I Killed My Mother” 2009. Doch nun reagieren manche von ihnen ungehalten, die Verfilmung von Jean-Luc Lagarces Theaterstück „Einfach das Ende der Welt” entspricht so gar nicht ihren Erwartungen.
Anders als in „Mommy” (2014) dreht sich hier alles um Sprache oder die Unmöglichkeit der Kommunikation, die Sehnsucht nach Nähe, die Furcht davor. Vielleicht aber hat die Feindseligkeit längst alle Gefühle verschlungen. Ein verstörendes suggestives Drama von fast unerträglicher Spannung, das in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde.
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- Geschrieben von: Mirjam Kappes -

Darf man das Theater hassen? Ja, sagt Jan Küveler, weil es zugleich arrogant und feige ist, weil es langweilt oder nervt, weil es selbstgefällig und verlogen ist. Der Theaterfeuilletonist von „Welt“ und „Welt am Sonntag“ rechnet ab, mit der Institution und ihren Mechanismen, mit lauwarmen Inszenierungen, größenwahnsinnigen Intendanten, schlechten Schauspielern und einem spießbürgerlichen Publikum.