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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Richard und Ida Dehmel waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts das strahlende Künstlerpaar Hamburgs. Der berühmte, von vielen Komponisten vertonte Dichter und die schillernde, sich zunehmend für Frauenrechte einsetzende Muse waren jedoch mehr als die modernen, unkonventionellen Liebenden. Sie waren das Zentrum eines sie umgebenden, selbst gezielt errichteten Gesamtkunstwerks: Von der präzise realisierten Buchgestaltung und Ausstattung von Dehmels Werken bis hin zur Bekleidung Idas nach Dehmels eigenen Entwürfen; von der kalligraphischen Dehmelschen Dichterhandschrift bis hin zum poetischen Dialog mit anderen Autoren der Zeit. In ihrem nicht minder zum Gesamtkunstwerk tendierenden Haus, dessen Verwirklichung im großen Ganzen wie im kleinen Detail sich dem Zusammenspiel namhafter Künstler verdankt, trafen sich die großen Zeitgenossen aus Literatur, Musik, Kunst und Kultur. Das Netzwerk der Dehmels offenbart sich noch heute in ihrem enormen Briefwechsel und in den Dokumenten des Dehmel-Archivs.

 

Anlässlich des 150. Geburtstags von Ida und des 100. Todestags von Richard Dehmel beleuchtet die Ausstellung das Paar in verschiedenen Konstellationen und Spiegelungen. Ausgehend von Richard Dehmels Roman in Romanzen Zwei Menschen zeigt sie nicht nur, wie Ida und Richard Dehmel sich ineinander spiegelten, sondern auch wie sie sich selbst und sich in anderen Personen reflektierten. In diesem Spiegel-Mosaik wird ein komplexes Kaleidoskop von Beziehungen und Querverbindungen sichtbar, das die „zwei Menschen“ einbettet in den zeitgenössischen ästhetischen und kulturellen Kontext der Stadt.
 

Die Kuratoren der Stabi, Dr. Mark Emanuel Amtstätter und Antje Theise, danken dem Dehmelhaus für seine freundliche Unterstützung.
 

Eröffnung der Ausstellung

„Zwei Menschen – Richard und Ida Dehmel in Hamburg“

Mittwoch, 15. Januar 2020, 18 Uhr

  • Grußwort
    Prof. Robert Zepf, Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

  • „WirWelt“ – Ein Leben als Gesamtkunstwerk
    Dr. Carolin Vogel, Leiterin des Dehmelhauses

  • Einführende Worte zur Ausstellung
    Antje Theise, Stellv. Leiterin der Sondersammlungen

Im Vortragsraum in der ersten Etage.
Der Eintritt ist frei.

Dauer der Ausstellung: 16. Januar – 22. März 2020
Im Ausstellungsraum im Erdgeschoss.
Öffnungszeiten: täglich 9 – 24 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

 

Rahmenprogramm zur Ausstellung

  • 18.01.2020, 15.02.2020, 07.03.2020, jeweils um 15 Uhr
    Führungen im Künstlerhaus von Richard und Ida Dehmel in Blankenese. Anmeldung und Informationen unter www.dehmelhaus.de
     

  • 08.02.2020, 19 Uhr
    Wenn die Kühnheit uns erlaubt ist …
    Gedichte, Musik und Lieder nach Richard Dehmel
    Hochschule für Musik und Theater Hamburg Mendelssohn-Saal, Harvestehuder Weg 12. Eintritt frei.
     

  • 18.03.2020, 18 Uhr
    Kuratorenführung durch die Ausstellung Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek ohne Anmeldung. Eintritt frei.

    18.03.2020, 19 Uhr
    Dehmel digital. Vortrag von Prof. Dr. Julia Nantke Vortragsraum der Staats- und Universitätsbibliothek, erste Etage. Eintritt frei.
     

Das Dehmelhaus in Blankenese

Das Künstlerhaus von Richard und Ida Dehmel in Hamburg-Blankenese war Treffpunkt bedeutender Maler, Musiker und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1912 erbaut blieb es in drei Räumen mit seinem originalen Interieur erhalten. Vom Dichter selbst entworfene Möbel, historische Lampen und Tapeten und Objekte spiegeln noch heute die Lebenswelt der Dehmels und ihrer Gäste wider. Das Dehmelhaus wird von einer Stiftung getragen und kann im Rahmen von Führungen auf Anmeldung besichtigt werden.
 

Wenn die Kühnheit uns erlaubt ist …

Gedichte, Musik und Lieder nach Richard Dehmel
Sein Name stand für Aufbruch, Erneuerung und Wagemut. Um 1900 war Richard Dehmel ein europaweit gefeierter Dichter und übte mit seinem Werk entscheidenden Einfluss auf die Musik des beginnenden 20. Jahrhunderts aus. Auf den Tag genau 100 Jahre nach seinem frühen Tod gehen junge Künstler der Hochschule für Musik und Theater Hamburg auf Entdeckungsreise.


Quelle: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky / GEDOK

 

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