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Goethe-Institut begrüßt neues „Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache“

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Mittwoch, den 30. Januar 2019 um 08:54 Uhr

Zur feierlichen Eröffnung des „Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache (ZDL)“ am 29. Januar 2019 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften hielt Klaus-Dieter Lehmann eine Rede zum Thema „Deutsch weltweit“. Mit der Entwicklung eines digitalen Informationssystems will das ZDL die Vielfalt des deutschen Wortschatzes erfassen und seine stetigen Veränderungen umfassend beschreiben. Der Präsident des Goethe-Instituts betonte die großen Chancen, die die neue digitale Plattform für die Sprachvermittlung im In- wie Ausland biete.

 

 

Klaus-Dieter Lehmann hob in seiner Rede den Reichtum der deutschen Sprache als eine der bedeutendsten Kultursprachen hervor. Er unterstrich die Wichtigkeit einer überzeugten Sprachvermittlung: „Es ist mit der Sprache ähnlich wie mit anderen Kulturgütern: mangelnde Aufmerksamkeit macht sie weniger attraktiv, macht sie weniger reich und ausdrucksstark. Deshalb muss uns beschäftigen, was die Gleichgültigkeit mit uns macht! Sie beschädigt die Glaubwürdigkeit unserer Sprachpolitik.“

 

Lehmann appellierte deshalb, die Verantwortung für die eigene Sprache ernst zu nehmen, denn nur so könne auch den Deutschlehrerinnen, Sprachdozenten an Universitäten und vielen, die sich im Ausland aus Enthusiasmus für die Fremdsprache Deutsch einsetzen, geholfen werden: „Die deutsche Sprache ist kein Selbstläufer, man muss in sie investieren und eine aktive Sprachpolitik betreiben. Und man muss bei den jungen Menschen anfangen.“

 

Die Debatte um das künftige Fachkräfteeinwanderungsgesetz ließe aktuell eine neue Aufmerksamkeit und Zuwendung der deutschen Öffentlichkeit gegenüber der deutschen Sprache verzeichnen. „Der Schlüssel zur Integration ist die deutsche Sprache. Die entsprechenden Voraussetzungen dafür zu schaffen, ist eine entscheidende Bedingung für eine offene und verantwortliche Gesellschaft.“

 

Aufgrund des wachsenden Interesses an der deutschen Sprache im Ausland seien digitale Plattformen für die Sprachvermittlung immer wichtiger, so Lehmann weiter. Hierzu zähle auch das Vorhaben des ZDL. „Mit dem Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache kann die große deutsche Wörterbuchtradition mit digitalen Möglichkeiten fortgesetzt werden. Es ist eine große Chance für die deutsche Sprache. Dieses Werkzeug wird noch wichtiger werden als Voraussetzung für automatische Sprachverarbeitung, auf die wir uns im Zuge der Digitalisierung vorbereiten müssen. Nicht zuletzt kann es immer weiter ausgebaut werden und so auf lange Sicht die deutsche Sprache, die ja nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland gesprochen wird, allen Interessierten in seiner ganzen Vielfalt erschließen.“

 

Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache (ZDL)

Vier deutsche Wissenschaftsakademien unter dem Dach der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Berlin, Göttingen, Leipzig und Mainz haben das ZDL ins Leben gerufen. Ziel des auf lange Sicht angelegten lexikographischen Großprojektes ist es, ein digitales Informationssystem zu entwickeln und zu betreiben, das den deutschen Wortschatz und seine fortwährenden Veränderungen umfassend und verlässlich beschreibt. Die zunächst bewilligten fünf Jahre der Aufbauphase des ZDL werden mit zwei Millionen Euro jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Dazu wird an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (AdWG) je eine Arbeitsstelle eingerichtet.

 

Quelle: Goethe-Institut e.V.

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avatar Hermann Funk
0
 
 
Mehr Geld und Infrastruktur für die digitale Lexikographie ist sicher begrüßenswert, was das alles mit dem Lernen und der Attraktivität des Deutschen als Fremdsprache zu tun hat, erschließt sich mir nicht auf den ersten Blick. Pardon: Da geht es um Lehrkompetenz, und gute Ausbildung, vielleicht auch um KMK-Standards der Lehrkräfte-Ausbildung, was den Fachleuten des Goethe-Instituts durchaus bekannt ist. Der Beitrag der Linguisten ist diesbezüglich höchstens zweitrangig. Aber gut, bei der Fördersumme wird man das schon irgendwie zusammen bringen und dem BMBF als bedeutend erklären können. Mit professioneller Unterrichtsforschung hat das aber nichts zu tun.
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